Instabiler Core i9-14900K: Intel verweigert angeblich Rücknahme - wegen Flüssigmetall

66
News Valentin Sattler Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Instabiler Core i9-14900K: Intel verweigert angeblich Rücknahme - wegen Flüssigmetall
Quelle: PCGH

In Hongkong wurde der Austausch eines defekten Core i9-14900K trotz des laufenden RMA-Programms von Intel abgelehnt. Grund dafür war der Einsatz von Flüssigmetall, durch den die Beschriftung unkenntlich gemacht wurde.

Nach langer Wartezeit erkannte Intel dieses Jahr das Problem instabil werdender Raptor-Lake-Prozessoren an und reagierte mit einer Garantieverlängerung und einem umfassenden RMA-Programm. Betroffene Kunden sollen dadurch schnell ihren Prozessor austauschen lassen können. In vielen Fällen lief das bislang unkompliziert ab, auch wenn Intel - aufgrund mangelnder Austauschmodelle - zuweilen nur eine Rückerstattung anbieten konnte. Hin und wieder wird eine entsprechende RMA-Anfrage aber auch abgelehnt.

Keine RMA ohne Beschriftung

Das zeigt derzeit beispielsweise ein Bericht aus Hongkong: Laut HKEPC hat dort jüngst ein betroffener Nutzer seinen Intel Core i9-14900K wegen Kompatibilitätsproblemen über den Händler zur RMA eingeschickt. Die Anfrage wurde allerdings umgehend abgelehnt, denn der Prozessor wurde mit Flüssigmetall als Wärmeleitmedium betrieben - und dadurch wurde offenbar die gesamte Beschriftung auf dem Heatspreader unkenntlich gemacht.

Dass das beim Einsatz von Flüssigmetall passiert, ist dabei nicht ungewöhnlich - sowohl durch die Reaktion des Flüssigmetalls mit dem Heatspreader als auch durch den Abrieb beim Entfernen derselben. Für den betroffenen Nutzer ist die abgelehnte RMA dabei natürlich ärgerlich, allerdings war Intel hier im Vorfeld transparent. Das Unternehmen weist auf einer Support-Website explizit darauf hin, dass man zwar Flüssigmetall verwenden darf. Gleichzeitig wird aber betont, dass dieses die Beschriftung zerstören und damit eine RMA unmöglich machen kann.

Auch interessant: Performance-Boost: Intel verspricht Update für Arrow Lake - vor allem für Spiele

Als Reaktion auf den Bericht hat HKEPC bei allen größeren Händlern in Hongkong nachgefragt, die dieses Vorgehen daraufhin bestätigt haben: Ohne Beschriftung gibt es keinen Austausch. Das betrifft dabei explizit nicht nur Prozessoren von Intel, sondern auch von AMD - auch hier ist also Vorsicht geboten. Für die meisten Kunden dürfte das aber ohnehin kein größeres Problem darstellen - denn der bei weitem überwiegende Anteil der Nutzer setzt auf gewöhnliche Wärmeleitpaste, die die Beschriftung auf dem Heatspreader nicht in Mitleidenschaft zieht.

Wie lange wird Intel brauchen, um AMD im Desktop-Markt wieder zu überholen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: HKEPC via Tom's Hardware

66
    • Kommentare (66)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kyle Ragnador Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Kotzi01
        Salzsäurelösung im Baumarkt kaufen 5% ige.... auf dem IHS einwirken lassen dann ist die Beschriftung wieder zu sehen.
        Hab ich damals auch gemacht bei meinem 5800x. Lief gut mit Grauschleier entferner ausm baumarkt.
        Zitat von lucky1levin
        In diesen Fall hilft das nicht mehr, da schon abgelernt ist und notiert.
        Das ist unsinn, da das problem ja eine nicht lesbare seriennummer ist. Die nutzung von flüssigmetall ist ja nicht verboten.
      • Von Kyle Ragnador Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Kotzi01
        Salzsäurelösung im Baumarkt kaufen 5% ige.... auf dem IHS einwirken lassen dann ist die Beschriftung wieder zu sehen.
        Hab ich damals auch gemacht bei meinem 5800x. Lief gut mit Grauschleier entferner ausm baumarkt.
        Zitat von lucky1levin
        In diesen Fall hilft das nicht mehr, da schon abgelernt ist und notiert.
        Das ist unsinn, da das problem ja eine nicht lesbare seriennummer ist. Die nutzung von flüssigmetall ist ja nicht verboten.
      • Von Bl4ckR4v3n Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ehe du mir ein "nicht richtig" an den Kopf wirfst, solltest du noch einmal kurz nachdenken, welchen Zweck Qualitätssicherung an sich hat und ob RMA direkt die Produkteigenschaften verbessert oder vielleicht doch eher neben der Qualitätssicherung dem gleichen großen, übergeordneten Zweck dient...
        Deine Aussage war und ist nicht richtig und dazu stehe ich. RMAs dienen in erster Linie weder dazu dass der Kunde “glücklich” ist wenn was passiert noch dazu das Image aufzubessern. Sie können zwar dazu beitragen aber ist nicht deren primäre Zielsetzung. Dabei spielt es nicht die Rolle ob Qualitätssicherung selbst das Ziel der Kundenzufriedenheit hat.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ehe du mir ein "nicht richtig" an den Kopf wirfst, solltest du noch einmal kurz nachdenken, welchen Zweck Qualitätssicherung an sich hat und ob RMA direkt die Produkteigenschaften verbessert oder vielleicht doch eher neben der Qualitätssicherung dem gleichen großen, übergeordneten Zweck dient...
      • Von Bl4ckR4v3n Software-Overclocker(in)
        Sorry aber das ist nicht richtig. RMA Systeme dienen allen voran der Qualitätssicherung. Du erhältst ein Qualitätsversprechen und wenn das nicht eingehalten wird kriegst du ersatz. Manche nutzen kulante RMA oder lange Zeiträume auch für das Image aber am Ende gehts allen voran immer wieder nur darum, die Qualität sicherzustellen. Ein Kunde der garnicht erst durch den RMA-Prozess muss dürfte wesentlich glücklicher sein als jemand der einen Defekt erleben musste und erstmal den Händler/Hersteller Kontaktieren musste dass das Produkt ersetzt wird.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Der primäre Nutzen von Garantieleistungen sind ein besseres Image und ein zufriedener Kunde, der trotz der aufgetretenen Probleme ggf. noch einmal bei einem einkauft. Wie viel die RMA-Abwicklung in diesem Fall ersterem oder zweiterem zuträglich war, muss jeder selbst beurteilen und ob das Ergebnis in der Breite die Kosten für eine Austausch-CPU übersteigen oder nicht, werden Intels Pfennigfuchser durchrechnen müssen.

        Aber lass es mich mal so sagen: Leute, die in einem 14700K einen besonders großen Wert sehen, sind rar geworden.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk