Spezialtests zur Radeon VII: Effizienzgewinn durch Undervolting
Quelle: PC Games Hardware
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Spezialtests zur Radeon VII: Effizienzgewinn durch Undervolting

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AMD neigt zur Verabreichung hoher Spannungen bei seinen GPUs. An dieser Stelle sehen wir uns an, welche Effizienzverbesserungen Undervolting bei der Radeon VII bringt.

Radeon VII Spezialtests: Undervolting

Im Test der Radeon VII sind wir bereits auf die Leistungsaufnahme und das damit verbundene Tuning-Potenzial eingegangen. Mit dem Pressetreiber ist Overclocking noch nicht möglich, das Undervolting funktioniert jedoch bereits tadellos. Wir haben unser Sample der Radeon VII schrittweise optimiert und können angehenden Tunern versichern, dass hier mindestens genauso viel Spielraum wartet wie bei vorherigen Vega-Chips. Standardmäßig arbeitet unser Muster mit 1.075 Millivolt. Dieser Wert ist im BIOS und somit Wattman für den maximalen Powerstate von 1.802 MHz hinterlegt. Zwar lässt sich die tatsächliche Spannung unter Last derzeit mit keinem Tool auslesen oder gar protokollieren, wir haben jedoch Grund zur Annahme, dass es sich dabei erneut um einen Maximalwert handelt. Unter Volllast, stets im Powerlimit, wird die Spannung entsprechend gesenkt.

Auf dem Weg zum Optimum und einige Abstürze später landen wir bei 0,971 Volt - eine Reduktion von beinahe 100 Millivolt. Versuche mit 961 und 950 mV führten nach einiger Zeit unter Volllast zunächst zu Polygonflackern und anschließend zum Absturz unserer Testapplikation Anno 2070. Letzteres ist nach wie vor der PCGH-Watt-Worstcase, in Ultra HD erzeugt das Spiel auf jeder GPU die höchsten Temperaturwerte und provoziert eine Drosselung im Rahmen des Powerlimits. Dementsprechend deutlich sind die Auswirkungen der gesenkten Spannung. Im folgenden Verlauf haben wir die Karte zweimal zehn Minuten mit Anno malträtiert, einmal mit 1.075 und einmal mit 971 Millivolt. Die Protokollierung erfolgt mittels Radeon Overlay respektive deren Performance Metrics.

Wir erinnern uns: Die ASIC-Power der Radeon VII beträgt offiziell 250 Watt. Auf diesen Wert kommt unser Sample im Mittel relativ zuverlässig, wenngleich die Ströme unter Last stark schwanken. Die Peaks, welche mehr oder minder direkt das Netzteil belasten, nehmen deutlich ab, wenn die Spannung gesenkt wird. Unsere Karte bewältigt den Volllasttest nach dem Eingriff wesentlich effizienter, mit einer mittleren ASIC-Power von nur noch 214 Watt. Wichtig: Die ASIC-Power ist nicht zu verwechseln mit der Boardpower, sprich: Zu diesem in Tools auslesbaren Wert kommen noch die Posten für die übrige Platine, allen voran Wandlerverluste. Je nach Grafikkarte können gute 50 Watt zwischen dem einen und dem anderen Wert liegen - so auch bei der Radeon VII.

Der Boost steigt durch das Undervolting um gute 50 MHz. Während die Bildrate dementsprechend nur minimal zunimmt, sinkt der Verbrauch deutlich. Unser Messequipment bescheinigt der optimierten Karte eine Leistungsaufnahme von nur noch 259 Watt. Gegenüber dem Werkszustand mit 303 Watt entspricht das einer Ersparnis von beinahe 15 Prozent - bei höherer Leistung. Interessant ist die Lastverteilung des Radeon-VII-Referenzdesigns: Laut unseren Messungen wird der PCI-E-Slot stets mit höchstens 27 Watt belastet, während die Hauptenergie aus den zusätzlichen Stromsteckern vom Netzteil kommt. Hier sinkt die Last infolge des Undervoltings jeweils um rund zwei Ampere.

Passionierte Tuner dürften ihre helle Freude dabei haben, die Radeon VII manuell ans individuelle Limit zu tunen. PC Games Hardware wird sich das Tuning-Potenzial der neuen Grafikkarte in Kürze genauer ansehen, sobald Treiber und Tools alle Stellschrauben offenlegen.

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    • Kommentare (165)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Blackfirehawk
        das einzig interessante an den videos ist für mich der VRAM verbrauch...
        sollten das wirklich gleiche Settings sein genemigt sich die Radeon teilweise n ordentlichen Batzen mehr VRAM..

        im ersten Video sind 500mb keine seltenheit..
        im zweiten Video bei Battlefield 5... sind es bald 2 GB die die VII mehr frisst
        das dritte Video ist auch nicht besser...

        und nur strange brigade knackt auf der VII die 8 GB Vram.. auf der nvidia Karte sind es gerade mal 6gb...

        für mich ergibt sich hier nur die Erkentniss das Nvidia sowohl bei Pascal wie auch bei Touring bedeutend besseres Vram Management und Komprimierung beherrscht.. und zwar um bis zu 25-30%

        16gb vram sind zwar nett.. aber das hat iwas von.. wenn wir mehr verbrauchen vergrößern wir einfach den tank um genauso weit zu kommen wie die Konkurrenz
        Oder vielleicht, aber auch nur vielleicht, bedeutet intelligentes Speichermanagement nicht ''so wenig wie möglich''(Speicherplatz belegen) sondern ''soviel wie möglich''(Daten vorladen um mögliche Nachladezeiten zu minimieren).
        Soll heißen, hat man mehr Speicherplatz, kann man sich auf mehr Enventualitäten vorbereiten.
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