AMD Radeon VII im Test: Spezialbenchmarks mit 5K-Leistung, Compute, Tessellation und Undervolting

AMDs neue High-End-Grafikkarte Radeon VII stellte im ausführlichen PCGH-Test ihre Stärken und Schwächen unter Beweis. In diesem Artikel gehen wir einen Schritt weiter und beleuchten die Leistung abseits ausgetretener Pfade. Was leistet die Radeon VII in der 5K-Auflösung, beim GPU-Compute und klassischer DX11-Tessellation?

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AMD Radeon VII im Test: Spezialbenchmarks mit 5K-Leistung, Compute, Tessellation und Undervolting
Quelle: PC Games Hardware

AMDs neue Radeon VII hat bereits unzählige Messungen im PCGH-Testlabor hinter sich gebracht. Bei einem derart vielseitigen Produkt reicht ein Artikel aber nicht ansatzweise aus, um alle Facetten abzubilden. Aus diesem Grund haben wir einen Teil der Betrachtungen ausgelagert - in den vorliegenden Artikel, welcher sich Disziplinen abseits der bekannten großen "L" (Leistung, Lautheit, Leistungsaufnahme) widmet.

Nicht verpassen: Radeon VII im Test

Radeon VII Spezialtests: Battlefield 5, Resident Evil 2, Forza Horizon 4

Der PCGH-Leistungsindex mit seinen 21 Spielen bildet einen Querschnitt durch die Spielelandschaft ab. Doch so mancher Leser will keinen Mittelwert mit Ausreißern nach unten und oben, sondern ganz speziell die neuesten PC-Blockbuster. Diesem Ansinnen kommen wir hiermit nach: Das leistet die Radeon VII in den derzeit viel gespielten Titeln Battlefield 5, Resident Evil 2 (2019er-Remake) und Forza Horizon 4. Die Wertebasis entnehmen wir unseren zuvor durchgeführten Techniktests (siehe Verlinkung), die Radeon VII ergänzt das jeweilige Testfeld.

Battlefield 5 gehört zu den Paradedisziplinen der Radeon VII. Zwar ist die AMD-Speerspitze nicht in der Lage, Raytracing-Effekte mittels DXR darzustellen, rendert das Multiplayer-Spektakel mit klassischer Grafikdarstellung jedoch überdurchschnittlich schnell. Die hochoptimierte Frostbite-Engine lastet AMD-GPUs gut aus, sodass die Radeon VII an starken Varianten der Geforce RTX 2080 und GTX 1080 Ti vorbeiziehen kann - bereits in Full High Definition. Die Geforce RTX 2080 Ti und Titan RTX, beide wesentlich teurer als die Radeon VII, bleiben jedoch außer Reichweite.

Beinahe genauso gut sieht es in Resident Evil 2 aus. Hier kann sich die Radeon VII mit übertakteten Modellen der RTX 2080 und GTX 1080 Ti messen, zieht aber erst bei hohen Auflösungen hauchdünn an ihnen vorbei. Forza Horizon 4 läuft ebenfalls wie Butter auf der neuen AMD-Grafikkarte. Das ist angesichts früherer Benchmarks, welche Radeon-Chips eine überdurchschnittliche Performance bescheinigten, keine Überraschung.

Radeon VII Spezialtests: 5K-Leistung

16 GiByte Speicher mit 1 TByte/s Transferrate: Die Hardware der Radeon VII schreit geradezu danach, mit sinnvollen Daten beladen zu werden, um sie auszureizen. Wir haben uns daher angesehen, was sich jenseits von Ultra HD tut - 5K ist das Stichwort. Zwar fristen Monitore mit dieser enormen Auflösung (5.120 × 2.880 Pixel) nach wie vor ein Nischendasein, 5K ist jedoch auch mit üblichen Bildschirmen nutzbar, wenn Sie von Virtual Super Resolution (VSR; Radeon) respektive Dynamic Super Resolution (DSR; Geforce) Gebrauch machen. Das Bild wird dabei von der Grafikkarte intern in 5K erzeugt und anschließend auf die native Bildschirmauflösung heruntergerechnet, wobei Vollbildglättung (Supersampling) entsteht. Das funktioniert nicht auf Full-HD-Displays (dort gibt es maximal Ultra HD), aber mit WQHD- und UHD-Monitoren.

5K stellt jede GPU vor eine Herausforderung - sogar vor eine größere, als es zunächst den Anschein erweckt. Es gilt, rund 78 Prozent mehr Pixel als in Ultra HD zu bewältigen. Das führt nicht nur zu größerer Last für den Grafikchip, sondern auch auf den Datenbahnen zwischen ihm und dem Speicher. Die Bildpuffer nehmen bei 5K deutlich mehr Platz ein als bei Ultra HD, was in ungünstigen Fällen zu einem Speicherengpass führt. Wissenswert in diesem Kontext ist, dass die Buffer zu "echter", unumstößlicher Speicherbelegung führen. Texturen lassen sich dank moderner Streamingsysteme häppchenweise kopieren und ausblenden - auf Kosten der Bildqualität -, die Bildpuffer müssen hingegen stets im lokalen Speicher vorgehalten werden. Wohl dem, der über genügend Speicherplatz verfügt - ein praktischer Vorteil für die mit 16 rasanten GiByte bewehrte Radeon VII?

Weitere Informationen zu Streaming und den damit verbundenen Problemen haben wir im Test der Geforce RTX 2060 ausgebreitet. Eine umfassende Speicheranalyse befindet sich derzeit in der Mache. Weitere 5K-Benchmarks zum Vergleich finden Sie im PCGH-Plus-Artikel Grafikkartenkiller 5K: Praxistest mit 10 Spielen und 7 Geforce- und Radeon-Grafikkarten.

Zugegeben, die meisten unserer 5K-Tests laufen nicht wirklich flüssig, sind aber zumindest spielbar - und bildhübsch. Je feiner der Spielinhalt, desto eher zahlt sich eine hohe Bildauflösung aus. VSR hat dabei einen Qualitätsvorteil gegenüber DSR, da das Downfiltering aufwendiger erfolgt. Im Falle unseres Probanden, der Radeon VII, ist das eine doppelt nützliche Erkenntnis, denn die extreme Auflösung und Qualität verhilft ihr zu einer relativ besseren Platzierung. In vier der sieben Tests rendert sie schneller als Nvidias Geforce RTX 2080 Founders Edition. Letztere schlägt sich trotz des oft randvollen Speichers wacker; einzig in Wolfenstein 2 bekommt sie ernsthafte Probleme, da sie einige Daten aus dem Hauptspeicher kopieren muss. Dadurch verwandelt sich der in "normalen" Auflösungen vorherrschende Turing-Vorteil in einen Performance-Malus.

Wolfenstein 2 ist mit maximalen Details der größe Speicherkonsument der aktuellen Spielelandschaft. Inwiefern die kommenden 2019er-Spiele und darüber hinaus daran anschließen oder es im Schnitt zu effizienterer Speichernutzung kommt, steht in den Sternen. Fakt ist: Mit einer Radeon VII sind im Rahmen ihrer Lebenszeit keine Speicherengpässe zu befürchten, auch da sie kein (ebenfalls speicherfressendes) Raytracing in Hardware beherrscht.

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  1. Seite 1 Spezialtests zur Radeon VII: Weitere Spiele & 5K-Leistung
  2. Seite 2 Spezialtests zur Radeon VII: Compute-Leistung
  3. Seite 3 Spezialtests zur Radeon VII: Effizienzgewinn durch Undervolting
    • Kommentare (165)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Blackfirehawk
        das einzig interessante an den videos ist für mich der VRAM verbrauch...
        sollten das wirklich gleiche Settings sein genemigt sich die Radeon teilweise n ordentlichen Batzen mehr VRAM..

        im ersten Video sind 500mb keine seltenheit..
        im zweiten Video bei Battlefield 5... sind es bald 2 GB die die VII mehr frisst
        das dritte Video ist auch nicht besser...

        und nur strange brigade knackt auf der VII die 8 GB Vram.. auf der nvidia Karte sind es gerade mal 6gb...

        für mich ergibt sich hier nur die Erkentniss das Nvidia sowohl bei Pascal wie auch bei Touring bedeutend besseres Vram Management und Komprimierung beherrscht.. und zwar um bis zu 25-30%

        16gb vram sind zwar nett.. aber das hat iwas von.. wenn wir mehr verbrauchen vergrößern wir einfach den tank um genauso weit zu kommen wie die Konkurrenz
        Oder vielleicht, aber auch nur vielleicht, bedeutet intelligentes Speichermanagement nicht ''so wenig wie möglich''(Speicherplatz belegen) sondern ''soviel wie möglich''(Daten vorladen um mögliche Nachladezeiten zu minimieren).
        Soll heißen, hat man mehr Speicherplatz, kann man sich auf mehr Enventualitäten vorbereiten.
      Direkt zum Diskussionsende
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