Spezialtests zur Radeon VII: Compute-Leistung
Quelle: PC Games Hardware
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Spezialtests zur Radeon VII: Compute-Leistung

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Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit der Compute- und Tessellationsleistung der Radeon VII - die eine oder andere Überraschung im Gepäck.

Radeon VII Spezialtests: GPU-Compute

Compute, die Fähigkeit, den "Grafik"-Chip für allgemeine Berechnungen einzuspannen, ist seit mehr als einer Dekade möglich. Um die Rechenleistung abzurufen, sind verschiedene Schnittstellen verfügbar, wobei die verbreitetsten Nvidias CUDA und der Industriestandard OpenCL sind. Einige Programme unterstützen beides, andere nur eine der Schnittstellen. AMD bietet aus naheliegenden Gründen keinen Support für das proprietäre CUDA, sondern macht sich für OpenCL stark. Dementsprechend gut schneiden Radeon-GPUs in dafür optimierter Software ab - eine davon, Capture One, ist im regulären Grafikkarten-Leistungsindex vertreten. Im Folgenden haben wir zwei weitere Programme mit OpenCL-Support getestet.

Der Blender-Benchmark befindet sich im Beta-Status und ist ohne Modifikation nicht mit Turing-Grafikchips lauffähig, daher fehlt die Geforce RTX 2080 im diesem Test. Luxmark, welcher Raytracing-Kalkulationen vollzieht, zeigt hingegen deutliche Unterschiede zwischen den Architekturen auf. Die Radeon VII macht hier, analog zum Bildbarbeitungstool Capture One, eine herausragende Figur. Zwischen ihr und der Radeon RX Vega 64 LCE liegen mindestens 21 und bestenfalls 56 Prozent Abstand.

Werfen wir zum Abschluss des OpenCL-Ausflugs noch einen Blick auf das Systeminformations-/Analysetool AIDA64. Der dort enthaltene General Purpose Benchmark (GPGPU) untersucht diverse Disziplinen, vom Speicherdurchsatz bis hin zu doppeltgenauen Berechnungen. Hier stoßen wir auf eine Überraschung: Die Radeon VII bewältigt die DP-/FP64-Tests schneller als erwartet - doppelt so schnell, um genau zu sein. In der originalen Präsentation der Radeon VII nennt AMD ein FP32:FP64-Verhältnis von 8:1, doch AIDA64 bescheinigt satte 3,37 TFLOPS und somit das Verhältnis 4:1. Eine Nachfrage bei AMD bestätigt, dass das einer gewollten Änderung entspricht, die im BIOS beziehungsweise Treiber vorgenommen wurde. Die erhöhte DP-Rechenleistung sei eine Folge des Kunden- und Community-Feedbacks.

Radeon VII Spezialtests: Tessellation

Tessellation erlaubt es, Polygone effizient auf dem Grafkchip in viele kleinere Dreiecke zu zerlegen. Die Alternative wäre, konsequent mit deutlich polygonlastigeren Modellen zu arbeiten, was jedoch primär aus Performance-Gründen (Datenverkehr) vermieden wird. Seit der Einführung von DirectX 11 vor einigen Jahren wurde es wesentlich ruhiger um Tessellation, wenngleich das Feature mittlerweile fest in modernen Engines und somit Spielen etabliert ist. Im Folgenden sehen wir uns an, wie es um die Zerlegungsleistung der Radeon VII bestellt ist. Der Test stammt aus dem DirectX Software Development Kit, wird von PC Games Hardware seit Jahren bei Grafikchipanalysen verwendet und ist bewusst synthetisch: Er legt alleinigen Fokus auf die Tessellationsleistung, wohingegen Spiele durch erweitertes Shading andere Limits erzeugen. Der Vorteil des Sub-D-Tests ist, dass sich der Unterteilungsfaktor von 1 (keine Tessellation) bis 64 (maximale Tessellation) feinkönrig einstellen lässt. Die Ergebnisse:
Radeon VII: Tessellation Performance Quelle: PC Games Hardware Radeon VII: Tessellation Performance

Seit Jahren, um genau zu sein seit Nvidias 2010 veröffentlichter Fermi-Architektur, dominieren Nvidia-GPUs diese Disziplin. Dass AMD der Tessellation keine hohe Bedeutung beimisst, wird von Vega 20 unterstrichen - er macht keine Fortschritte. Interessant ist die Performance-Charakteristik der Radeon VII gegenüber der RX Vega 64 Liquid-Cooled Edition: Bis einschließlich der Stufe 7 liegt Vega 20 um circa zehn Prozent in Führung, ab dem Unterteilungsfaktor 8 übernimmt der flüssig gekühlte Vega 10 konsequent das Zepter. Da alles innerhalb der GPU abläuft, kann Vega 20 seinen Trumpf, die sehr hohe Speichertransferrate, im diesem Test nicht ausspielen. Die Turing-GPUs sind ab dem Unterteilungsfaktor 16 um mehreren Faktoren überlegen. Bei maximaler Qualität, Faktor 64, erzeugt eine RTX 2080 Ti genau dreimal so viele Fps wie eine Radeon VII. Solch hohe Faktoren kommen in Spielen wegen ihres kaum sichtbaren optischen Gewinns allerdings selten zum Einsatz.

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    • Kommentare (165)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schinken BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Blackfirehawk
        das einzig interessante an den videos ist für mich der VRAM verbrauch...
        sollten das wirklich gleiche Settings sein genemigt sich die Radeon teilweise n ordentlichen Batzen mehr VRAM..

        im ersten Video sind 500mb keine seltenheit..
        im zweiten Video bei Battlefield 5... sind es bald 2 GB die die VII mehr frisst
        das dritte Video ist auch nicht besser...

        und nur strange brigade knackt auf der VII die 8 GB Vram.. auf der nvidia Karte sind es gerade mal 6gb...

        für mich ergibt sich hier nur die Erkentniss das Nvidia sowohl bei Pascal wie auch bei Touring bedeutend besseres Vram Management und Komprimierung beherrscht.. und zwar um bis zu 25-30%

        16gb vram sind zwar nett.. aber das hat iwas von.. wenn wir mehr verbrauchen vergrößern wir einfach den tank um genauso weit zu kommen wie die Konkurrenz
        Oder vielleicht, aber auch nur vielleicht, bedeutet intelligentes Speichermanagement nicht ''so wenig wie möglich''(Speicherplatz belegen) sondern ''soviel wie möglich''(Daten vorladen um mögliche Nachladezeiten zu minimieren).
        Soll heißen, hat man mehr Speicherplatz, kann man sich auf mehr Enventualitäten vorbereiten.
      Direkt zum Diskussionsende
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