AMD Radeon RX Vega: Powercolor Red Devil und Gigabyte Gaming OC [Update]
Powercolor hat die Radeon RX Vega 64 Red Devil und die kleine 56er-Schwester offiziell veröffentlicht, Gigabyte immerhin die Produktseite zur RX Vega 64 Gaming OC live genommen. Mindfactory möchte das Powercolor-Topmodell ab Anfang Dezember ausliefern, wobei der Vorbestellerpreis in Höhe von 559 Euro durchaus vertretbar erscheint.
Update vom 30.11.17:
Viele Exemplare der Radeon RX Vega 64 Red Devil gab es wohl nicht. Mindfactory hat laut eigenen Angaben nicht einmal 40 Stück verkauft und die Vorbestelleroption bereits entfernt. Immerhin: Im Gegensatz zu den gefragten Standalone-Versionen der Vega-Air-Referenzdesigns bleibt die Shop-Seite zum Powercolor-Custom-Design online, sodass man sich eine Erinnerung einstellen kann, wenn die Grafikkarte wieder verfügbar ist.
Originalartikel vom 29.11.17:
In die Custom-Designs zu AMDs Radeon-RX-Vega-Serie kommt weiter Bewegung. Mit Powercolor hat der erste Boardpartner seine Modelle veröffentlicht - der Hersteller hat eine Pressemitteilung zu den Red-Devil-Modellen verschickt und diese in die Produktseite eingepflegt. Die groben Daten wurden bereits im Vorfeld bekannt, werden nun aber ganz offiziell bestätigt. Das Custom-Design fällt ausladend wie schon lange keine andere Grafikkarte mehr aus. Bei einer Länge von 316 mm belegen die RX Vega 64 Red Devil und RX Vega 56 Red Devil drei komplette Steckplätze. Entsprechend viel Kühlfläche bringt die Lösung mit sich, die von drei 90-mm-Ventilatoren belüftet wird.
Die Kollegen von computerbase.de konnten das 64er-Modell bereits testen und bescheinigen ihm einen leisen Betrieb, wenn man das Silent-BIOS mit einem GPU-Powerlimit von 220 Watt (zuzüglich HBM2 und Wandlerverluste) einstellt. Bei einem GPU-Temperaturlimit von 80 °C arbeitet die RX Vega 64 Red Devil unter Last leise und stellt die Lüfter im Leerlauf komplett ab. Die Vega-10-GPU takten in Spielen dann zwar nur mit rund 1.400 MHz, im OC-BIOS mit 260 Watt GPU-Powerlimit sind es mit deutlich lauterer Geräuschkulisse allerdings auch selten 1.500 MHz.
Mindfactory listet die Radeon RX Vega 64 Red Devil bereits für 559 Euro und geht von einer Auslieferung ab dem 08. Dezember aus - spannend wird, welche Stückzahlen Deutschland abbekommt. Der Preis kann sich für den Hardware-Aufwand durchaus sehen lassen. AMDs Air-Referenzdesign war immer wieder für circa 500 Euro zu haben, wohingegen die Liquid Cooled Edition mit AiO-Wasserkühlung weit über 600 Euro kostet. Im Falle der direkt konkurrierenden Geforce GTX 1080 beginnen die günstigsten Custom-Designs bei 500 bis 550 Euro. Die Asus ROG RX Vega 64 Strix lässt sich übrigens bei Proshop finden, der allerdings noch teure 800 Euro aufruft. Die Auslieferung soll dort am 12. Dezember beginnen.
Im Falle von Gigabyte gibt es jetzt immerhin eine Produktseite zur Radeon RX Vega 64 Gaming OC, was für eine baldige Ankündigung spricht. Was einst eine Aorus-Grafikkarte werden sollte, wurde angeblich aufgrund der mangelnden OC-Freudigkeit zur Gaming OC degradiert. Mit einer Länge von knapp 274 mm handelt es sich um das bislang kürzeste Vega-Custom-Design. Auch Gigabyte baut AMDs Referenzplatine mit sechs gedoppelten VRM-Phasen für die GPU sowie einer für den HBM2 nach und setzt auf einen fast drei Steckplätze dicken Kühler. Die Belüftung übernehmen zwei 100-mm-Ventilatoren. Mit einem nominellen Boost von 1.560 MHz fallen die Taktraten auf dem Papier konservativ aus. Auf den Produktbildern ist ein BIOS-Schalter zu sehen.

Prinzipiell ist es richtig, dass der Markt und damit die Vielfalt bei AMD geringer ist als bei nV. Ich hab ja nicht das Gegenteil behauptet. Aber man muss eben noch tiefer schauen.
Nehmen wir mal MSI. Bei der 290X gab es noch eine Lightning. Bei der RX480 immerhin 2 Modelle (plus 4GB/8GB und OC).
Bei Fiji keine Custom und bei Vega 10 hat man bisher auch nix gesehen.
Also ist an meinen Argumenten vllt doch nicht nur Humbug dran.
Ich sehe einfach keinen Bedarf an massig mehr Modellen bei AMD, bei Nvidia schreien die Leute danach und sind bereit ordentlich Geld abzudrücken für dicke Kühler und schöner leuchten, auch wenn die GPU darunter kein MHz schneller ist als bei den günstigeren Modellen (unter Luft).
Wo sind die AMD-Enthusiasten hin, die nach so was brüllen und die Hersteller herausfordern?
Bei Nvidia scheint das auch zu klappen, wobei MSI aktuell mit der Lightning da auch nicht so superschnell dabei war.
Ich weiss auch nicht, warum wir gegen einander diskutieren. Einzeln betrachtet liegts du ja nicht falsch mit deinen Punkten. Aber im Grunde hast du ja meiner Ursprungsaussage bereits zugestimmt.
Und wenn die Fertigung mehr Kosten verursacht weil sie einfach komplizierter ist, werden die Kosten auf das Endprodukt umgeladen, wohin den sonst?
Prinzipiell ist es richtig, dass der Markt und damit die Vielfalt bei AMD geringer ist als bei nV. Ich hab ja nicht das Gegenteil behauptet. Aber man muss eben noch tiefer schauen.
Nehmen wir mal MSI. Bei der 290X gab es noch eine Lightning. Bei der RX480 immerhin 2 Modelle (plus 4GB/8GB und OC).
Bei Fiji keine Custom und bei Vega 10 hat man bisher auch nix gesehen.
Also ist an meinen Argumenten vllt doch nicht nur Humbug dran.
Was denkste wie das bei anderen Herstellern aussieht? z.B. im Automobil-Bereich wo mittlerweile sehr viele Teile für mehrere Modelle benutzt werden. Da werden entsprechend Teile angefertigt die passen, auch wenns nur Millimeter sind, was muss das muss.
Wird auch hier so laufen. Es ist kein zu großer Aufwand die Kühler leicht anzupassen und die Fertigung so einzustellen das die passenden Chips auch passende Kühler draufbekommen. Klappt bei Motherboards ja auch, die Hersteller sind da erfahren, ist kein Thema.
...
so, das waren dann mal meine two cent für heute.
Davon ab, die Energieeinsparung kommt vorallem vom Controller, der in der GPU sitzt und nicht von den Modulen selbst.
Die werden sich nach dem EVGA-Skandal definitiv KEINE WLP-Experimente leisten, nicht bei so heißen Karten.
Kannst ja mal bei PCPartner anfragen, wieviele Kühlerversionen es für die Referenz gibt.
Der einzige Grund warum sich das bei Vega nicht lohnt ist einfach: HBM verbraucht nur 20W. Ob ich jetzt 40µm oder 1µm Wärmeleitpaste auftrage spielt kaum eine Rolle.
GDDR5 Chips werden mit ab 0,5 mm dicken Wärmeleitpads zwischen Kühler und Chips gekühlt. Das hat bis jetzt auch noch niemanden gestört.
Und man darf nicht unterschätzen, dass der HBM direkt neben der GPU sitzt. Da streut die Hitze, weshalb der Speicher gut heiss wird.
Davon ab, die Energieeinsparung kommt vorallem vom Controller, der in der GPU sitzt und nicht von den Modulen selbst.