Radeon RX 6700 XT im Test: Fazit und Empfehlungen
Auf der letzten Seite unseres Tests zur Radeon RX 6700 XT ziehen wir ein Fazit: Wie gut ist die neue Gaming-Grafikkarte von AMD?
In diesem Artikel
- Seite 1 Radeon RX 6700 XT im Test: Hallo, Navi 22!
- Seite 2 Radeon RX 6700 XT im Test: Technik-Details
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Seite 3
Radeon RX 6700 XT im Test: Benchmarks & Index
- 3.1 Testsystem 2021
-
3.2
Radeon RX 6700 XT im Test: Spiele-Benchmarks
- 3.2.1 Anno 1800
- 3.2.2 Assassin's Creed Valhalla
- 3.2.3 Battlefield 5
- 3.2.4 Borderlands 3
- 3.2.5 Call of Duty Warzone
- 3.2.6 Control
- 3.2.7 Crysis Remastered
- 3.2.8 Cyberpunk 2077
- 3.2.9 Desperados 3
- 3.2.10 Doom Eternal Ancient Gods
- 3.2.11 F1 2020
- 3.2.12 Forza Horizon 4
- 3.2.13 Greedfall
- 3.2.14 Hitman 3
- 3.2.15 Horizon Zero Dawn
- 3.2.16 Metro Exodus
- 3.2.17 Red Dead Redemption 2
- 3.2.18 Resident Evil 3
- 3.2.19 Serious Sam 4
- 3.2.20 The Witcher 3
- 3.3 Radeon RX 6700 XT im Test: Auswertung & Leistungsindex
- Seite 4 Radeon RX 6700 XT im Test: Kühlung, Lautheit, Verbrauch, Effizienz
- Seite 5 Radeon RX 6700 XT im Test: Fazit und Empfehlungen
- Seite 6 Bildergalerie
Mit der Radeon RX 6700 XT bringt AMD seine RDNA-2-Architektur nun auch in den Preisbereich unter 500 Euro. Der Verkaufsstart am 18.03. wird zeigen, inwiefern die unverbindliche Preisempfehlung zu verbindlichen Preisverfehlungen führen wird. Die Grafikkarten-Launches der jüngeren Vergangenheit lehren uns, dass Angebote zum offiziellen Verkaufspreis leider die Ausnahme darstellen werden. Doch diese Diskussion wird dem Produkt Radeon RX 6700 XT nicht gerecht, welches für einen bestimmten Preispunkt und ein spezielles Leistungssegment entwickelt wurde. Flüssiges WQHD-Gaming und mindestens 60 Fps beim Raytracing in Full HD standen auf AMDs Agenda - und dieses Ziel erfüllt die Radeon RX 6700 XT insgesamt.
Die Unterscheidung zwischen Raster- und Raytracing-Spielen ist in dieser Generation wichtig, denn während die Radeon RX 6700 XT bei konventionellen Spielen ohne Strahlenberechnung tadellos performt, hat sie bei so manchem Raytracing-Workload ihre Probleme - Probleme, die bei einem Produkt der ersten Generation völlig normal sind. Nvidia ist mit seinen Ampere-GPUs bereits einen Schritt weiter, RTX 30 entspricht der zweiten Geforce-Generation mit Raytracing-Einheiten und macht sichtbare Schritte auf diesem Gebiet. Vergleicht man die Kontrahenten bei nativer Auflösung mit maximaler Raytracing-Qualität in Full HD, erzielen sie allesamt spielbare, aber keineswegs durchweg sorgenfreie Bildraten. Der Wechsel auf WQHD fördert schließlich ausgewachsene Sorgen zutage, hier laufen nur die wenigsten Spiele wirklich rund. Hier schüttelt Nvidia sein Ass aus dem Ärmel: DLSS-Upscaling. Anfangs berechtigterweise belächelt, mauserte sich das Verfahren zu einem echten Mehrwert, der Raytracing mit spielbaren Bildraten ermöglicht. AMDs Antwort namens FidelityFX Super Resolution steht nach wie vor aus. Die Entwicklung schreite gut voran, so AMD, vorzeigbar ist jedoch bis heute nichts. Dieser Mangel schränkt die Raytracing-Nutzbarkeit auf einer Radeon RX 6700 XT deutlich ein.
Doch nicht jeder PC-Spieler ist bereits von der Zukunft der Grafik überzeugt - angesichts von rund zehn wirklich sehenswerten Raytracing-Titeln am PC ist das nicht verwunderlich. Somit steht die Leistung bei "traditioneller" Grafikausgabe im Fokus der meisten Aufrüster. Hier liefert AMD eine starke Aufrüstoption für Besitzer älterer Grafikkarten. Wer beispielsweise ein Modell vom Schlage Radeon RX Vega 56 oder Geforce GTX 1070 nutzt, erhält durch den Wechsel beinahe die doppelte Leistung - bei vergleichbarer Leistungsaufnahme, die alten Netzteile können folglich mit großer Wahrscheinlichkeit weiterverwendet werden. Des Weiteren liefert AMD seine Radeon RX 6700 XT mit einem gewichtigen Argument für alle aus, die seit 2016 oder 2017 eine Grafikkarte mit 8 GiByte nutzen und mit Nvidias modernen Offerten hadern: 12 GiByte Speicherkapazität. Das ist im Radeon-Portfolio ein Novum und passt perfekt zu einer Grafikkarte, die auch in zwei bis drei Jahren noch ohne große Kompromisse bei der Texturqualität funktionieren soll. Wir sprechen hier immerhin von einer Grafikkarte, die eine Titan X (Pascal) um rund 20 Prozent schlägt. Das genannte Nvidia-Modell erschien Mitte 2016 mit 12 GiByte und hält sich, ebenso wie ihre kleine Schwester namens Geforce GTX 1080 Ti, hervorragend.
Radeon RX 6700 XT im Test: tl;dr
Lange Rede, kurzer Sinn: Wer Raytracing schon jetzt flüssig nutzen möchte, greift zu einer Geforce RTX 3060 Ti oder RTX 3070. Wer die Entwicklung noch etwas verfolgen möchte, ohne sich voll ins Getümmel zu stürzen, macht hingegen mit der Radeon RX 6700 XT nichts falsch. Sie ist angenehm schnell, wird mit aktivem SAM noch ein wenig schneller, basiert auf der gleichen Hardware wie die neuen Konsolen und wird über kurz oder lang davon profitieren. Welches Modell in einigen Jahren besser dasteht, ist derzeit ungewiss - wir werden's zeitnah untersuchen.

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Das zieht sich "neuerdings" etwas, da die jetzt so einen virtuellen Warteraum zwischenschalten.