Radeon RX 6500 XT: Mehr als 4 GiByte für AMD eine Option
Nur 4 GiByte und ein abgespecktes PCI-Express-Interface: AMD musste für die Radeon RX 6500 XT viel Kritik einstecken. Immerhin kann sich AMD vorstellen, auch Exemplare mit einem größeren Speicherpool auf den Markt zu bringen. Das Zitat ist zwar schon älter, macht aber erst jetzt die Runde.
Die allgemeine, durch Corona-Maßnahmen bedingte Chipknappheit, Scalper an allen Orten und obendrein ein Mining-Boom: Ohne derartige Widrigkeiten hätte die Radeon RX 6500 XT in der abgelieferten Form wohl nie das Licht der Welt erblickt. Die verbaute Navi-24-XT-GPU ist dabei im Einsteigerbereich gar nicht mal unspannend. Nur lassen all die Kompromisse, welche die Radeon RX 6500 XT für Miner uninteressant machen sollen, der Grafikkarte auch in Games nur wenig Entfaltungsraum. Interessanterweise stellte AMD aber schon vor dem offiziellen Launch Konfigurationen mit mehr als 4 GiByte Grafikspeicher in Aussicht.
An dieser Stelle bezieht sich unsere News ausnahmsweise auf keine Neuigkeit, sondern auf eine Stellungnahme vom 6. Januar 2022, die aber damals unterging. Damals stand AMDs Frank Azor dem Youtube-Kanal "Hot Hardware" im Rahmen der CES 2022 für einen Dialog zur Verfügung und da kam eben auch besagte Radeon RX 6500 XT auf die Tagesordnung. Bisher unbeachtet und erst jetzt via Twitter die Runde machend blieb, dass für Azor 4 GiByte Speicher nicht in Stein gemeißelt sind. Nach circa 45 Minuten und 35 Sekunden sagt er: "Geht nicht davon aus, dass 4 Gigabyte die einzige Speicherkonfiguration sein wird, die es für die Radeon RX 6500 XT jemals geben wird."
Diese Aussage beißt sich auf den ersten Blick zwar mit dem Argument, die Grafikkarte fürs Mining möglichst unattraktiv zu gestalten. Letztlich sollte aber schon die reine Mining-Leistung die Radeon RX 6500 XT nicht zur ersten Wahl für Schürfer virtueller Währungen machen, sodass auch eine Radeon RX 6500 XT mit 8 GiByte Speicher vorrangig an Spieler gehen könnte. Inwieweit eine 8-GiByte-Variante noch eine Option darstellt, wird man wohl oder übel abwarten müssen. Dass sich AMD gerade jetzt, mit harscher Kritik an allen Fronten, zu einem Upgrade genötigt sieht, scheint durchaus möglich. Nur ist es - Stand jetzt - nicht offiziell bekannt. Spannend würde neben den Leistungswerten vor allem sein, inwieweit AMD sich von den auf dem Papier aufgerufenen 209 Euro bei einem größeren Speicherpool entfernen müsste.
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Mit dem abgespeckten PCI-Express-Interface und nur 4 GiByte Speicher geht der aktuellen Ausbaustufe der Radeon RX 6500 XT viel zu früh die Luft aus. In unserem Review schrieben wir unter anderem: "Die Radeon RX 6500 XT soll günstiges und flüssiges Full-HD-Gaming bei mittleren bis hohen Details ermöglichen. Wie sich im Test herausstellt, ist das im Sinne einer Warnung zutreffend - maximale Details sind in den allermeisten Spielen zu viel für die RX 6500 XT." Mehr Details erfahren Sie in unserem Test und im Low-Quality-Special zur Grafikkarte.
Quelle: Twitter, Hot Hardware, via 3D Center


Bei der nächsten Generation wird die UVP mit Sicherheit höher ausfallen, AMD und Nvidia wollen schließlich auch was von dem kryptohype abhaben. Ob dann immer noch alle nach der UVP schreien?
Und sollte der Markt es fordern oder hergeben, warum nicht?
AMD hätte aber gut daran getan die 6500XT als Non-XT zu vermarkten, damit es leistungstechnisch auch besser ins ganze Portfolio neuer und alter Karten passt.
Die wird es aber so oder wohl noch geben, weniger Takt würde viel Strom sparen.
Einfach nur weniger Shader geht natürlich auch, aber ist dann trotzdem ein Schluckspecht vor dem Herrn.
Die 100 Watt sind einfach viel zu viel, wenn man die Effizienz der 6600 sieht, die bei doppelt so großer Chipfläche gerade einmal etwas mehr Strom aus dem Steckplatz zieht.
Und die RX6500X wird sicher nicht schneller als die 3050 sein. Muss sie auch nicht.