Radeon RX 6500 XT und die Aussage "4GB VRAM is not enough for games" in 3 Akten
Das Internet vergisst nichts, auch nicht AMDs Bemerkung "4GB VRAM is not enough for games" - das kollidiert mit dem Launch der Radeon RX 6500 XT. Eine Aufführung in drei Akten.
Es begab sich zu einer Zeit, da startete die RDNA-2-Architektur von AMD mit dem Bonus, dass sie beim Speicher stets die bessere Wahl ist. Die Karten wurden in der Regel mit 8 oder 16 GiByte angeboten, was im Vergleich zum Wettbewerb das attraktivere Ausstattungsmerkmal ist.
Akt 1: Was sich neckt...
Das wusste auch das Marketing bei AMD und so warb man in einem Blog mit "4GB VRAM is not enough for games". Man hat ein wenig den Mitbewerber geneckt, das eigene Produkt gelobt und da die Aussage auch nicht generell falsch ist, nehmen nur wenige Notiz. Die Welt ist in Ordnung, das Internet zufrieden. Jeder geht seiner Wege. Bis zum Auftritt der Radeon RX 6500 XT (Test).
Akt 2: Die ist uns zugelaufen
Da ändert sich die Situation, denn AMD stattet die Karte mit 4 GiByte Speicher aus und setzt auch andernorts den Rotstift an. So sehr, dass der Speicher eigentlich nicht mal allein der ausschlaggebende Punkt ist. Aus unserem Test: "Die Kombination aus lediglich 4 GiByte Speicher und dem abgespeckten PCI-Express-Interface machen es somit schwer, die Radeon RX 6500 XT als ernsthafte Gaming-Grafikkarte respektive Alternative zu Gebrauchtware zu empfehlen."
Das ahnte man wohl auch in Sunnyvale; das AMD-Marketing ist auf Zack und entfernt den Blogeintrag. Dafür muss es Lob geben, denn andernorts hätte man längst vergessen, was man noch vor ein paar Tagen erzählt hat, geschweige denn vor mehreren Wochen. Nicht vergessen hat aber auch das Internet und dem fällt auf, dass AMD die Aussage kommentarlos von der Seite verschwinden lässt. Mindestens die Häme muss man sich nun gefallen lassen; manche sind emotional mehr investiert und im Internet Jahrgang 2022 kann so was schnell überkochen.
Zumal sich AMD auch etwas ungeschickt angestellt hat: Radeon Vice President Laura Smith kommentierte bei der Präsentation: "[...] die vier Gigabyte Speicher sind eine wirklich gute Größe für die meisten Triple-A-Spiele, [...]". Dem würde manch einer wohl widersprechen - wir lassen Raff "Speicher kann man nie genug haben" Vötter heute mal angeleint. Produkte wie die Radeon RX 6500 XT sind daher auch immer ein Risiko. Nicht bei ihrer Zielgruppe, die sich um so Details nicht schert, sondern bei den Enthusiasten, die das zwar nicht kaufen, aber durchaus registrieren und den Digital-Mob muss man nun besänftigen.
Akt 3: Alles auf Anfang
Das AMD-Team ist wieder auf Zack und ahnt, dass man hier möglicherweise die falsche Leitung punktiert hat. Einmal mehr Lob, ein Pflaster darauf und alles ist gut. Der Blog-Eintrag, der uns nun schon mehr unterhalten hat als einst, ist wieder online. Wahrscheinlich etwas zu spät, um allen Schaden abzuwenden. Ein paar Kratzer in der Außenhaut sind es wohl geworden. Eigentlich ist die Sache keine große Nummer, aber es hinterlässt den schon erwähnten faden Beigeschmack - gerade bei den Enthusiasten, die beide Wettstreiter an die Marke binden wollen und die viel Geld für Grafikkarten ausgeben.
Nvidia ist ein anschauliches Beispiel: Da hat man sich über lange Zeit einen verhältnismäßig guten Ruf im Querschnitt aufgebaut, dem auch der Stunt mit der Geforce GTX 970 und ihren 3,5 Gigabyte Speicher nur temporär etwas anhaben konnte. So ein Ruf kann wichtig sein, um Schlechtwetterlagen zu überstehen, man muss ihn aber behüten. Unnötige Ausflüge wie der von AMD heute helfen nicht dabei. Ein Drama dürfte (und sollte) es nicht mehr werden, aber ein nettes Exempel in der modernen Kommunikationswissenschaft.
Epilog: Die flache Lernkurve
Denn fairerweise muss man sagen: Andere Firmen machen solche Kommunikationsfehler auch. Die Lernkurve bei Internet-Marketing ist auch nach 53 Jahren (bzw. wohlwollenden 33 Jahren) insbesondere bei Großkonzernen erstaunlich flach. Fast schon legendär ist, wie Samsung Electronics über die LG-OLED-Technik für Fernseher herzog. Daraus soll, wie Medien berichten, ein interner Machtkampf geworden sein, weil Samsung Display mit den QD-OLED-Panels auf den Markt will, die so gar nicht zu den bisherigen Werbeaussagen des Marketings beim Mutterkonzern passen. Daraus sicherlich auch folgend kommen die ersten verbauten QD-OLED-Panels über Sony auf den Markt. Keine Pointe.
Quellen: via Kit Guru

die wäre mir nicht mal den obligatorischen fuffi wert da sie mehr oder weniger zu nichts zu gebrauchen ist.
Für mich ändert sich ja nix
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Verstehe das mimimi hier nicht:
Man kann halt nur 2 Monitore drann hängen! - Nutzt Du mehr?
Sie ist nichts fürs VideoEncoding! - Nutzt Du das?
Ich hab auch eine 6600 XT hier und die schnurrt brav vor sich hin - Sowohl unter Linux, als auch unter Windows 10.
Hattest du die Nvidia Treiber per DDU deinstalliert?
Die zicken nämlich ganz übel, wenn die nicht sauber runter sind und eine AMD Karte eingebaut wird.
Wenn du später wieder eine Nvidia Karte installierst, merkst du natürlich nichts mehr zicken.
AMD Chipsatz (ASUS), Realtek Audio und Ethernet (ASUS), Samsung 970 Evo Plus NVMe und eben halt den neuesten AMD WHQL-Treiber,
ich installiere nie Beta-Treiber,
mein PC ist ein reiner Gaming-PC (wo immer nur 1 Spiel z.Z. installiert ist) und natürlich für Office-Anwendungen gedacht ist.
War ja nur ein kurzer Ausrutscher ins AMD-Grafikkartenlager, egal ob Treiberprobleme oder nicht,
früher oder später wäre eh die MSI RTX 3060 Ti Gaming X im Rechner gelandet, von daher hat sich die Problematik eh erledigt.
ps, wenn man sich den prozentualen Anteil der Nvidia-Karten im vergleich zu AMD-Grafikkarten und das schon seit Jahren ansieht, braucht man nicht lange überlegen.
ps.ps. zur Verteidigung von AMD muss ich sagen, das mein erste Grafikkarte (2011) eine Sapphire HD5850 Vapor-X war, mit der gab es keine Probleme, leise, kühl und genug leistung, wie ich es mag.
Ab den HD 4850er Treibern gab es keine Probleme mehr.
Ansonsten half immer der Omega-Treiber (auch für die Voodoo), aber der macht schon lange nichts mehr.