Auf der zweiten Seite unseres Tests der Radeon RX 5700 (XT) geht es um die Benchmark-Ergebnisse und den GPU-Leistungsindex.
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Radeon RX 5700 (XT) im Test: Benchmarks/Leistung
Genug der Theorie, kommen wir endlich zur geliebten Balken-Praxis. Wie schlagen sich die Radeon RX 5700 XT und Radeon RX 5700 mit der neuen RDNA-Architektur in der Spiele-Praxis? Das überprüfen wir anhand des brandneuen PCGH-Grafikkarten-Parcours 2019+.
In diesem Online-Test präsentieren wir Ihnen die Leistungsdaten aller 20 Test-Spiele in den nunmehr vier Test-Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD.
Selbstverständlich dürfen dabei Vergleichskarten nicht fehlen, sodass wir das Testfeld sowohl mit den Vorgänger-Grafikkarten als auch diversen Modellen von Nvidia und älterer Jahrgänge ergänzen. Am Ende wartet der neue PCGH-Leistungsindex auf Sie, welcher wie gehabt Referenzkarten untereinander zeigt. Dabei gibt es nur eines zu beachten: Wir bilden die Gesamtleistung ab, nicht aber die Einzelindizes der vier Auflösungen. Diese finden Sie in der kommenden PCGH 09/2019, zusammen mit weiteren Testkarten. Weitere Informationen zu den dynamischen PCGH-Online-Benchmarks liefert das folgende Video.
Beachten Sie bitte, dass wir alle Benchmarks mit frischen Treibern, der aktuellen Windows-10-Version 1903 und aktuellen Spielversionen erstellt haben. Die Daten sind folglich direkt am Puls der Zeit und repräsentieren die Grafikkartenleistung in modernen Spielen. Falls Sie Fragen und Anmerkungen zu den Benchmarks, dem Ablauf oder der Auswahl haben, stellen Sie diese bitte im oben verlinkten Artikel.
Radeon RX 5700 (XT) im Test: Auswertung & Leistungsindex
20 Spiele in 4 Auflösungen, das muss man erst einmal verarbeiten. Da wir nicht viel davon halten, Ihnen die Platzierungen in jedem einzelnen Spiel vorzulesen, beschränken wir uns auf die interessantesten Fälle und möchten Sie dazu motivieren, munter in den Benchmarks umherzuklicken und dabei auch unerwünschte Vergleichsmodelle abzuwählen - für maximale Übersicht. Grundsätzlich kann man sagen, dass Navi überall brilliert, außer in den Spielen, bei denen schon Vega gut performt (u. a. Battlefield 5, Far Cry New Dawn und Forza Horizon 4), dort schneidet der Neuling "nur" gut ab. Beachten Sie dazu bitte den folgenden Abschnitt zum Treiber!
Die Radeon RX 5700 XT und Radeon RX 5700 landen fast immer dort, wo AMD sie im Vorfeld angekündigt hat: Vor der Geforce RTX 2070 respektive vor der Geforce RTX 2060. Die jeweiligen Super-Refreshes der Nvidia-Karten machen eine bessere Figur und zumindest gegen die RTX 2070S ist kein AMD-Kraut gewachsen - sieht man von der Radeon VII ab. Letztere ist der Navi ist im Vergleich mit Vega signifikant effizienter.
interessanteste Kandidat im AMD-Portfolio für Vergleiche mit den Navi-Modellen, denn sie erreicht vergleichbare Taktraten. Setzt man die Anzahl der verfügbaren Rechenwerke in Relation zur praktischen Leistung, kann man nur wiederholen: Vega-Grafikkarten haben dramatische Auslastungsprobleme, pro Einheit kommt zu wenig rum. Das wird nun nicht mehr nur beim Vergleich mit Nvidia-Grafikkarten deutlich, sondern auch anhand von Navi. Letzterer ist im Vergleich mit Vega signifikant effizienter. Verrechnet man all diese Daten, ergibt sich der frische PCGH-Leistungsindex 2019+ mit den folgenden Platzierungen:
Die Radeon RX 5700 XT platziert sich insgesamt auf dem Niveau einer werkseitig übertakteten Geforce RTX 2070 (wie die getestete Founders Edition eine ist). Die Radeon RX 5700 gelingt indes eine Punktlandung auf der Radeon RX Vega 64; beide sind schneller als die Geforce RTX 2060, aber langsamer als die RTX 2060 Super.
Test-Treiber im Beta-Status
Die Gesamtleistung der Navi-Grafikkarten wird derzeit noch von Kinderkrankheiten torpediert, welche im Review-Treiber stecken. Zusammen mit den Samples erhielt die Presse eine Radeon Software Adrenalin 19.7.1 in der Version Beta 3. Rasch stellte sich heraus, dass der Treiber im Zusammenspiel mit Overclocking-Versuchen zu unerwarteten Ergebnissen führt, weshalb man an einem Update arbeitete und davon abriet, den B3-Treiber für Performance-Tests heranzuziehen. PC Games Hardware wartete. Wenige Tage später erschien die RSAE 19.7.1 Beta 5, datiert auf den 27. Juni. Mit diesem Treiber führten wir schlussendlich alle Tests durch, denn ohne Messdaten lässt sich kein Review verfassen. Am Tag vor dem Launch, dem 6. Juli, erschien ein weiteres Update, das sich mehrerer von den Testern gemeldeter Probleme annehmen soll. Mittlerweile ist klar: Die von uns beobachteten Probleme unter Vulkan (siehe folgender Textabschnitt) und beim Dual-Monitoring wurden mit der RSAE 19.7.1 vom 7. Juli noch nicht behoben - mehr dazu im Video unten.
Das einzige nennenswerte Problem betrifft die Performance bei Verwendung der Vulkan-API. Unsere beiden Testspiele mit dieser Schnittstelle, Rage 2 und Wolfenstein 2, zeigen ähnliche Probleme, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. Wir beobachten eine hohe Speicherbelegung auch im RAM sowie lange Ladezeiten. Im Falle von Rage 2 führt das nicht unbedingt zu schlechter Leistung, bei Wolfenstein 2 jedoch schon. Bereits in Full HD meldet das Spiel nach dem Laden des Spielstands, dass nicht genügend Grafikspeicher zur Verfügung stehe. Diese Meldung tritt bei keiner anderen 8-GiByte-Grafikkarte auf, sondern erst bei 6-GiB-Modellen und darunter. Nachdem auch die Ladezeit abnorm hoch ausfällt, sahen wir im Taskmanager nach. Tatsächlich lagert das Spiel Gigabytes an Daten in dem Hauptspeicher aus. Kurz: Die Navi-Speicherallokation unter Vulkan ist fehlerhaft. Das führt schlechterer Leistung in Wolfenstein 2 als bei Vega-Grafikkarten und stark schwankenden Frametimes. Zusätzlich haben wir Darstellungsfehler beim Wasser (Nebel) festgestellt, welche auch nach Löschung des Steam-Shader-Cache bestehen bleiben. Sobald dieses Problem behoben ist, wird sich die Nachkommastelle beider Navi-Karten im PCGH-Leistungsindex leicht anheben.
Quelle: PC Games Hardware
Wolfenstein 2 mit Navi: Der Testtreiber mit der Version 19.7.1 Beta 5 hat noch ein paar Problemchen, darunter die Speicherallokation unter Vulkan sowie die Nebeldarstellung des Wolfenstein'schen Wassers.
Benchmark-Methodik: Aufheizen ...
Aufgrund einiger Leserfragen möchten wir an dieser Stelle erneut auf die Testmethodik bei Spiele-Benchmarks eingehen. Diese gilt immer, auch wenn wir diesen Textabschnitt nicht erneut publizieren. Ausnahmslos jedem PCGH-Grafikkarten-Benchmark vorgeschaltet ist eine Aufwärmphase: Jede Grafikkarte wird vor der ersten Messung fünf Minuten in dem zu messenden Spiel unter Last gesetzt, damit sich praxisnahe Temperaturen einstellen. Mit diesen ergeben sich automatisch praxisnahe GPU-Boost Frequenzen; jede moderne Grafikkarte startet Spiele mit einem höheren Takt als unter dauerhafter Last. Eine solche erzeugt jeder Spieler am heimischen PC, während "Aus dem Regal und losgemessen" unrealistisch wäre. Wir nehmen keinerlei Eingriff mittels Tools vor, der Takt kommt, wie er kommt.
... von Referenzkarten
Bei der Wahl der spezifischen Grafikkarten setzen wir nach wie vor auf den Kompromiss "Referenzdesign", es kommen keine Modelle der AMD- und Nvidia-Boardpartner zum Einsatz. Das wirkt auf den ersten Blick praxisfern, da die meisten Spieler und PCGH-Leser auf Custom-Designs (mit werkseitiger Übertaktung) setzen, hat jedoch gute Gründe. Der erste, so banal er klingen mag, ist, dass wir irgendwo eine Basislinie einzeichnen müssen. Wo, wenn nicht bei der Herstellervorlage, liegt diese? Bei einer "typischen" Herstellerkarte? Welche ist typisch, warum ist sie das und bleibt sie das auch nach Veröffentlichtung weiterer Designs?
Die Wahl ist in jedem Fall anfechtbar. Das ist zwar auch unsere Entscheidung, für die Referenzkarten respektive Founders Editions spricht jedoch der zweite, wichtigere Grund: Sie sind zum Start verfügbar. Ein aktuelles Beispiel: AMD veröffentlicht die RX-5700-Grafikkarten und wir testen sie nicht, weil sie ausschließlich im Referenzdesign verkauft werden; Modelle mit Custom-Kühlung erscheinen später. Das ist für keinen Beteiligten ein gangbarer Weg. Wir bleiben daher bei den Referenzdesigns, planen jedoch ergänzende Tests.
Was wir auch testen, jede abgedruckte Zahl ist ein Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung. Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel.
Taktraten in den Benchmarks
Aus dem Vorwärmen und der Wahl der Grafikkarten ergeben sich praxisnahe, wenngleich relativ niedrige GPU-Boost-Frequenzen. Custom-Designs der Hersteller erreichen in der Regel mithilfe werkseitiger Übertaktung und besserer Kühlung dauerhaft höhere Frequenzen. Welche Taktraten bei den Tests anliegen, geben wir in den Benchmarks an. Beachten Sie bitte, dass es sich aus technischen Gründen um einen globalen Mittelwert über alle Benchmarks handelt (das CMS mag es nicht, wenn wir unterschiedliche Zusatzdaten unter die jeweiligen Grafikkarten schreiben). Je nach Spiel und Auflösung kommt es zu Boost-Abweichungen um rund 100 MHz in beide Richtungen. Die angegebene Taktrate ist somit nur ein Richtwert, über die 20 Tests in 4 Auflösungen jedoch valide - und allemal besser, als über die Frequenzen komplett im Dunkeln gelassen zu werden.


Geb ich meinem Mieter, der zockt gern X Box
Außerdem läuft die VII den Karten auch in Titeln mit Bandbreitenskalierung noch ne ganz weile davon. Die VII hat einfach die geileren Frametimes, vor allem gepimpt ist das schon erstklassig.
8GB ist echt nichts, selbst bei Assasins Creed Odyssey bin ich gerade bei 7,5GB VRAM Auslastung, würd ich jetzt noch paar Grafik Mods installieren bin ich locker über den 8GB VRAM... das kann ich mir wohl erstmal stecken...
Dadurch das ich die Vega 64 ja auch so günstig bekommen hab ist das bei der noch nicht mal nen Minus geschäft.
Schön wäre halt auch noch eine Aktion von Asus/MSI oder Sapphire mit der 5700XT das von AMD mit diesem Game Pass haut mich jetzt ehr nicht vom Hocker und interessiert mich auch 0...
https://www.pcgameshardwa...
AMD scheint die Karte schon beerdigt zu haben weil man eben meistens bei Navi mit weniger Aufwand das selbe Ergebnis schafft.
Aber anscheinend noch nicht ganz offiziell.
https://www.pcgameshardwa...
AMD scheint die Karte schon beerdigt zu haben weil man eben meistens bei Navi mit weniger Aufwand das selbe Ergebnis schafft.
Aber anscheinend noch nicht ganz offiziell.
Außerdem läuft die VII den Karten auch in Titeln mit Bandbreitenskalierung noch ne ganz weile davon. Die VII hat einfach die geileren Frametimes, vor allem gepimpt ist das schon erstklassig.