Corsair Vengeance DDR5: Erstmals mit CXMT-Chips aus China
Corsair greift in der historischen Speicherkrise erstmals zu DRAM-Chips aus China: Ein Vengeance-Modul mit DDR5-6000 wurde nun mit Speicherbausteinen des chinesischen Herstellers CXMT entdeckt - ein Novum für die US-Marke.
Was sich seit Monaten als Gerücht durch die Branche zog, ist nun erstmals belegt: Auf einem Corsair-Vengeance-DDR5-Speichermodul prangen DRAM-Bausteine des chinesischen Herstellers ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT.
Corsair testet Speicherbausteine von CXMT
Wie aus den von Insider @wxnod auf X veröffentlichten Screenshots hervorgeht, identifiziert CPU-Z die Speicher-ICs des 16 GiB großen Moduls eindeutig als "CXMT" oder auch "ChangXin Technologies". Das Speichermodul gehört zu Corsairs aktuell populären Vengeance-Serie, läuft mit DDR5-6000 und Timings von CL36-44-44-96.
Die Teilenummer lautet "CMK5X16G3E60C36A2-CN" - das angehängte Kürzel "CN" deutet stark darauf hin, dass es sich wohl zunächst um eine Testproduktion für den chinesischen Markt handeln dürfte. Trotzdem hat die Meldung Signalwirkung: Es ist die allererste belegte Sichtung eines DDR5-Speichermoduls eines der bekannten westlichen Hersteller mit chinesischem DRAM-Speicherbausteinen.
Quelle: @wxnod
Ein DDR5-Speicher von Corsair mit chinesischen DRAM‑Chips von CXMT ("ChangXin Memory Technologies").
Üblicherweise bezieht Corsair seine DRAM-Speicherbausteine von den "Big Three" - Samsung, SK Hynix und Micron. Doch genau dort wird die Luft seit Monaten immer dünner: Sämtliche DRAM-Produzenten haben den Großteil ihrer Wafer-Kapazitäten inzwischen auf hochmargigen HBM-Speicher für KI-Beschleuniger umgeschichtet, was den Markt für klassischen DDR5-Arbeitsspeicher so gut wie leergefegt hat.
Wie unsere Meldung zum RAM-Preisindex Mai 2026 zeigt, zahlen Käufer in Deutschland mittlerweile 414 Prozent mehr für ein DDR5-Kit als noch im Juli 2025, und genau in dieses Vakuum drängt nun CXMT. Der chinesische Hersteller hat seine Roadmap zuletzt drastisch beschleunigt und liefert nach eigenen Angaben mittlerweile DDR5-Module bis hinauf zu 8.000 MT/s.
Was bedeutet das für PC-Spieler und die DDR5-Preise?
Auch wenn sich die CXMT-Bestückung kurzfristig kaum auf die deutschen Endkundenpreise durchschlägt - ein Riegel auf einem einzelnen Vengeance-PCB ist noch keine Trendwende -, ist die strategische Bedeutung enorm. Erstmals kann belegt werden, dass die DDR5-Lieferkette westlicher Premium-Hersteller nicht mehr ausschließlich an Samsung, SK Hynix und Micron hängt.
Sollte Corsair die Bestückung dauerhaft öffnen, dürften Marken wie G.Skill, Kingston, TeamGroup oder Patriot zügig folgen. Ein früherer Samsung-Chipchef rechnet aktuell ohnehin damit, dass die DDR5-Preise spätestens 2027 wieder fallen - und benennt als entscheidenden Faktor exakt jene zusätzlichen DRAM-Kapazitäten aus China, die nun offensichtlich erstmals sichtbar auf einem Corsair-PCB landen.
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Quelle: @wxnod via VideoCardz

Die einzigen die das anders sehen ist ein gewisser Mister Xi Jinping das Staatsoberhaupt in China