RAM: DDR5-8200 mit China-Speicher von CXMT für AMD Ryzen
MSI hat den chinesischen CXMT-Speicher auf AM5-Mainboards eigenen Angaben zufolge mit DDR5-8000 und DDR5-8200 für die aktuellen Ryzen-CPUs validiert. Für Käufer hierzulande ändert das vorerst wenig: Das Test-BIOS erscheint nur in China.
Wer die CXMT-Speicherbausteine ("ICs") bislang als eine reine Budget-Lösung abgetan hat, wird jetzt erstmals eines Besseren belehrt. Der chinesische DRAM-Hersteller CXMT ("ChangXin Memory Technologies") aus Hefei erhält nun prominente Rückendeckung aus Taiwan: MSI präsentiert bis zu DDR5-8200 CL40.
Bislang blieben DDR5-Speichermodule mit CXMT-Speicherchips auf AM5-Systemen bei rund 6.800 MT/s limitiert, weil ein entsprechendes Frequenzlimit im BIOS höhere Taktraten unterband. Damit soll jetzt aber Schluss ein, wie die Validierungen von MSI mit DDR5-8000 und DDR5-8200 ziemlich eindrucksvoll untermauern. Hintergrund ist die anhaltende historische Speicherkrise, in der Riegel mit chinesischen ICs zuletzt sogar auf bekanntem Markenspeicher wie Corsair Vengeance auftaucht waren.
DDR5-8000 und DDR5-8200 mit CXMT-Chips für AM5
MSI hat die Freigabe an zwei Speicherdichten gekoppelt und dafür ausdrücklich seriennahe Module herangezogen, keine handverlesenen Engineering Samples. Nach Darstellung des Herstellers ist MSI zugleich die erste Mainboard-Marke, welche die CXMT-Validierung auf AMD-Systemen bis in den Bereich DDR5-8000 öffentlich abschließt und dazu ein Test-BIOS an die Spieler-Community ausliefert.
Erste internationale Fachmedien wie Tom's Hardware und VideoCardz griffen die Werte auf; unabhängig nachgemessen hat diese aber bislang natürlich niemand. In erster Linie geht es auch vielmehr darum, dass die CXMT-Limitierung entfällt.
DDR5-8200 nur mit zwei DIMM-Slots, DDR5-7200 mit vier
Das schnellste validierte Ergebnis von DDR5-8200 CL40 erreicht der Hersteller indes nur auf AM5-Mainboards mit nur zwei Speicherslots, während auf herkömmliche Desktop-Mainboards mit vier Slots bei DDR5-7200 vorerst Schluss ist. Erste Aktualisierungen mit neuem BIOS werden in China bereits ausgerollt.
Getestet mit Retail-Kits von KingBank und Lexar
MSI validierte die hohen Taktraten mit im Handel erhältlichen DDR5-Speicherkits von KingBank und Lexar, sodass bereits verkaufte CXMT-Speichermodule ohne Selektion vom neuen Test-BIOS profitieren sollen. KingBank taucht dabei nicht zum ersten Mal auf, denn die Marke setzt seit Längerem auf DDR5-Riegel mit CXMT-Bausteinen. Im Praxiseinsatz bleiben die üblichen Vorbehalte: OC-Ergebnisse streuen je nach der Güteklasse des Speichercontrollers ("IMCs") und mit jeder Speichercharge.
Vorerst nur in China und nur als Test-BIOS
Das freigeschaltete Test-BIOS liegt bislang ausschließlich im chinesischen Community-Kanal von MSI vor und fehlt in den globalen Support-Bereichen des Herstellers. MSI beschreibt die Dateien als Spieler- beziehungsweise Test-BIOS, das auf der jeweils aktuellen offiziellen Version aufsetzt und um OC-Features ergänzt wird.
Ausgeliefert wird direkt an die Community, um Feedback einzusammeln oder um nachzubessern; weitere Modelle sollen folgen. Für die Käufer in Deutschland ist der Nutzen damit vorerst gering: Weder liegen die CXMT-Speicherkits von KingBank und Lexar hierzulande in relevanter Stückzahl in den Regalen, noch senkt die Freigabe die Preise. DDR5 bewegt sich weltweit nach wie vor auf Rekordniveau, auch in China.
Mitmachen und kommentieren
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich schon über Ihre Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie hingegen noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 YouTube oder 💬 WhatsApp und erhalten Sie Neuigkeiten zu CPUs, Grafikkarten und Gaming direkt in Ihrem Feed.
Quelle: MSI via ZOL / 中关村在线
