DDR5-Preise: Ex-Samsung-Chef sieht mögliche Entspannung durch China-Offensive
Die hohen DDR5-Preise könnten laut Ex-Samsung-Manager Kyung Kye-hyun ab der zweiten Jahreshälfte 2027 sinken. Voraussetzung ist eine erfolgreiche Kapazitätsoffensive chinesischer Speicherhersteller.
DDR5-Arbeitsspeicher gehört seit Monaten zu den besonders schmerzhaften Kostenpunkten beim PC-Neubau oder ‑Upgrade. Nun gibt es zumindest eine mögliche Perspektive auf Entspannung: Kyung Kye-hyun, früherer Leiter der Device-Solutions-Sparte von Samsung Electronics, rechnet laut des südkoreanischen Seoul Economic Daily damit, dass Speicherpreise ab der zweiten Jahreshälfte 2027 fallen können. Die Voraussetzung dafür ist laut Kyung, dass chinesische Hersteller ihre derzeitigen Investitionen erfolgreich in zusätzliche DRAM-Produktion umsetzen.
Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicher für KI-Systeme. Besonders HBM steht im Fokus von Rechenzentren, doch die Verlagerung von Kapazitäten in Richtung profitablerer Speicherprodukte wirkt sich auch auf klassische DRAM-Produkte aus. Je nach Auswertung sind bisweilen über 400 % Preisanstieg für DDR5 gemessen worden.
China-Ausbau als möglicher Gegeneffekt
Kyung nennt laut Bericht vor allem die aggressive Kapazitätserweiterung chinesischer Speicherhersteller als möglichen Grund für fallende Preise. Als wichtigster Akteur gilt Changxin Memory Technologies, kurz CXMT. Das Unternehmen baut seine Präsenz im DDR5-Markt aus; weitere Anbieter wie Jiahe Jinwei werden ebenfalls genannt. Kyung verweist demnach auf Marktforscherdaten, nach denen die Produktionskapazität in der zweiten Jahreshälfte 2027 bei rund sechs Millionen Wafern pro Monat liegen könnte.
Das Szenario ist jedoch an Bedingungen geknüpft und daher nicht als sichere Prognose zu verstehen. Kyung warnt laut dem Bericht, dass die Investitionen zurückgehen können, falls große Technologiekonzerne bei ihren KI-Ausgaben geringere Renditen sehen. Auch die Preisentwicklung im Handel ist nicht einheitlich: Trendforce berichtete Ende März, dass DDR5-Retail-Preise in mehreren Regionen zwar korrigierten, die Vertragspreise der Branche aber stabiler blieben.
Auch die Chinesen haben kein großes Interesse daran, die Kapazitäten so weit auszubauen, dass sie in eine Überproduktion laufen, die sie letzten Endes teuer zu stehen kommt. Im Februar wurde zwar gemeldet, dass CXMT und YMTC die Kapazitäten erhöhen, sich aber von aggressiven Niedrigpreisen verabschieden.
Für PC-Käufer bleibt die Lage angespannt
Bis Ende des Jahres haben Retail-Kunden wohl weiter das Nachsehen, denn kurzfristig ist aus dieser Aussage keine Entwarnung abzuleiten. Die genannte mögliche Entspannung wird für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet und hängt davon ab, ob zusätzliche chinesische Produktionskapazitäten in relevanter Menge verfügbar werden. Bis dahin bleibt der Markt stark von KI-Nachfrage, HBM-Kapazitäten und den Entscheidungen großer Speicherhersteller geprägt. Samsungs Fabriken in Südkorea werden zusätzlich von Streiks der Belegschaft geplagt.
Auch andere Marktbeobachter hielten zuletzt einen schnellen Rückgang für nicht sicher. Heise berichtete unter Berufung auf Counterpoint Research, dass es für die zweite Jahreshälfte zunächst kein Szenario einer deutlichen Korrektur gebe, solange die Kaufabsichten der Hyperscaler hoch bleiben. Gleichzeitig zeigen die von 3DCenter dokumentierten deutschen Handelsdaten, dass die Lage im Retail-Markt stark schwanken kann.
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was china aber nicht egal sein dürfte, ist wo das Geld herkommt. Und das sind neben Europa auch Australien, und Japan.
Und mit denen will es sich China nicht verkacken.
Wenn jetzt CHina, aber ohne trifftigen Grund Taiwan angreift, dann wird sich zb EUropa doch recht empört Zeigen, wie das halt der Rat der fließentisch besitzer nunmal so tut.
Und auch Japan is not amused. Sind sie ja jetzt auch schon nicht, und mit einer der härtesten Gegner gegen den Krieg von China.
Daher denke ich ebn das sich das CHina 4 mal überlegen wird.
Gerade wil sie ebn auch wissen, das zb Europa Russland den Geldhahn zugedreht hat, und weil sich Russland so gesehen gegen die ganze Welt gestellt hat.
Russland fällt auch als verbündeter in diesem Krieg weg, einfach weil sie Kapazitär völlig ausgeschöpft sind.
Ergo steht China alleine da.
Und gerade Japan, wird nicht nur politisch auf diesen Angriff von China auf Taiwan reagieren.
Ergo, eine verschlimmerung der Preise ist zumindest wegen dem Krieg eigentlich ausgeschlossen.
Es geht also nur darum, das die menschen mit mehr Geld als Verstand, ihre letzten Grauen Zellen zusammenkratzen, und letztlich doch merken, das KI kein Gewinn abwirft. (oder zumindest nicht viel)
Ich bin auch der Meinung das bei den meisten Menschen irgendwann eine "übersättigung" eintretten wird, und KI ein wenig an bedeutung einbüßen wird.
Gewisse gegenbewegungen sind ja jetzt schon sichtbar,. und die werden noch zunehmen denke ich, wenn uns weiter wie bisher jeder Anbieter mit Ihrem KI-Müll zuscheisst, und das als die neuerung schlecht hin darstellt, während wir als Nutzer von zb Geräten, immer mehr von unseren Daten freiwillig abgeben müssen, oder wir zb auch immer mehr Kontrolle abgeben weil alles KI gesteuert ist.
Der Traum von "Besitz" also das wir etwas was wir bezahlt haben, auch wirklich uns gehört, wird ja eh schon von allen Seiten (zb Ubisoft, Steam, EA im Bezug auf gekaufte Games die aus dem Store verschwinden) torpediert, und stößt auf massiven unmut und gegenwehr.
Und selbst dann wäre noch abzuwarten ob überhaupt und in welchem Umfang das auswirkungen haben wird.
Ich denke kaum das Taiwan eine Ihrer größten EInnahmen (Chips) Stilllegen wird, sofern es nicht absolut Notwendig ist.
Aber ja, die Zukunft für Halbleitertechnik ist ungewisser denn je.
Die ganze Welt hat vom Krieg zwischen Russland und der Ukraine viel gelernt.
Nicht ohne das China einen trifftigen Grund / Rechtfertigung vor der Welt hat.
Die Sanktionen die gegen Russland verhangen wurden, haben mehr geschadet als man auf den ersten Blick sieht, ich denke das wird sich China gern ersparen wollen.
Gerade aktuell gemeldet:
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Die Bundesanwaltschaft hat in der bayerischen Landeshauptstadt zwei Menschen festnehmen lassen, die offenbar für China spioniert haben. Es soll sich um ein Ehepaar mit deutscher Staatsangehörigkeit handeln. Die beiden sollen Kontakte zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen geknüpft - und ihre Informationen an einen chinesischen Geheimdienst weitergegeben haben. Dabei ging es offenbar um militärisch nutzbare Technologie, etwa im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik und der Künstlichen Intelligenz. Laut Bundesanwaltschaft soll das Ehepaar jetzt nach Karlsruhe gebracht und dort einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Festnahme erfolgte innerhalb einer größeren, bundesweiten Aktion. Durchsuchungen gab es etwa auch in Berlin, Baden-Württemberg und Niedersachsen.
Quelle:BAYERN 3-Nachrichten 20.05.2026 12:00