Speicherpreise im Mainstream-Markt sinken erneut - Preiseinbruch Ende 2010?
Kaum ein anderes PC-Bauteil ist so den Schwankungen des Marktes unterworfen wie Speicherbausteine. Nach einer relativ stabilen Preiszunahme ist jetzt wieder ein Einbruch in Sicht.
Die Speicherpreise im PC-Segment sind schon seit Jahren starken Schwankungen unterworfen. Nach einem sehr starken Preisverfall in den letzten Jahren sind die Preise seit geraumer Zeit wieder angestiegen, allerdings zeichnet sich nun wieder eine Entspannung des Marktes ab. Vor allem die Module der "Mittelschicht", also der Sparte mit der größten Durchsatzmenge, sind extremem Schwankungen unterworfen - aktuell sind dies die DDR2- und DDR3-SDRAM-Module.
Dass von diesen Preisveränderungen nicht nur der Kunde betroffen ist, zeigen Pleiten im hart umkämpften Speichermarkt, so hat als einer der letzten Opfer der Hersteller Quimonda Konkurs anmelden müssen. Ironie des Schicksals: Kurz nach der Pleite haben sich die Modulpreise fast verdoppelt.
Angebot und Nachfrage regeln den Preis, so drückt momentan die gesunkene Komplett-PC-Nachfrage in den USA erneut den Preis von Speichermodulen. Hinzu kommt, dass die verbliebenen Hersteller größtenteils auf neue Fertigungsmethoden umgestellt haben - so steigt momentan das Angebot an günstigen 2-Gigabit-Chips, von denen man acht für einen 2-GByte-Speichermodul benötigt. Eine günstigere Fertigung kann daher an den Kunden weitergegeben werden - die Modulpreise sinken.
Auf Digitimes hat sich der Samsung-Semiconductor-Chef Oh-Hyun Kwon zu Wort gemeldet, laut seiner Ansicht ist spätestens Ende des Jahres mit einem Überangebot auf dem DRAM-Markt zu rechnen.
Quelle: Digitimes
Somit sind weitere Preissenkungen nicht in Aussicht. Mal sehen, wie sich der Markt tatsächlich entwickelt, wenn das so stimmt, sollte vor 2017 noch mal eingekauft werden.
Wenn die Preise wirklich einen Sturz erleben müssten die Revodrive auch billiger werden und die SSD sowieso.