RAM-Preise: Speicherknappheit bis 2028 prognostiziert
SK Hynix hat sich zur aktuellen Speicherkrise zu Wort gemeldet und prognostiziert eine Speicherknappheit, die bis 2028 anhalten soll. Die Mangellage soll DRAM von DDR4 und DDR5 über GDDR6 und GDDR7 bis zu LPDDR5X und LPDDR6 betreffen.
Der südkoreanische Halbleiterhersteller SK Hynix hat sich zur aktuellen Speicherkrise zu Wort gemeldet und prognostiziert eine Speicherknappheit, die bis in das Jahr 2028 anhalten soll. Die Mangellage, welche durch die exorbitant hohe Nachfrage aus dem KI-Segment getrieben wird, soll dabei sämtlichen DRAM von DDR4 und DDR5 über GDDR6 und GDDR7 bis zu LPDDR5X und LPDDR6 betreffen. Während HBM und SOCAMM im Enterprise-Segment durch gesteigerte Produktionskapazitäten zugänglich gehalten werden sollen, werden Privatanwender mit massiven Preiserhöhungen rechnen müssen, wie TechPowerUp nun berichtet.
Diese Informationen stammen einmal mehr von @BullsLab, welcher die internen Analysen des gegenwärtig drittgrößten Halbleiterherstellers der Welt auf X öffentlich gemacht hatte. Demnach seien sämtliche Speicherlieferantenbestände erschöpft und dennoch würden die Produktionskapazitäten nicht erhöht werden, da die führenden DRAM-Hersteller SK Hynix, Samsung und Micron, das sein Privatkundengeschäft ohnehin zum Jahreswechsel schließen wird, auf HBM und SOCAMM für das Enterprise-Segment und die lukrativen HPC-/KI-Server setzen werden.
Die Wachstumsrate des Angebots für DRAM und entsprechende Ressourcen wird voraussichtlich bis 2028 eingeschränkt sein, ausgenommen HBM und SOCAMM. — SK Hynix —
Demnach geht SK Hynix davon aus, dass Kapazitätserweiterungen für HBM-Speicher und SOCAMM ("Small Outline Compression Attached Memory Module"), welche zumeist LPDDR5X-Speicher tragen, vorgenommen werden, damit sich die Lieferengpässe nicht negativ auf das KI-Segment auswirken.
SK Hynix hat kürzlich mit der Installation weiterer EUV-Maschinen begonnen, welche in den kommenden Quartalen in Betrieb genommen werden sollen. Das Unternehmen plant demnach bis zu 20 neue EUV-Systeme zu installieren, welche dann allesamt der Produktion von HBM-Hochleistungsspeicher dienen und so Rechenzentrumskunden sowie KI-Megakonzerne bedienen sollen. Gewöhnlicher DRAM, wie (LP)DDR5(X), GDDR6 und GDDR7, wiederum genießen keine Priorität, sodass Preise für die Endverbraucher weiter steigen werden. Gamers Nexus kommentierte die Verfahrensweise der Hersteller bekanntermaßen zuletzt wie folgt:
Die Branche wird hauptsächlich von Samsung, SK Hynix und Micron dominiert, und da nur drei Unternehmen effektiv die gesamte relevante Speicherlieferung kontrollieren, sind einst unausgesprochene Absprachen nun einfache öffentliche Erklärungen geworden, die "Wettbewerbern" signalisieren könnten, was der nächste Schritt ist.
In dieser Situation werden die Verbraucher einmal mehr im Stich gelassen, von einer Branche mit einer korrupten Vergangenheit, die von Betrug und Preisabsprachen geprägt ist. — Gamers Nexus —
Sollte der Fokus von SK Hynix, Samsung und Micron über einen längeren Zeitraum auch weiterhin auf der Produktion von HBM-Speicher liegen, dürften neben den mittlerweile teils mehr als verdreifachten RAM-Preisen auch schon bald die Grafikkartenpreise zum Opfer fallen und dann deutlich anziehen.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: SK Hynix via @BullsLab via TechPowerUp

Kontrolle über alles.
Soviel zu meiner Worst-Case Annahme.
Es ging damals ja gar nichts - keine anderen Hobbys draußen, kein Urlaub, gar nüscht - das Geld war also da ohne viele Optionen. Es ging also in die Hardware.
Hersteller haben halt gesehen - der Kunde ist willig und bezahlt auch bekloppte Preise.
Bei dem RAM wird das jetzt nicht viel anders.
Wenn man überlegt - RAM überlebt 2-3 Upgrades. Da kann es schon mal mehr kosten als die CPU. Wir haben uns einfach an billigen DDR5 gewöhnt der überall für Peanuts zu bekommen war.