DDR5-Speicher: G.Skill versucht, die Rekordpreise zu erklären

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DDR5-Speicher: G.Skill versucht, die Rekordpreise zu erklären
Quelle: G.Skill

G.Skill hat sich zu den aktuellen Rekordpreisen von DDR5-Speicherkits geäußert und versucht, den beispiellosen Preisanstieg zu erklären. Wenig überraschend wird die exorbitant hohe Nachfrage aus dem KI-Segment als Schuldiger ausgemacht.

Der taiwanische Speicherhersteller G.Skill hat sich jetzt zu den aktuellen Rekordpreisen von DDR5-Speicherkits geäußert und versucht, den historisch beispiellosen Preisanstieg zu erklären. Wie ein Blick in das PCGH-RAM-Barometer zeigt, sind die Preise für die beliebtesten DDR5-Speicherkits innerhalb eines Monats um das drei- bis vierfache gestiegen, sodass sich 32 GiByte DDR5-6000 CL30 im Einzelhandel mittlerweile bei durchschnittlich 400 Euro und mehr bewegen.

Die offizielle Stellungnahme von G.Skill liefert dabei auch keine neuen Erkenntnisse, sondern bestätigt nur, was dem Beobachter ohnehin nicht entgangen sein dürfte: Die exorbitant hohe Speichernachfrage aus dem nach wie vor boomenden KI-Segment treibt die Preise für DRAM-Speicherbausteine ("ICs") in immer neue Höhen. Das wiederum wird nicht nur DDR5, sondern auch GDDR6-Grafikspeicher in den kommenden Monaten weiter im Preis ansteigen lassen. Dass Microns Geschäftsbericht Rekordaussichten prognostiziert ist kein Zufall.

G.Skill wiederum versucht die aktuelle Situation, in welcher die DRAM-Produzenten und Speicherhersteller schlicht lieber RDIMM-Speichermodule zu hohen Preisen an Enterprise-Kunden aus dem HPC- und KI-Segment verkaufen, folgendermaßen zu erklären und entsprechend einzuordnen:

Die Preise für DRAM-Speicher erleben eine erhebliche branchenweite Volatilität, bedingt durch massive globale Angebotsengpässe sowie die Produktionsverlagerungen, die durch die beispiellos hohe Nachfrage aus der KI-Branche verursacht werden.

Infolgedessen haben sich die Beschaffungskosten erheblich erhöht. Die Preise von G.Skill spiegeln die branchenweiten Kostensteigerungen bei Komponenten von IC-Lieferanten wider und können sich auch je nach Marktlage ohne Vorankündigung ändern.

Käufer sollten sich der Preisgestaltung vor dem Kauf bewusst sein.

— G.Skill

Für die Speicherhersteller selbst stellt die aktuelle Situation weniger ein Problem dar, da Unternehmen wie G.Skill entweder Consumer-RAM wie beispielsweise Trident Z5 oder Trident Z5 Neo zu hohen Preisen an Endverbraucher verkaufen, oder aber den teuren Enterprise-RAM wie Zeta R5 Neo auf RDIMMs absetzen. Diese ist aktuell dermaßen nachgefragt, dass er in sämtlichen Konfigurationen ausverkauft ist.

Ein Ende der Speicherkrise ist nicht abzusehen und wird sich laut zahlreichen Quellen aus der Branche auch nicht vor Ende 2026 einstellen. Momentan ist eher davon auszugehen, dass die Preise noch bis mindestens Ende 2026/Mitte 2027 emporsteigen und wohl erst 2028 wieder auf Normalniveau fallen.

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Quelle: G.Skill via VideoCardz

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    • Kommentare (63)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        Apple hat eine Version des MacStudios mit 512GB RAM (12.000€) gebracht und ein Update damit die im Cluster besser laufen.

        Somit zahlt man vielleicht 50k und muss nicht nichteinmal das eigene Rechenzentrum umbauen, damit man jedes KI Modell der Welt laufen lassen kann und für den Firmeneinsatz testen kann, ohne dass alle Daten bei den Cloudanbietern landen.

        Ein Grund eine Firma sehr hoch als Aktie zu bewerten ist, weil die Firma die Macht hat den Preis für ihre Kunden zu bestimmen. Das konnte OpenAI, weil deren Modelle sehr schnell sehr groß geworden sind und man das außerhalb von einem Rechenzentrum gar nicht abbilden konnte. Die Logik ist, KI ist die Zukunft, KI läuft nur in großen Rechenzentren, nur diese Hand voll Firmen haben diese Rechenzentren, nur diese Firmen sind die Zukunft, nur diese Firmen können das ganze Geld machen. Die Größe der Modelle ist der Kopierschutz, wenn man so will; die Sache warum OpenAI eine KI überhaupt pro Benutzung verkaufen kann.

        Apple, Nvidia und AMD steigen ordentlich aufs Gaspedal mit ihren APUs, weil diese drei Firmen mehr profitieren, wenn die Zukunft von KI nicht in der Cloud, liegt,, sondern jeder weiter viel mehr Computer kauft als man effektiv auf der Welt braucht. Aus deren Sicht kauft man KI im Appstore zum Festpreis und nicht pro Benutzung, dafür kauft man sich alle 2 Jahre deren neustes Produkt, damit KI besser läuft. Wie FiFa oder Call of Duty im Prinzip. Der Umschwung auf so ein Vermarktungsmodell für KI wird OpenAI den Teppich unter den Füßen wegziehen. Das raubt denen das Preisgestaltungsmonopol, oder eher Oligopol, das sie jetzt mit X, Facebook, Google, etc. haben.

        Gleichzeitig, gibt es KI Entwickler, die nicht wie die Großen auf die totale Eskalation von Anzahl der Parametern setzen. 90% der Leistung bei 10% der Parameter und des Speicherbedarfs, so lautet hier die Faustformel und an Produkten wie Mistral 3 sieht man dass sowas geht. Warum also OpenAI bezahlen, wenn man das gleiche Ergebnis auch auf einem Laptop mit 16GB erzielt? Jetzt ist der Hype und alle sind dumm, rennen den Marketingfuzzies und Verkäufern der großen Firmen am Ohr. Das wird sich ändern.

        Wenn plötzlich das neue Buzzwort EdgeAI ist, dann wird es noch einmal auf eine ganz andere Art verrückt werden. Das kann ich garantieren.
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        Apple hat eine Version des MacStudios mit 512GB RAM (12.000€) gebracht und ein Update damit die im Cluster besser laufen.

        Somit zahlt man vielleicht 50k und muss nicht nichteinmal das eigene Rechenzentrum umbauen, damit man jedes KI Modell der Welt laufen lassen kann und für den Firmeneinsatz testen kann, ohne dass alle Daten bei den Cloudanbietern landen.

        Ein Grund eine Firma sehr hoch als Aktie zu bewerten ist, weil die Firma die Macht hat den Preis für ihre Kunden zu bestimmen. Das konnte OpenAI, weil deren Modelle sehr schnell sehr groß geworden sind und man das außerhalb von einem Rechenzentrum gar nicht abbilden konnte. Die Logik ist, KI ist die Zukunft, KI läuft nur in großen Rechenzentren, nur diese Hand voll Firmen haben diese Rechenzentren, nur diese Firmen sind die Zukunft, nur diese Firmen können das ganze Geld machen. Die Größe der Modelle ist der Kopierschutz, wenn man so will; die Sache warum OpenAI eine KI überhaupt pro Benutzung verkaufen kann.

        Apple, Nvidia und AMD steigen ordentlich aufs Gaspedal mit ihren APUs, weil diese drei Firmen mehr profitieren, wenn die Zukunft von KI nicht in der Cloud, liegt,, sondern jeder weiter viel mehr Computer kauft als man effektiv auf der Welt braucht. Aus deren Sicht kauft man KI im Appstore zum Festpreis und nicht pro Benutzung, dafür kauft man sich alle 2 Jahre deren neustes Produkt, damit KI besser läuft. Wie FiFa oder Call of Duty im Prinzip. Der Umschwung auf so ein Vermarktungsmodell für KI wird OpenAI den Teppich unter den Füßen wegziehen. Das raubt denen das Preisgestaltungsmonopol, oder eher Oligopol, das sie jetzt mit X, Facebook, Google, etc. haben.

        Gleichzeitig, gibt es KI Entwickler, die nicht wie die Großen auf die totale Eskalation von Anzahl der Parametern setzen. 90% der Leistung bei 10% der Parameter und des Speicherbedarfs, so lautet hier die Faustformel und an Produkten wie Mistral 3 sieht man dass sowas geht. Warum also OpenAI bezahlen, wenn man das gleiche Ergebnis auch auf einem Laptop mit 16GB erzielt? Jetzt ist der Hype und alle sind dumm, rennen den Marketingfuzzies und Verkäufern der großen Firmen am Ohr. Das wird sich ändern.

        Wenn plötzlich das neue Buzzwort EdgeAI ist, dann wird es noch einmal auf eine ganz andere Art verrückt werden. Das kann ich garantieren.
      • Von Wolfiwolf Komplett-PC-Käufer(in)
        Die Gründe sind doch egal, RAM kostet jetzt 4 mal soviel als wie im Sommer. Wer schlau war, hat sich Mitte November noch mit m.2 Speicher eingedeckt, der jetzt seit 1.12. massiv ansteigt. Spätestens im Januar kostet dann 2tb soviel wie 4 TB vor 5 Wochen.
        Kleiner gratis Tipp, mal nach aktuellen Handys mit sehr viel Speicher ausschau halten. Es dürfe ziemlich ausgeschlossen sein, dass neue Handys 12 oder gar 16 GB RAM haben werden, und wenn dann deutlich teurer. Gpus wahrscheinlich auch, Nvidia ja schon angekündigt, Produktion von hochramigen gpus zu drosseln. Insgesamt wird der Trend dann in einigen dazu gehen, alles auf Server auszulegen, was Games angeht und dann braucht man keinen starken gaming PC mehr, nur halt ne starke internetleitung
      • Von Thomas5010
        Zitat von Pu244
        König Ludwig der XIV hatte recht böse Hämorriden, die ihn richtig übel gequält haben. Da geht man heute zum Arzt und läßt sich ordentlich behandeln und muß sich nicht den Hintern von jemandem verstümmeln lassen.

        Also ich wäre lieber heute Bürgergeldempfänger, als Ludwig der XIV, auch wenn der Typ natürlich ein paar richtig coole Sache hatte.
        .

        Finde ich witzig. Ok, der Vollständigkeit halber müssen wir natürlich noch hinzufügen, dass Ludwig der XIV sehr viel Macht und Möglichkeiten hatte. Ein Bürgergeldempfänger hat jetzt keine Bediensteten und auch keine besondere Machtfülle.

        König Ludwig der XIV musste auch nicht kommen, wenn das Jobcenter ruft.

        Deswegen hatte ich meinen Kommentar nur auf den Bereich "Komfort" beschränkt.

        Es stimmt aber, dass ein Bürgergeldempfänger vieles hat, was ein König der damaligen Zeit nicht hatte. Von daher geht es einem Bürgergeldempfänger schon in vielen Bereichen besser.

        Das Argument genügt aber um den Gegengebeweis anzutreten, dass die Reichen immer reicher werden und die Armen nicht vom zivilisatorischen Aufstieg profitiert haben.
        Zitat von Terence-Hill
        Ja, ich sehe da auch großes Manipulations Problem. Sobald eine AI Werbefinanziert ist, ist sie per Se nicht mehr Vertrauenswürdig. Da Werbebuchungen das vorrangige Ziel ist.

        Siehst du auch sehr gut an Spiele Magazinen, wo große Player wie EA und UBI Mehrseitige Werbung Schalten, das Spiel bekommt solide 84-87 % während es die echten Spieler und Unabhändige Spieleseiten zerreisen.

        Wieso sollte Nikon Werbung schalten wenn das Fazit lautet müsste: Die Sony und Canon Kameras sind besser.
        Das wird ziemlich krass und manipulativ werden. Ich bin nicht naiv und glaube, dass es genauso kommen wird.

        Spätestens dann wird der Wunsch nach einer eigenen lokalen KI aufkommen, die einen nicht manipuliert, triggert und im Chat hält, weil permanente Schmeicheleien mich emotional berühren.

        Im Moment wird die KI auf die Gesellschaft ungefiltert losgelassen, und Sam Altman überlässt der Politik und Gesellschaft die Regelung der Gefahren. Das heißt, er übernimmt selbst keine Verantwortung für seine Inhalte. Das ist ziemlich schlecht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von TausendWatt
        Tja, aber dafür hat es Arbeitskräfte gebraucht. Dat war sozusagen eine Win Win Situation.
        Jeder einzelne der genannten technischen Fortschritte (und eigentlich auch alle anderen) hat zwar ein paar neue Arbeitsplätze geschaffen, mehrheitlich aber alte ersetzt. Die zwei Personen, die einen frühen Zug gefahren und vielleicht noch 1-2 weitere, die ihn gewartet haben, waren deutlich weniger als die 10 jetzt arbeitslosen Kutscher plus Stallmeister, die zuvor den Verkehr auf der gleichen Route bedient haben. Für letztere ging es entsprechend bergab. Aber besagter Zug konnte halt auch 3-4 mal mehr Personen transportieren als zuvor die Kutschen. Für diese Menschen, denen Langstreckenmobilität zuvor gar nicht erschwinglich war, hat sich das Leben durch die Technik deutlich verbessert – auch wenn die Bahnfahrt gegebenenfalls deutlich unbequemer als die Kutsche war.

        Auch das ist ein Muster, dass sich auf viele technische Fortschritte einschließlich KI übertragen lässt. Letztere macht zum Beispiel als Illustrator, als Anlageberater, als technischer Gutachter oder als Psychologe einen viel schlechteren, bedenklichen fehlerreichen Job als bisherige, humane Experten. Aber zu denen hatten viele keinen oder nur eingeschränkten Zugang und besser als nichts ist die KI meistens. Genauso, wie sie oft schlechter aber halt viel bequemer ist, als Dinge selber zu machen, für die man nicht zwingend Experte sein müsste.

        Zitat von Terence-Hill
        Was passiert, wenn OpenAI in den nächsten Jahren nicht genug verdient, um die enormen Investitionen zu rechtfertigen und Investoren zufrieden zu stellen?

        Das zentrale Problem ist, dass OpenAI keinen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil hat. Technologisch liegen Google, Anthropic, Meta und andere auf ähnlichem Niveau. Mal ist der eine Anbieter besser, mal der andere.
        Die Modelle werden zunehmend austauschbar und erscheinen in immer kürzeren Zyklen weil OpenAI immer der beste sein möchte (sind sie aber nicht mehr, schon lange nicht mehr)

        Gleichzeitig ist KI kein klassisches Softwaregeschäft, sondern extrem kapitalintensiv. Rechenzentren, GPUs und Energie verursachen laufende Kosten (müssen ständig neugekauft werden), die mit der Nutzung skalieren. Um profitabel zu sein, wären Einnahmen in Milliardenhöhe pro Monat nötig, OpenAi sagte mal mindestens 200€ pro benutzter, alle Benutzer die es aktuell verwenden. Umgelegt auf die Nutzer würde das sehr hohe Preise bedeuten, in einem Markt, in dem kostenlose oder querfinanzierte (Google) Alternativen existieren, die technisch gleich oder besser sind.

        Das eigentliche Risiko liegt weniger bei OpenAI selbst als in der starken Abhängigkeit von Wirtschaft und Börse vom AI-Narrativ. Ein großer Teil der aktuellen Bewertungen basiert auf der Erwartung zukünftiger Gewinne und AGI.
        Sollte sich herausstellen, dass KI diese Erwartungen wirtschaftlich nicht erfüllen kann, droht eine massive Neubewertung, eher vergleichbar mit der Dotcom-Blase als mit einem einzelnen Firmenzusammenbruch.

        OpenAI wird nicht die die gesammte Techbranche mit reißen sondern alle Firmen, viel weitreichender als es 2008 war.
        Ein Kollaps der KI-Branche würde nicht den Nutzen von KI für andere Branchen verschwinden lassen. Letzterer beruht auf dem real möglichen respektive dürfte aktuell sogar noch weit darunter liegen, weil man erst einmal ausprobieren muss, was KI tatsächlich sinnvoll leisten kann. Diesen Nutzen kann sie aber auch in Zukunft weiter erbringen, nur die Weiterentwicklung wird nach dem Platzen kollabieren. Aber heutige Gewinnerwartungen stützen sich noch nicht mehrheitlich auf den Nutzen von Weiterentwicklungen einer Technologie, deren gewinnbringenden Nutzen auf heutigem Niveau man noch vergeblich sucht.

        Ganz anders die Unternehmen innerhalb der Blase: Deren Geschäftsziele lassen sich bestenfalls erreichen, wenn sie den gesamten Markt übernehmen. Und das kann von vier großen und mehreren kleineren Akteuren halt nur einer. Die andern müssen aufgeben, ehe KI rentabel werden kann und werden dabei ihre Anleger und Investoren mit in den Abgrund reißen.
      • Von akuji13 Software-Overclocker(in)
        "Käufer sollten sich der Preisgestaltung vor dem Kauf bewusst sein."

        Ach so! Das muss ich mir merken, habe bislang immer auf "Jetzt kaufen" geklickt, ohne mir vorher den Preis anzuschauen.

        Zitat von Pu244
        Also ich wäre lieber heute Bürgergeldempfänger, als Ludwig der XIV, auch wenn der Typ natürlich ein paar richtig coole Sache hatte.
        Z. B. jemanden, der ihm den Hintern abwischen durfte.
      Direkt zum Diskussionsende
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