RAM-Engpass trotz Crucial-Ende: Micron mit Rekordumsatz

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RAM-Engpass trotz Crucial-Ende: Micron mit Rekordumsatz
Quelle: Micron 

Trotz der Aufgabe des Endkundengeschäfts kann Micron die RAM-Nachfrage nicht vollends bedienen. Derweil schreibt das Unternehmen Rekordzahlen.

Micron hatte sich kürzlich mit dem angekündigten Ende von Crucial von seinem Endkundengeschäft mit RAM und SSDs verabschiedet, um sich ganz auf den Business-Bereich mit KI-Rechenzentren und Co. zu konzentrieren. Trotz der frei werdenden Kapazitäten sowie erwarteter Umsatz- und Produktionssteigerungen in den nächsten Jahren, kann der Speicherhersteller die hohe DRAM-Nachfrage nach eigenen Angaben aber nicht befriedigen.

Im Rahmen der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen wurde die Erwartung geäußert, dass PC-Auslieferungen trotz des begrenzten Angebots weiter steigen werden. Allerdings zeigte sich Micron "enttäuscht", dass man nicht in der Lage sei, die Nachfrage in allen Marktsegmenten zu befriedigen, darunter auch DRAM für PCs und Smartphones, berichtet Tom's Hardware.

RAM auch ohne Crucial zu knapp, mehr Produktionskapazitäten geplant

Selbst mit Produktionserweiterung geht Micron laut CEO Sanjay Mehrotra davon aus, dass es nur "die Hälfte bis zwei Drittel" der Nachfrage seiner "Hauptkunden" bedienen kann. Demnach seien die Kunden von Micron "besorgt über den langfristigen Zugang zu Speicher" und stellen sich für mehrjährige Verträge an, um sich ihre Versorgung zu sichern.

Die hohe Nachfrage mit dadurch explodierenden Speicherpreisen scheint sich unterdessen auch auf absehbare Zeit nicht zu verlangsamen. Mehrotra bekräftigte, ebenso wie zuletzt andere Branchenvertreter, dass Micron davon ausgeht, dass die Lieferengpässe "über das Kalenderjahr 2026 hinaus anhalten" werden, und das Unternehmen entsprechend an mehrjährigen Lieferverpflichtungen arbeitet.

Die Erweiterung der Produktionskapazitäten soll derweil bereits angelaufen sein. Micron arbeite an zwei Fabriken in Idaho, von denen die erste voraussichtlich Mitte 2027 mit der Produktion von Chips beginnen wird. Auch die Pläne für eine Fabrik in New York sollen laut dem Bericht voranschreiten: Micron geht demnach davon aus, dass Anfang 2026 mit dem Bau begonnen wird und die Produktion etwa 2030 anlaufen wird.

Micron: Rekordumsatz und HBM-Wachstum

Dafür konnte Micron im ersten Quartal seines Fiskaljahres einen Rekordumsatz von 13,64 Milliarden US-Dollar ausweisen, was einem Anstieg von fast 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, sowie eine "signifikante Margenausweitung" vermelden. Micron führt das Wachstum auf höhere Preise und eine gestiegene Nachfrage in KI-Rechenzentren zurück.

Auch HBM soll ein wichtiger Faktor sein: HBM benötige dreimal so viel Wafer-Fläche wie DDR5 und Micron erwarte ein "starkes Wachstum" seines HBM-Umsatzes. Das Unternehmen prognostiziert, dass der HBM-TAM (Total Addressable Market) bis 2028 den Meilenstein von 100 Milliarden US-Dollar erreichen und damit den gesamten DRAM-Markt im Kalenderjahr 2024 übertreffen wird.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von township-boy
        Nur in der Theorie, es gibt mehrere Anbieter und einer davon wird mit Sicherheit die Preise drücken und gerade Dram können auch die Chinesen herstellen und in Mengen steigern sind die Weltmeister.
        Zunächstmal ist die Produktion neuer Fabriken wohl längst verkauft, noch bevor der erste Wafer belichtet wurde. Glaubst du ernsthaft, dass die Fabriken nur auf Zuruf tätig werden? Das ganze braucht monatelange Vorbereitung, sprich: die Fabrik würde einen Großteil der Zeit stillstehen.

        Zusätzlich wird der meiste RAM über Verträge verkauft, nur ein kleiner Teil wird frei an der Börse gehandelt.

        Die Chinesen können auch nicht zaubern, zumal die Belichtungsmaschinen den Engpass darstellen dürften. Und wenn sie es dann geschafft haben, dann kannst du raten, wohin die Produktion gehen wird. Vermutlich nicht in Gaming PCs.

        Zitat von township-boy
        gerüchte die nicht stimmen können, Open AI macht einen Jahres Umsatz all over der Unterhald des DRam Quartals Umsatzes von Micron liegt, die haben bestenfalls den Spottmarkt leergekauft. Werden wir sehen, also abwarten.
        Der Jahresumsatz von Open AI interessiert nicht, sondern das Kapital, das sie bekommen*. Da werden sie im Moment zugeschissen, der DRAM Markt war bisher jährlich nur 100 Mrd $ wert, das sind, für die KI Unternehmen, nicht viel.

        Im übrigen muß man wohl auch erst bei Lieferung bezahlken. Sprich: die Verträge kann man auch problemlos ohne Geld unterschreiben.

        * deshalb ist es für viele eine Blase, da dem ganzen Kapital, das verbrannt wird (noch) kaum Umsatz entgegensteht.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von township-boy
        Nur in der Theorie, es gibt mehrere Anbieter und einer davon wird mit Sicherheit die Preise drücken und gerade Dram können auch die Chinesen herstellen und in Mengen steigern sind die Weltmeister.
        Zunächstmal ist die Produktion neuer Fabriken wohl längst verkauft, noch bevor der erste Wafer belichtet wurde. Glaubst du ernsthaft, dass die Fabriken nur auf Zuruf tätig werden? Das ganze braucht monatelange Vorbereitung, sprich: die Fabrik würde einen Großteil der Zeit stillstehen.

        Zusätzlich wird der meiste RAM über Verträge verkauft, nur ein kleiner Teil wird frei an der Börse gehandelt.

        Die Chinesen können auch nicht zaubern, zumal die Belichtungsmaschinen den Engpass darstellen dürften. Und wenn sie es dann geschafft haben, dann kannst du raten, wohin die Produktion gehen wird. Vermutlich nicht in Gaming PCs.

        Zitat von township-boy
        gerüchte die nicht stimmen können, Open AI macht einen Jahres Umsatz all over der Unterhald des DRam Quartals Umsatzes von Micron liegt, die haben bestenfalls den Spottmarkt leergekauft. Werden wir sehen, also abwarten.
        Der Jahresumsatz von Open AI interessiert nicht, sondern das Kapital, das sie bekommen*. Da werden sie im Moment zugeschissen, der DRAM Markt war bisher jährlich nur 100 Mrd $ wert, das sind, für die KI Unternehmen, nicht viel.

        Im übrigen muß man wohl auch erst bei Lieferung bezahlken. Sprich: die Verträge kann man auch problemlos ohne Geld unterschreiben.

        * deshalb ist es für viele eine Blase, da dem ganzen Kapital, das verbrannt wird (noch) kaum Umsatz entgegensteht.
      • Von township-boy PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Pu244
        Klar geht das.
        Nur in der Theorie, es gibt mehrere Anbieter und einer davon wird mit Sicherheit die Preise drücken und gerade Dram können auch die Chinesen herstellen und in Mengen steigern sind die Weltmeister.
        Zitat von Pu244
        Open AI hat sich angeblich 40% der Weltproduktion gekauft.
        gerüchte die nicht stimmen können, Open AI macht einen Jahres Umsatz all over der Unterhald des DRam Quartals Umsatzes von Micron liegt, die haben bestenfalls den Spottmarkt leergekauft. Werden wir sehen, also abwarten.
        Zitat von Pu244
        Die Margen sind bei HBM höher.
        Nicht bei Samsung und das ist auch ein grosser, und bei HBM gibt es weniger Anbieter damit ist das normal das die Margen höher sind, und auch die anderen grossen werden den Teufel tun alles auf HBM zu gleichen Margen zu setzen das zieht nur mehr Konkurrenz an.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zitat von Pu244
        Was ist, wenn ein HBM Chip den 4 fachen Preis eines DDR5 Chips erzielt, was verkaufst du dann lieber? Und wie sieht es aus, wenn ein HBM Chip das 10 fache erzielt?
        Deswegen zählt die Marge nicht der Umsatz, bei einem Weltkonzern wie es Samsung nun mal ist.
        Die sind vom DRam Umsatz her meine ich der Gröste Hersteller und die haben HBM zu DDR shiften schon im Q2 angefangen
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Denn HBM braucht ja angeblich die 3fache Menge an Wafern, und Samsung hat Mitte des Jahres schon HBM Produktion Runtergefahren und damit mehr Kapazitäten für DDR gehabt dennoch konnten die nicht den Preisanstieg nicht verhindern, es gibt nur 3grosse Hersteller und die beiden anderen werden folgen wenn Samsung die Margen bei HBM anfängt zudrücken, was kommen wird irgendwann.
        Denke sobald Rubin und Mi450 anfangen also ab Mitte Ende 26 normalisiert sich das wieder
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von township-boy
        blocken können die nur was es gibt, nicht was noch kommt (...)
        Klar geht das. Die Ernte der nächsten Jahre ist z.B. schon großteils verkauft. Nennt sich "Futures" und ist uralt.

        Open AI hat sich angeblich 40% der Weltproduktion gekauft.

        Zitat von township-boy
        (...) Du glaubst nicht ersthaft das ein Samsung/Micron oder wer auch immer bei gleicher Marge HBM ausbaut wenn er aus selber Ware 3x mehr und schnelleren Umsatz und gewinn holen kann.
        Die Margen sind bei HBM höher.

        Zitat von township-boy
        wenn ich einen HBM Chip mit 70% Marge herstellen kann oder 3 DDR5 mit selber Marge in der selben Zeit verkaufe ich lieber 3 DDR5 chips da die schneller Geld bringen
        Was ist, wenn ein HBM Chip den 4 fachen Preis eines DDR5 Chips erzielt, was verkaufst du dann lieber? Und wie sieht es aus, wenn ein HBM Chip das 10 fache erzielt?
      • Von township-boy PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von SimonG
        Die KI-Firmen haben aber Kapazitäten geblockt für HBM. Ich glaube da ist nicht mehr viel frei zum Verschieben.
        blocken können die nur was es gibt, nicht was noch kommt und HBM braucht halt 3x soviel Wafer wie DDR und wurde schon vorab geplant. und Du glaubst nicht ersthaft das ein Samsung/Micron oder wer auch immer bei gleicher Marge HBM ausbaut wenn er aus selber Ware 3x mehr und schnelleren Umsatz und gewinn holen kann. Das wird angebot und Nachfrage regeln.
        wenn ich einen HBM Chip mit 70% Marge herstellen kann oder 3 DDR5 mit selber Marge in der selben Zeit verkaufe ich lieber 3 DDR5 chips da die schneller Geld bringen
      • Von SimonG Software-Overclocker(in)
        Zitat von township-boy
        es werden solange Kapazitäten hin zu Standard Rams verschoben bis die Margen bei HBM eben deutlich besser sind
        Die KI-Firmen haben aber Kapazitäten geblockt für HBM. Ich glaube da ist nicht mehr viel frei zum Verschieben.
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