Rambus DDR5-9600: Next-Gen-Speicher für CUDIMM-Module
Rambus stellt mit dem neuen "DDR5 9600 Client Memory Module Chipset" den nach eigener Aussage "schnellsten Chipsatz der Industrie" vor und ebnet damit den Weg für CUDIMM-, CQDIMM- und CSODIMM-Speichermodule mit bis zu 9.600 MT/s.
Der US-amerikanische Halbleiter- und Silizium-IP-Spezialist Rambus Inc. hat im kalifornischen San Jose seinen neuen DDR5 9600 Client Memory Module Chipset vorgestellt - einen vollständigen Drei-Chip-Baukasten, welcher die nächste Generation hochperformanter DDR5-Speichermodule für KI-PCs befeuern soll.
DDR5-9600: Next-Gen-Chips für CUDIMM und CSODIMM
Mit Datenraten von bis zu 9.600 MT/s zielt das Unternehmen direkt auf jenen Frequenzbereich, den klassische UDIMMs ohne aktive Taktaufbereitung physikalisch nicht mehr stabil erreichen können - und positioniert sich damit als zentraler Zulieferer für die kommenden Generationen von CUDIMM- und CSODIMM-Speichermodulen.
Quelle: Rambus
Rambus DDR5-Speichermodule arbeiten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 9.600 MT/s.
Der neue Chipsatz adressiert ein wachsendes Spannungsfeld: Während moderne CPU-Plattformen wie AMDs Ryzen 9000 und Intels Arrow Lake-S inzwischen auch immer höhere Speichergeschwindigkeiten unterstützen, kämpfen herkömmliche Speichermodule oberhalb von 6.400 MT/s mit Signalintegrität, Clock-Jitter und Timing-Instabilität. Eine Lösung liefert die Industrie in Form von "geclockten" Speichermodulen wie CUDIMMs und genau da positioniert sich Rambus.
Rambus Client Chipset: Drei Chips für maximale Bandbreite
Der Rambus DDR5 9600 Client Memory Module Chipset besteht aus gleich drei eng aufeinander abgestimmten Speicherbausteinen (ICs), die zusammen ein vollständiges System für hochfrequente DDR5-Speichermodule bilden und sich nahtlos in CUDIMMs für den Desktop, CQDIMMs als neuen Quad-Rank-Standard und CSODIMMs für die mobilen Plattformen integrieren lassen.
Gen2 Client Clock Driver (CKD02) als zentrales Element
Das Herzstück des Speicher-Chipsatzes bildet der Gen2 Client Clock Driver mit der Modellbezeichnung CKD02, den Rambus selbst als "industry's fastest" bezeichnet. Der CKD empfängt das Taktsignal vom integrierten Speichercontroller (IMC) in der CPU, regeneriert es ("Retiming") und verteilt es sauber auf alle DRAM-Bausteine des Speichermoduls. Damit soll sich ein stabiler Betrieb bei den höchsten Speichergeschwindigkeiten garantieren lassen, so Rambus.
Genau dieser zweistufige Prozess aus Conditioning und Redistribution ist ab Geschwindigkeiten von 6.400 MT/s aufwärts der Schlüssel zur Stabilität - ohne ihn würden Jitter und Signaldämpfung auf den vergleichsweise langen Leiterbahnen eines DIMMs den Speicherbetrieb bei 8.000, 9.200 oder 9.600 MT/s schlicht unmöglich machen, wie der US-Hersteller aus Kalifornien betont.
Der CKD02 löst dabei den Vorgänger der ersten Generation ab, welcher maximal bis zu 7.200 MT/s adressiert. Damit hebt Rambus die offiziell unterstützte Datenrate jetzt auf einen Schlag um 2.400 MT/s an - ein gewaltiger Sprung, der auch die offizielle Roadmap der JEDEC weit über den aktuellen Standard hinaus verlängert.
PMIC5120 und SPD Hub: Stromversorgung und Telemetrie
Komplettiert wird der Chipsatz durch das Power Management IC PMIC5120 und einen SPD Hub mit integriertem Temperatursensor. Das neue PMIC (Power Management IC) nimmt die Eingangsspannung der Hauptplatine entgegen, wandelt sie verlustarm in jene Spannungen um, die DRAM-Bausteine und CKD benötigen, und erlaubt eine deutlich feinere Stromregelung als externe Spannungsreglermodule (VRMs).
Der SPD Hub übernimmt die komplette Modul-Identifikation, Konfiguration und Telemetrie und kommuniziert über den modernen I3C-Bus mit der Plattform - das wiederum ist die Grundlage für ein präzises Thermal Management direkt auf der Ebene der DDR5-Speichermodule selbst.
CUDIMM & Co.: Der neue Standard ab 6.400 MT/s
Mit dem neuen Client-Chipsatz adressiert Rambus alle drei aktuell relevanten Bauformen für Endkunden-Speichermodule. CUDIMMs werden der neue Desktop-Standard, CQDIMMs erweitern das Konzept auf Quad-Rank-Layouts mit höherer Kapazität, und CSODIMMs bringen die Technologie in Notebooks und mobile Workstations. DDR5 mit 6.400 MT/s folgt schon bald neuen Standards.
Bereits Crucial hatte im vergangenen Jahr die ersten JEDEC-konformen CUDIMM- und CSODIMM-Module mit DDR5-6400 gänzlich ohne Overclocking-Profile auf den Markt gebracht - das Gegenstück zu den heutigen Hochfrequenz-Kits wie V-Colors Manta XFinity mit DDR5-9200.
Auch auf BIOS-Ebene ist die Plattformreife inzwischen gegeben: Asus hat die EXPO-1.2-Spezifikation mit voller CUDIMM- und CSODIMM-Unterstützung in seine X870(E)-Boards integriert, AMD bereitet die vollständige Unterstützung für die kommenden Ryzen-CPUs auf Basis der neuen Zen-6-Architektur vor.
Für AM5- und LGA-1851-Plattformen mit X870(E)- bzw. Z890-Chipsätzen ist der Rambus-Chipsatz damit auf das Knochenmark zugeschnitten - inklusive der von Asus, Gigabyte und Asrock eingeführten OC-Technologien wie NitroPath, D5 Bionic Corsa und Memory OC Shield.
KI-PCs als Treiber: Agentic AI braucht mehr Bandbreite
Bemerkenswert ist die explizite Marktpositionierung. Rambus richtet seinen DDR5-9600-Chipsatz nicht primär an klassische Gaming-Enthusiasten, sondern an die kommende Generation der KI-PCs mit Agentic AI Workflows.
Agentische Workloads sind grundlegend speicherhungriger und benötigen höhere Speicherbandbreiten, größere Kapazitäten und bessere Effizienz in AI-fähigen PCs. — Rambus
Hintergrund sind die rasant wachsenden Anforderungen an die sogenannten agentischen KI-Workloads, die nicht mehr nur einzelne Prompts beantworten, sondern ganze Workflows in Echtzeit planen, ausführen und anpassen und das mit einem dauerhaftem Kontextverhalten, paralleler Verarbeitung und kontinuierlichem Datenfluss zwischen CPU, NPU und Hauptspeicher.
Verfügbarkeit: DDR5-9600-Chipsatz adressiert Zen 6 und Nova Lake
Rambus listet den neuen Chipsatz bereits offiziell unter den Modellbezeichnungen DR5CKD2Gxx, P2535Gxx, PMIC5120 und SPD1605Gxx aus. Die Spitzendatenrate von 9.600 MT/s ist explizit als JEDEC-Ziel ausgewiesen und liegt nach aktuellem Stand am oberen Ende der DDR5-Spezifikation.
Parallel bleibt der bereits bekannte Chipsatz für CUDIMMs und CSODIMMs bis 7.200 MT/s im Programm - Speicherhersteller können also gestaffelt einsteigen und ihre Portfolios ohne Mehraufwand nach oben skalieren.
Erste Endkundenmodule auf Basis des Gen2-CKD dürften pünktlich zur Markteinführung von AMDs Zen 6 und Intels Nova Lake verfügbar werden. Spannend wird vor allem, wann die ersten serienmäßigen DDR5-9600-Kits im Handel auftauchen - die aktuell schnellsten am Markt erhältlichen Module von G.Skill, V-Color und Co. liegen mit 9.200 MT/s bereits einen guten Schritt darunter.
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Jeder RAM Hersteller zahlt horende Lizenzgebühren an RAMBUS zur Nutzung der Patente und PMIC, SPD und CKD Designs, die sich auf jeden Speicher wiederfinden.
Aktuell steigt die Aktie gerade wieder auf einen höchststand, da HBM4 als aktuell schnellster Speicher für KI-Anwendungen interessant ist.
RDRAM war Finanziell auch kein Reinfall, das war einfach ein Produkt für den High-End Markt, dass sich im Privatsektor aufgrund der hohen Kosten nicht durchsetzen konnte.
Nebenbei war RDRAM im Nintendo 64 verbaut und ein an Consumer angpasste Version namen XDR in der Playstation 3.
Hochleistungsrechner und -server kamen damals nicht an RDRAM vorbei, es dauerte mehrere Jahre, bis DDR Speicher gleichziehen konnte - aber auch nur, da die Entwicklung eingestellt wurde (64 Bit Version).
Der Ruf von RDRAM ist schlechter, als er in der Praxis wirklich gewesen ist.
Transferrate und Latenz blieben konstant, während bei anderen Speichertechnolgien die auf dem Papier angegebenen Werte ein Best-Case waren, die in der Praxis stark geschwankt haben.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Wenn man sich die Transferrraten im Diagramm ansieht, wird deutlich, dass man mit dem Wechsel auf DDR hier von einem schnell Fahrenden Zug auf einen langsameren aufgesprungen ist.
Dazu muss man beachten, dass RDRAM von Anfang an als Dual-Channel Speicher ausgelegt gewesen ist - man also die Transferrraten im Diagramm verdoppeln müsste.
Während DDR erst spater Dual-Channel fähig wurde.
Erste Dual-Channel fähige DDR Chipsätze:
- nForce 2 (July 2002)
- Intel i865 (2003)
- VIA KT880 (Feb 2004)
(Der Leistungssprung im vergleich zu SDR und DDR Single-Channel war also immens)
Wer ab 2002 auf RDRAM gesetzt hatte, wurde Leistungstechnisch erst 3-4 Jahre später eingeholt - zu dieser Zeit der rasanten Hardwareentwicklung eine halbe Ewigkeit.
Jeder RAM Hersteller zahlt horende Lizenzgebühren an RAMBUS zur Nutzung der Patente und PMIC, SPD und CKD Designs, die sich auf jeden Speicher wiederfinden.
Aktuell steigt die Aktie gerade wieder auf einen höchststand, da HBM4 als aktuell schnellster Speicher für KI-Anwendungen interessant ist.
RDRAM war Finanziell auch kein Reinfall, das war einfach ein Produkt für den High-End Markt, dass sich im Privatsektor aufgrund der hohen Kosten nicht durchsetzen konnte.
Nebenbei war RDRAM im Nintendo 64 verbaut und ein an Consumer angpasste Version namen XDR in der Playstation 3.
Hochleistungsrechner und -server kamen damals nicht an RDRAM vorbei, es dauerte mehrere Jahre, bis DDR Speicher gleichziehen konnte - aber auch nur, da die Entwicklung eingestellt wurde (64 Bit Version).
Der Ruf von RDRAM ist schlechter, als er in der Praxis wirklich gewesen ist.
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Wenn man sich die Transferrraten im Diagramm ansieht, wird deutlich, dass man mit dem Wechsel auf DDR hier von einem schnell Fahrenden Zug auf einen langsameren aufgesprungen ist.
Dazu muss man beachten, dass RDRAM von Anfang an als Dual-Channel Speicher ausgelegt gewesen ist - man also die Transferrraten im Diagramm verdoppeln müsste.
Während DDR erst spater Dual-Channel fähig wurde.
Erste Dual-Channel fähige DDR Chipsätze:
- nForce 2 (July 2002)
- Intel i865 (2003)
- VIA KT880 (Feb 2004)
(Der Leistungssprung im vergleich zu SDR und DDR Single-Channel war also immens)
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Wäre ein PCGH Artikel wert - Firmengeschichte usw
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