Steigende Speicherpreise: RAM und SSDs werden wegen Konflikt zwischen Japan und Südkorea teurer
Der Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea wirkt sich inzwischen auf die Speicherpreise aus. Noch sind Arbeitsspeicher und SSDs preiswert zu haben - am Horizont ziehen allerdings schon dunkle Wolken auf.
Inzwischen hat man sich an günstige Preise für Arbeitsspeicher gewöhnt. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass RAM-Riegel ein kleines Vermögen kosteten. In Folge des Handelsstreits zwischen Japan und Südkorea könnten die Preise nun wieder zulegen. Erste Vorzeichen sind bereits sichtbar, auch wenn sie sich noch nicht in höheren Endkundenpreisen niederschlagen.
Wie die Kollegen von Computerbase berichten, hätten sich zwar viele Händler rechtzeitig eindecken können. Neue Chargen kosten unter Umständen aber bis zu 20 Prozent mehr. Da die Aussage direkt von Händlern stammen soll, kann man sie anscheinend nicht länger als Hörensagen abtun. Neben Arbeitsspeicher betrifft das Thema auch SSDs.
Tatsächlich fallen die Preise aktuell noch moderat aus. Das offenbart auch ein Blick in unseren Preisvergleich, laut dem beliebte Kits wie das G.Skill RipJaws V (DDR4-3200) und das G.Skill Aegis DIMM Kit 16GB (DDR4-3000) immer noch zu sehr guten Preisen gehandelt werden. Das könnte sich aber ändern, sobald die Lagerbestände zur Neige gehen. An der Speicherbörse DRAMeXchange lässt sich ein entsprechender Trend bereits ableiten. eMMC- und der für SSDs relevante TLC-Speicher sind um bis zu 10 Prozent teurer geworden. DRAM immerhin um 3 bis 6 Prozent - alleine heute.
Noch soll die saisonalbedingt geringe Nachfrage Käufern in die Karten spielen. Zudem seien knapp 90 Prozent der RAM-Preise durch feste Verträge geregelt, weshalb Trendforce keinen Grund für übertriebene Dramatik sieht. Hamsterkäufe wären folglich eine übertriebene Empfehlung. Aber es könnte sich als durchaus vorteilhaft erweisen, sich noch schnell ein Speicherkit zu sichern, wenn man ohnehin aufzurüsten beabsichtigt. Stichwort Ryzen 3000.
Südkorea fordert Entschädigung
Hintergrund des Preisanstiegs ist der Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea. Japanische Firmen sollen 70 bis 90 Prozent der für die Speicherproduktion relevanten Chemikalien bereitstellen. Bei Südkorea handelt es sich seinerseits um den wichtigsten Hersteller von DRAM- und Flash-Speicher. 70 Prozent des gesamten Speicheraufkommens werden dem Tigerstaat zugeschrieben.
Ironischerweise ist der Streit zwischen Japan und Südkorea inzwischen älter als jeder Speicherchip. Japan hatte Südkorea einst besetzt und die Gebiete offiziell erst mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg wieder abgetreten. 1965 unterzeichneten beide Seiten einen bilateralen Grundlagenvertrag, mit dem nach Meinung Japans alle Verbindlichkeiten abgegolten sind. Südkorea vertritt jedoch eine andere Auffassung.
Mehr zum Thema: Speicher und Displays könnten teurer werden: Handelsstreit zwischen Japan und Korea eskaliert
So hatte ein Gericht ehemaligen koreanischen Zwangsarbeitern erst im vergangenen Jahr pro Kopf 76.000 Euro Entschädigung zugesprochen. Allerdings haben die verurteilten Konzerne, darunter Nippon Steel und Mitsubishi, bis heute keinen Cent bezahlt. Als Südkoreas Richter schließlich verkündeten, dass sie notfalls Vermögenswerte der Unternehmen konfiszieren, kam es zum Eklat. Japan strich Südkorea kurzerhand von der Liste der bevorzugten Exportländer.
Quelle: dramexchange.com, Trendforce, Computerbase


mfg
Habe jetzt geguckt nach den meistverkauften und empfohlenen:
RipjawsV 3200, Vengeance LPX 3200, Ballistix 3200 CL16, Ballistix 3000 CL15
ALLE sind komplett ausverkauft sowohl bei MF, Alternate und Notebooksbilliger. ALLE sind ohne Liefertermin.
Die Preise sind alle gute 10-20€ höher als noch am Montag. Selbst die 3000er Aegis 32GB sind von 109€ auf mittlerweile fast 140€ gestiegen! Und auch die sind nicht gut verfügbar.
Wer auch immer jetzt RAM braucht, hat ziemlich pech gehabt und alle die, die noch letzte Woche gekauft haben haben echt glück gehabt
mfg
Ich hab mir noch die 16GB Paar geholt die Flare X AMD zertifiziert. Sind zwar so 9€ teurer geworden, damit kann ich aber leben.
kann mir aber gut vorstellen, dass die Gefahr kommt, dass sie teurer werden. Hoffentlich habe ich keine zu voreilige Schlüsse gezogen.
Bei den 32GB Kits geht es definitiv aufwärts mit den Preisen. Bei den 16ern ist es noch nicht so schlimm.
Ok es geht ordentlich ab mit den RAM Preisen
Habe jetzt geguckt nach den meistverkauften und empfohlenen:
RipjawsV 3200, Vengeance LPX 3200, Ballistix 3200 CL16, Ballistix 3000 CL15
ALLE sind komplett ausverkauft sowohl bei MF, Alternate und Notebooksbilliger. ALLE sind ohne Liefertermin.
Die Preise sind alle gute 10-20€ höher als noch am Montag. Selbst die 3000er Aegis 32GB sind von 109€ auf mittlerweile fast 140€ gestiegen! Und auch die sind nicht gut verfügbar.
Wer auch immer jetzt RAM braucht, hat ziemlich pech gehabt und alle die, die noch letzte Woche gekauft haben haben echt glück gehabt