Speicher und Displays könnten teurer werden: Handelsstreit zwischen Japan und Korea eskaliert
Der Geschichtsstreit zwischen Japan und Südkorea hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Für wichtige Schlüsselkomponenten, die Südkorea vornehmlich aus Japan importiert, gelten neuerdings bürokratische Exporthürden. Das könnte empfindliche Einbußen für die Speicher- und Displaybranche bedeuten.
Aus Südkorea stammen 70 Prozent des weltweiten DRAM-Aufkommens, über die Hälfte des 3D-NANDs und ein nicht unerheblicher Teil aller OLED- und LCD-Displays. Aus Japan wiederum kommen 70 bis 90 Prozent drei für deren Produktion wichtiger Schlüsselkomponenten. Nun hat der Streit beider Staaten eine neue Eskalationsstufe erreicht. Bereits am Donnerstag hat Japan Südkorea von der Liste der bevorzugten Exportländer gestrichen.
Betroffen sind sowohl fluoridierte Polyimide, die bei Displays zum Einsatz kommen, als auch für die Chipfertigung relevante Fotolacke und Ätzgase. Konnten südkoreanische Firmen wie Samsung die Komponenten bisher frei importieren, müssen sie nun jede Lieferung einzeln beantragen. Theoretisch kann sich die Lieferung dadurch um Monate verzögern. Berichten nach reichen die Lagerbestände aber typischerweise nur für einen bis zwei Monate.
Sollte es Südkorea nicht gelingen, den Konflikt zu entschärfen oder andere Quellen zu erschließen, könnte es im Ernstfall auf eine Drosselung der Produktion hinauslaufen. Der Markt würde entsprechend reagieren: Preise für Displays und Speicher sowie aller drauf basierenden Produkte könnten angesichts der Bedeutung Südkoreas für die IT-Branche deutlich steigen.
Südkorea fordert Schadensersatz für Zwangsarbeiter
SK Hynix habe Berichten nach nur ausreichend Material, um die Produktion noch maximal wenige Monate aufrechtzuerhalten. Samsung soll zwar versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Konkrete Pläne lägen jedoch nicht vor. Beide Chipgiganten haben auch Fabriken in China und könnten dort zwischenzeitlich die Produktion ausbauen, um die Lieferengpässe in der Heimat auszugleichen. LG Display und Samsung Display würden jedoch ausschließlich in Korea fertigen. Beide seien auf fluoridierte Polyimide aus Japan angewiesen. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass LG mit LG Chem den größten Chemiekonzern des Landes stellt.
Der aktuellen Eskalationsstufe geht ein schon seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges schwelender Konflikt voraus. Japan hatte das Land einst annektiert und die Gebiete offiziell erst mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg wieder abgetreten. Während Japan die Auffassung vertritt, dass mit dem bilateralen Grundlagenvertrag von 1965 alle Verbindlichkeiten abgegolten sind, sieht man das in Südkorea anders. Dort hatte ein Gericht ehemaligen koreanischen Zwangsarbeitern erst im vergangenen Jahr pro Kopf 76.000 Euro Entschädigung zugesprochen. Doch die verurteilten Konzerne, darunter Nippon Steel und Mitsubishi, zahlen bis heute nicht. Südkoreas Richter legten zwischenzeitlich nach und verkündeten, notfalls Vermögenswerte der Unternehmen zu konfiszieren. Daraufhin eskalierte der Konflikt.
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Angeblich soll man auf der japanischen Insel auch schon den nächsten Schritt vorbereiten. So könnte Japan Südkorea von der Liste der 27 befreundeten Staaten streichen. Jede Technologie, die theoretisch für militärische Zwecke genutzt werden kann, würde in dem Fall vor dem Export den Segen der Regierung benötigen. Diplomaten gehen wegen der verhärteten Fronten übrigens nicht davon aus, dass sich der Konflikt beizeiten zu den Akten legen lässt. Während Südkorea auf Gerechtigkeit pocht, haben in japanischen Regierungskreisen derzeit geschichtsrevisionistische Ansichten Oberwasser.
Quelle: anandtech

Letzten Endes kann man alle Länder in einen Sack stopfen und drauf hauen, man würde immer das Richtige erwischen.
Die Zwangsarbeiter des 2. WK hätten schon längst entschädigt werden müssen, denn im Jahr 2019 leben viele von ihnen nicht mehr. Das sich Japan drückt und teils noch für den 2. WK ungerecht behandelt fühlt, sowie sich dort quasi japanische Neonazis ganz offen zum Mord an den Koreanern im Land aufrufen können, spricht Bände. Dafür gibt es auch in Südkorea viel Scheiß wie z.B. die Salzsklaven und ich kann mir gut vorstellen, dass sie gar nicht wollen, dass die ehemaligen Zwangsarbeiter das Geld bekommen, sondern es in die Taschen anderer fließt. Die Korruption ist in Südkorea auch ganz groß, was man an der Liste korrupter Regierungschefs schön sehen kann.
Soweit es aus den Medien rauszulesen ist, will Korea, welches, mit japanischem Geld, seine Industrie aufgebaut hat, das Handelsdefizit + Abhängigkeit reduzieren.
Währenddessen Japan die Lizenzen verändern will. Was den Handel verlangsamt.
Mit soetwas schneiden sich die blockierenden Staaten oft selbst ins Fleisch. Südkorea ist nun gezwungen sich andere Quellen für die Rohstoffe zu suchen die man vorher als Japan bzw. japanischen Herstellern bezogen hatte. Wenn Japan jedoch die Blockade irgendwann wieder aufheben sollte, ist die Frage, ob Korea dann noch von japanischen Rohstoffen abhängig ist. In die Röhre gucken dann japanische Hersteller. So was dämliches veranstaltet Quack Quack Trump ja auch schon eine Weile.