HBM2: Neue 24-GiByte-Module ermöglichen Grafikkarten mit 96 GiB RAM
Die JEDEC hat die HBM2-Spezifikation aktualisiert. Die Dokumentation sieht jetzt Module mit einer Kapazität von bis zu 24 statt wie bisher 8 GiByte vor. Rein theoretisch wären im Falle einer Radeon RX Vega 64/56 somit 48 GiByte Grafikspeicher realisierbar. GPUs mit einem 4.096 Bit breiten Interface könnten sogar 96 GiByte HBM2 nutzen.
Die Joint Electron Device Engineering Council Solid State Technology Association, kurz JEDEC, stellt ein Konsortium aus Hunderten Halbleiterunternehmen, darunter AMD, Intel, Nvidia, Samsung, Sk Hynix und Micron, dar, das die Spezifikationen quasi aller modernen Speicherstandards im PC-Umfeld ausarbeitet, so auch vom High-Bandwidth Memory oder kurz HBM. Offiziell ist der DRAM bei der zweiten Generation angelangt - HBM2 -, wird aber auch noch innerhalb dieser weiterentwickelt, bevor die Spezifikation von HBM3 finalisiert wird.
HBM2-Stacks mit 16 und 24 GiByte möglich
Die HBM2-Dokumentation trägt die Nummer JESD235 und würde jüngst auf JESD235B aktualisiert. Damit gehen zwei Neuerungen einher, welche die Kapazität und die Geschwindigkeit betreffen. Bisher gab es nur HBM2-Stacks, die über dem Basis-Logik-Layer vier beziehungsweise acht Speicherlagen mit je 8 Gigabit Kapazität nutzten, also auf eine Gesamtmenge von 4 respektive 8 GiByte kamen. Entsprechend ihrer Größe werden solche HBM2-Stacks als 4-Hi oder 8-Hi bezeichnet. Mit der Verbreitung neuer Fertigungsprozesse sieht die JEDEC jetzt auch die Verwendung von 16-Gbit-Dies vor, womit die Kapazitäten auf 8 und 16 GiByte verdoppelt werden.
Eine aktuelle Grafikkarte, die eine GPU mit HBM2 nutzt, sollte so recht einfach die größeren Speichermodule nutzen können. Ein Speicherhersteller, in diesem Fall Samsung oder SK Hynix, muss sich lediglich dazu entscheiden, entsprechende Stacks zu produzieren. Eine Radeon RX Vega 64 oder Radeon RX Vega 56 könnte dank neuer Chips zum Beispiel einfacher mit 16 GiByte angeboten werden. Theoretisch möglich wären gar 32 GiByte. Entsprechende Updates wird es mit dieser Generation wahrscheinlich aber nicht mehr geben.
Aufwendiger dürften Designs mit den 24 GiByte großen HBM2-Stacks werden, die mit 12 statt acht Speicherlagen höher ausfallen sollten. GPUs, deren Kühler und die Grafikkartenfertigungen müssten darauf ausgelegt werden. Spannend sind die Möglichkeiten: AMDs Radeon Instinct MI60 mit Vega-20-GPU und Nvidias Tesla V100 mit GV100-GPU weisen ein 4.096 Bit breites Speicher-Interface auf. Daran ließen sich 96 GiByte HBM2 koppeln, was GDDR6 nicht einmal mit 16-Gbit-Dies an einem 512-Bit-Interface (max. 64 GiB mit 32 Chips) schaffen würde.
Geschwindigkeitssprung auf 1.200 MHz
Bei der Geschwindigkeit gibt es indes einen Sprung von 2,0 auf 2,4 Gigabit pro Sekunde (Gbps), also von 1.000 auf 1.200 MHz. Das erhöht die Bandbreite eines einzelnen HBM2-Stacks von 256 auf 307 GB/s. Samsung produziert entsprechende Module bereits unter dem Codenamen Aquabolt. Die Spezifikationen seitens der JEDEC sind immer als Richtlinie zu verstehen, sodass Hersteller bereits vorab höhere Geschwindigkeiten anbieten können. Erste IP-Entwickler stellen zum Beispiel schon PHY-Blöcke in Aussicht, die Lizenznehmer in ihre Chips integrieren können und 2,8 Gbps erreichen sollen, sofern der HBM2 mitmacht.

Das es Unterschiede zwischen tatsächlich verfügbaren und adressierbaren Großen gibt, ist dabei völlig belanglos. Vielleicht ändert das Mark einfach. Sind ja nur ein paar Klicks in dem Artikel. Schon weil die PCGH sich dabei an standardisierte Größenangben hält, sollte es richtig sein.
Mibibyte kürzt man auch nicht als MiByte, sondern MiB ab. Alles andere lässt einfach zu viele Interpretationen zu (GigaByte=GiByte; GibiByte=GiByte). Das ist alles. Ansonsten einfach ausschreiben.
Millionen Leute montieren mit einem "Imbus"-Schlüssel einen "Lüfter" auf ihre "übertacktete" CPU, setzen sich vor ihr "LCD-Display" und gehen über eine 25/50/100-"k"-Internetleitung online, um z.B. über "Energieverbrauch" zu diskutieren. Man muss aber nicht immer alles nachmachen, was Millionen von Leuten als "Standart" erachten; insbesondere nicht als informierendes Technikmagazin. Du wirst auch keine seriöse Autozeitschrift finden, die "kmh" fährt und deren Motoren "Umdrehungen machen", obwohl das üblich ist.
Gemeint ist aber: ich fahre joggen.
Mehr geht nicht.
Also ich verstehe die Diskussionen echt nicht, jeder soll schreiben oder sagen solange jeder es verstehen kann. Also gerne alles, aber nur kein Beamten- oder Juristen-Deutsch.
Was in dem Artikel für mich fehlt, ist die einhergehende Flexibilität bei der Größe des neuen Standards, der erlaubt jetzt nämlich Größen von 1GiB bis 24GiB pro Modul. Das ist für mich ein weit größerer Vorteil, als die Erhöhung der Bandbreite oder der mögliche Vollausbau. Das Anwendungsspektrum ist damit viel größer. AMD könnte so auch eine Vega mit 10 oder 12 oder 14 GiB bringen. Anders ist das jedenfalls nicht zu verstehen. NVidia könnte so auch V100 anderweitig auslegen.
Ich sage zu Edelstahl in der Küche: "...gib mal das Messer her". Ob VA oder etwas anderes ist mir Wurscht, Hauptsache es erfüllt seinen Zweck und ist ausreichend scharf.