DDR5-9200 bei 1,1 Volt: G.Skill zeigt selektiertes CUDIMM

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DDR5-9200 bei 1,1 Volt: G.Skill zeigt selektiertes CUDIMM
Quelle: G.Skill

G.Skill hat ein DDR5-Speicherkit aus selektierten ICs gezeigt, das auf dem MSI MEG Z890 Godlike mit 9.200 MT/s bei nur 1,1 Volt arbeitet. Kaufen lässt sich das CUDIMM-Demokit vorerst nicht; auf der Computex 2026 folgt der Live-Betrieb.

Der Hersteller hat sein neues CUDIMM-Speicherkit mit 32 GiB (2× 16 GiB) auf dem Flaggschiff-Mainboard MSI MEG Z890 Godlike durch einen Stresstest geschickt und die DRAM-Spannung dabei auf dem Niveau der JEDEC-Standards gehalten. Bereits 2024 hatte G.Skill mit den ersten CUDIMM-Modulen der Trident-Z5-CK-Serie und DDR5-8200 vorgelegt; jetzt lotet der Anbieter aus, wie weit sich die nötige Betriebsspannung, die sogenannte VDIMM, noch absenken lässt.

G.Skill erreicht DDR5-9200 mit 1,1 Volt dank selektierter ICs

Wer beim Speicher-Overclocking die Spannung im Blick behält, dürfte bei dieser Kombination aufhorchen: 9.200 MT/s sind auf der LGA1851-Plattform nichts Neues, die dafür nötigen 1,1 Volt allerdings schon. CUDIMMs gelten ohnehin als Schlüssel zu deutlich schnellerem DDR5, weil sie das Taktsignal anders als gewöhnliche DIMMs dank ihres PMIC (Power Management Integrated Circuit) aktiv aufbereiten. Die prognostizierte Revolution der Speichermodule ist im vollen Gange, was Geschwindigkeiten von DDR5-12666 und mehr möglich macht.

Gear 4 statt Gear 2: Schneller Takt und lahme Timings?

Das Speicherkit lief mit 4.600 MHz und damit auf DDR5-9200, jedoch im langsameren Gear-4-Modus mit einem Verhältnis von 1:4 zwischen dem Speichercontrollertakt und dem Speichertakt. Laut HWiNFO64 lag die VDIMM bei exakt 1,1 Volt, der offiziellen Standardvorgabe nach JEDEC-Norm (JESD79-5) für DDR5-Arbeitsspeicher.

Demo zeigt G.Skill Trident Z5 CK mit DDR5-9200 CL74. Quelle: G.Skill G.Skill Trident Z5 CK mit DDR5-9200 CL74-74--74-148 2T bei einer Spannung nur 1,1 Volt. Die Latenzen fielen mit CL74-74-74-148 entsprechend weit aus, denn G.Skill ging es allein um hohen Takt bei minimaler Spannung, nicht um straffe Timings. Als Taktgeber im Sockel LGA1851 diente ein Intel Core Ultra 7 270K Plus, welcher anhand des Screenshots als Engineering Sample (ES) einzuordnen ist. Ob aber auch die CPU selektiert wurde, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Da ein schneller integrierter Speichercontroller, ein sogenannter IMC, für besonders hohe Taktfrequenzen essenziell ist, würde das durchaus Sinn ergeben.

DDR5-9200 erstmals auf einer Vier-DIMM-Platine

Bislang erreichten DDR5-9200 nur spezielle Overclocking-Mainboards mit zwei Speicherbänken wie das MSI MEG Z890 Unify-X oder das Asus ROG Maximus Z890 Apex. Das MSI MEG Z890 Godlike bringt hingegen vier DDR5-Bänke mit, was hohe Frequenzen wegen der größeren elektrischen Last sowie der schlechteren Topologien der Leiterbahnen deutlich erschwert. Möglich macht den Sprung die CUDIMM-Bauart: Der Client Clock Driver (CKD) auf dem Modul der Trident-Z5-CK-Serie frischt das Taktsignal des Speichercontrollers auf und stabilisiert es, noch bevor es dann die Speicherbausteine ("ICs") erreicht. Genau das verlagert die Frequenzgrenze im Vergleich zu Standard-DIMMs nach oben, ohne dass die Spannung über die Spezifikationen des offiziellen JEDEC-Standards hinaus steigen muss.

Kein Kaufprodukt: Demo zur Computex 2026

Ein Verkaufsdatum nennt G.Skill nicht; das DD5-Speicherkit ist ein Showcase und wird in der kommenden Woche im Rahmen der Computex 2026, die vom 2. bis 5. Juni in Taipeh stattfindet, auf der World Record Stage am Stand I0818 im Live-Betrieb demonstriert. G.Skill hat dazu bereits ein großes OC-Event angekündigt.

G.Skill hält im Rahmen der Computex 2026 einen großen OC-Wettbewerb ab. Quelle: G.Skill G.Skill hält im Rahmen der Computex 2026 einen großen OC-Wettbewerb ab. Die Demonstration zielt auf Effizienz, nicht auf einen neuen Rekord. Diese werden im Anschluss auf der G.Skill OC World Record Stage 2026 in Angriff genommen.

Was bedeutet das für Käufer in Deutschland?

Für deutsche Käufer trifft ein selektiertes Spitzenkit auf den denkbar schlechtesten Markt: DDR5 hat sich hierzulande seit Juli 2025 um rund 300 Prozent verteuert. Selbst falls G.Skill ein DDR5-Serienkit auf dieser Basis bringt, dürfte der Preis derzeit jede praktische Kaufüberlegung erübrigen. Wer ein solches Kit ins Auge fasst, sollte entsprechend vorab besser den PCGH-Preisvergleich konsultieren. Ab dem kommenden Jahr werden erste CUDIMMs mit DDR5-12800+ erwartet.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu DDR5 und CUDIMM

Wie viel Spannung benötigt das DDR5-Speicherkit für 9.200 MT/s?

Das Speicherkit erreicht DDR5-9200 mit 1,1 Volt, dem JEDEC-Standardwert für DDR5. Für solche Frequenzen sind sonst deutlich höhere Spannungen üblich.

Kann man das CUDIMM-Speicherkit mit DDR5-9200 von G.Skill kaufen?

Nein, bislang handelt es sich um ein Showcase ohne Marktstart und ohne genannten Preis. G.Skill zeigt das DDR5-Speicherkit mit 9.200 MT/s zunächst als Technologiedemonstration auf der Computex 2026.

Warum ist DDR5-9200 auf einem Vier-DIMM-Mainboard besonders?

Vier Speicherbänke erhöhen die elektrische Last und erschweren hohe Frequenzen, weshalb DDR5-9200 bisher Mainboards mit zwei Bänken und einer optimierten Topologie der Leiterbahnen vorbehalten war.

Was unterscheidet CUDIMM von herkömmlichem UDIMM?

CUDIMM-Module tragen einen Client Clock Driver (CKD), der das Taktsignal vor den Speicherbausteinen auffrischt und so höhere Frequenzen stabilisiert. Mehr dazu in unserem PCGH-Plus-Artikel: RAM-Revolution.

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Quelle: G.Skill via TechPowerUp

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Schak28 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Davon abgesehen sind diese Riegel aber trotzdem eher eine Machbarkeitsstudie was eben mit JEDEC-vDIMM stabil an Bandbreite geht. Denn die Menschen, die Endkunden-PCs weit abseits der offiziellen Spec (kein IMC kann 9200 MT/s offiziell...) betreiben und auch noch massenhaft passenden Workload dafür haben dürften sehr selten sein - wahrscheinlich deutlich seltener als die leute die 9200 sehen und es in ihren Spiele-PC stecken weil sie noch nie was von Latenzen gehört haben. Und professionellere Kunden greifen bei bandbreiten-Workload eher auf Workstationplattformen zurück die das per Quad-Channel erschlagen und mit Quad-5600 MT/s 1,1v riegeln deutlich schneller sind als Dualchannel 9200er.
        Genau so sieht’s aus. Und genau wenns 24/7 darauf ankommt greift man nicht zu den Dingern sondern hat ne Professionelle Workstation zuhause

        Für alle anderen ist und bleibt momentan noch! UDIMM die beste Wahl.

        Ergo die Dinger sind noch nicht zu gebrauchen. Die Betonung liegt auf ,,noch“.
      • Von Schak28 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Davon abgesehen sind diese Riegel aber trotzdem eher eine Machbarkeitsstudie was eben mit JEDEC-vDIMM stabil an Bandbreite geht. Denn die Menschen, die Endkunden-PCs weit abseits der offiziellen Spec (kein IMC kann 9200 MT/s offiziell...) betreiben und auch noch massenhaft passenden Workload dafür haben dürften sehr selten sein - wahrscheinlich deutlich seltener als die leute die 9200 sehen und es in ihren Spiele-PC stecken weil sie noch nie was von Latenzen gehört haben. Und professionellere Kunden greifen bei bandbreiten-Workload eher auf Workstationplattformen zurück die das per Quad-Channel erschlagen und mit Quad-5600 MT/s 1,1v riegeln deutlich schneller sind als Dualchannel 9200er.
        Genau so sieht’s aus. Und genau wenns 24/7 darauf ankommt greift man nicht zu den Dingern sondern hat ne Professionelle Workstation zuhause

        Für alle anderen ist und bleibt momentan noch! UDIMM die beste Wahl.

        Ergo die Dinger sind noch nicht zu gebrauchen. Die Betonung liegt auf ,,noch“.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Schak28
        Ne schau dir mal die Timings an.
        Willst aus diesen was ordentliches herausholen bist weit weg von den 1,1V.
        Es kommt wie immer auf das Anwendungsgebiet an.

        Es gibt massenhaft Anwendungen, die massiv bandbreitenlastig sind aber denen Latenzen völlig egal sind. Da ist 9200 CL100 schneller als 8000 CL40. Wenn dein hauptsächlicher Workload sowas ist und du das 24/7 mit möglichst wenig Verbrauch und Wärme machen willst sind diese Riegel genau passend. So erschreckend das für manche sein könnte: Es gibt eine Welt in der man NICHT spielt!

        Davon abgesehen sind diese Riegel aber trotzdem eher eine Machbarkeitsstudie was eben mit JEDEC-vDIMM stabil an Bandbreite geht. Denn die Menschen, die Endkunden-PCs weit abseits der offiziellen Spec (kein IMC kann 9200 MT/s offiziell...) betreiben und auch noch massenhaft passenden Workload dafür haben dürften sehr selten sein - wahrscheinlich deutlich seltener als die leute die 9200 sehen und es in ihren Spiele-PC stecken weil sie noch nie was von Latenzen gehört haben. Und professionellere Kunden greifen bei bandbreiten-Workload eher auf Workstationplattformen zurück die das per Quad-Channel erschlagen und mit Quad-5600 MT/s 1,1v riegeln deutlich schneller sind als Dualchannel 9200er.
      • Von Schak28 Software-Overclocker(in)
        Zitat von DevouringKing
        Man kann doch einfach bei 1,1v bleiben, den takt auf zb 8200mhz senken und die timings manuell verbessern ?
        Dafür brauch ich keinen CUDIMM Speicher …
        Interessant wird’s erst mit hohem Takt und niedrigeren Timings.
        Wenn das nicht erfüllt ist greif ich lieber zu UDIMM.
      • Von DevouringKing Software-Overclocker(in)
        Man kann doch einfach bei 1,1v bleiben, den takt auf zb 8200mhz senken und die timings manuell verbessern ?
      • Von Schak28 Software-Overclocker(in)
        Zitat von DevouringKing
        Du meinst wegen dem Latenznachteil den CUDIMM mit sich bringt ?
        Ne schau dir mal die Timings an.
        Willst aus diesen was ordentliches herausholen bist weit weg von den 1,1V.
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