DRAM-Hersteller wollen Speicherchipproduktion zurückfahren
Schon seit Monaten befinden sich die Preise für DRAM-Chips auf einem Rekordtief, was den Herstellern stetig fallende Umsätze und steigende Verluste beschert.
Eine künstliche Verknappung des DRAM-Angebots soll für steigende Preise sorgen.
Laut zahlreichen Medienberichten aus Taiwan, Japan und den USA planen die beiden DRAM-Hersteller Elpida und Powerchip Semiconductor daher, den Ausstoß zu drosseln. Hynix, die derzeitige Nummer 2 auf dem Speichermarkt, soll ebenfalls derartige Pläne haben, wobei hier eher NAND-Flash-Speicher im Fokus steht.
Im Grunde haben sich die Hersteller selbst in diese Lage manövriert, indem in den letzten Jahren gigantische Fertigungskapazitäten aufgebaut wurden, was schließlich zu einer Übersättigung des DRAM-Marktes führte. Auch die Verlagerung auf NAND-Flash-Speicher brachte keine Besserung, da alle Hersteller diesen Schritt ungefähr zeitgleich vollzogen, was auch in diesem Bereich die Preise ins Bodenlose fallen ließ.
Ob dieser Schritt allerdings wirklich den erhofften Erfolg bringt, darüber scheiden sich unter Brancheninsidern derzeit die Geister. Einige glauben, dass nur der Ausstieg eines größeren Marktteilnehmers Besserung bringen könnte. Die ehemalige Infineon-Tochter Qimonda wäre als derzeit fünftgrößter DRAM-Produzent zum Beispiel so ein Kandidat.
