DDR5-RAM: Erste Massenproduktion in China gestartet
Während bereits verschiedene Hersteller DDR5-Speicherprodukte angekündigt haben, soll nun in China die erste RAM-Massenproduktion angelaufen sein. Bisher ist nur bekannt, dass Intel mit der kommenden CPU-Generation Alder Lake S vermutlich DDR5-RAM unterstützt.
Die Meldung über den Massenproduktionsstart von DDR5-Speichermodulen kommt von Jiahe Jinwei, dem viertgrößten Speicherhersteller in China, bei dem Chips von Micron für die Fertigung im Werk angekommen sein sollen, wie die chinesische Webseite mydrivers.com berichtet. Jiahe Jinwei ist Eigentümer von Speichermarken wie Guangwei oder Asgard, wobei letztere Marke erst im Februar ihren ersten DDR5-Speicher mit Kapazitäten von bis zu 128 GiB und 4.800 MHz angekündigt hatte.
Wie die Webseite videocardz.com bezugnehmend auf den Bericht anmerkt, hat man bereits mehrere Ankündigungen zu DDR5-Speicher von wichtigen Akteuren aus der Branche gesehen, aber bisher habe vor Jiahe Jinwei keines dieser Unternehmen eine Massenproduktion der neuen Speichermodule angekündigt.
Das bietet DDR5
Der neue DDR5-Speicher wird wie auch vorgehende Generationen erneut Änderungen bei den Leistungsanforderungen, den Kapazitäten, der Fehlerkorrekturunterstützung und der Übertaktung mit sich bringen, die wir bereits in einem Plus-Artikel näher beleuchtet haben. Im Vergleich zum DDR4-Standard wird DDR5 weniger Strom verbrauchen, höhere Kapazitäten und Frequenzen bieten sowie über eingebaute Power-Controller verfügen, die höhere Übertaktungsgeschwindigkeiten ermöglichen werden.
Ausblick auf die Verbreitung
Es wird erwartet, dass Intel mit seiner 12. Core-i-Generation namens "Alder Lake-S" noch in diesem Jahr die erste DDR5-fähige Plattform auf den Markt bringen wird. Der Übergang zum DDR5-Standard wird dabei wie üblich einige Zeit in Anspruch nehmen, weswegen Intel sowohl DDR4- als auch DDR5-Unterstützung durch seine neuen Chipsätze der 600er-Serie anbieten wird. AMD wird seine DDR5-fähige Plattform unterdessen mit dem neuen AM5-Sockel einführen, der zusammen mit den Zen-4-CPUs erwartet wird. Allerdings hat sich AMD bisher nicht offiziell zu einem möglichen Launch-Zeitplan der neuen Ryzen-Serie geäußert.

Zudem kann man annehmen, dass alleine schon mit deren 7nm ein signifikanter "Sprung" möglich sein sollte, denn so kompliziert (und teuer) es mit der umfangreichen EUV-Nutzung wird, so vereinfacht die vieles jedoch auch fertigungstechnisch, da sich die Maskenzahl deutlich reduzieren lässt und ein Großteil des problematischen Multipatterings entfallen kann.
"Hoffen können": Das hängt von der Perspektive ab. Im Datacenter gibt es wohl nach wie vor kein "Genug", jedoch bei Comsumer-CPUs bspw. mit Blick auf das Gaming ist das derzeit schon nicht mehr so einfach zu beantworten, da man derzeit nicht übermäßig viel mehr benötigen wird. 400 Fps in E-Sport-Titeln braucht keiner und wenn man die beste Grafik will, verschieben sich hier die Anforderungen primär zur GPU hin.
Die gerade erst auf den Markt gekommenen und für für min. die komplette erste Hälfte dieses Jahrzehnts aktuellen Konsolen haben nur acht langsamere Zen2-Kerne, mehr nicht und selbst das nutzen aktuelle GameEngines derzeit kaum wirklich aus. Und derzeit kann man einen Zen3 mit 12 Kernen zu einem halbwegs vertretbaren Preis kaufen, ALD 8+8 wird preislich vertmutlich zwischen dem und dem 16-Kerner liegen und ersteren sicherlich übertreffen und damit kann man jetzt schon CPUs kaufen die bzgl. des Gamings den Bedarf der nächsten Jahre problemlos stemmen können werden.
Und wenn man selbst als Consumer mal hier und da rendert, egal ob bspw. 3D oder Video, der 16-Kerner ist naheliegend, ein leicht verbesserter Zen3+ steht "vor der Tür", Zen4 verspricht gar eine kleine Kernerhöhung im Consumer-Segment und selbst ein kleiner Threadripper ist preislich kein Beinbruch, wenn man wirklich den Workload dafür hat und wenn man mit dem Gerät gar arbeitet, sprich Geld verdient, ist das eh alles kein Thema mehr. Ich denke zumindest als Consumer kann man das derzeit recht entspannt sehen ...
Das mit "Markt", "Dominanz" und "darf nicht passieren", ist nachvollziehbar und wünschenswert, denn Konkurrenz wird dringend benötigt, nur funktioniert der Markt so zumeist nicht, da hier Milliarden Egoisten ihre Kaufentscheidungen gemäß ihrer individuellen Bedürfnisse treffen und wenn hier ein Hersteller technologisch und/oder preislich klar in die Führungsrolle schlüpft, wird sich der Markt entsprechend verändern und es wird eng für andere Hersteller. Das würde in der gleichen Art mit AMD passieren mit den gleichen negativen Effekten, wenn Intel seine Probleme nicht gelöst bekommen würde und immer weiter zurückfallen würde. (Ja, ich weiß, das darf man nicht laut sagen, weil sonst die Fans Sturm laufen, denn auch nur zu implizieren, dass AMD in wesetlichen Zügen mit Intel vergleichbar ist, kommt schon Blasphemie gleich.
"Architektur", wie schon Torsten zuvor hier oder in einem anderen Thread auch erklärte: Intel hat keine übermäßigen Probleme mit der Architektur; das Problem ist schlicht die Fertigung, die sie daran hindert ihre Pläne und Produkte in optimaler Art und Weise umzusetzen. Wie schon mal von mir zuvor erklärt: Ein Ice Lake-S in 2019 mit einem gereiften 10nm-Prozess, also vielleicht das, was gerade in die HVM überführt wird in Form von Enhanced SuperFin, hätte AMD mit Zen2 schwere Kopfschmerzen bereitet. Und da man ja nun offensichtlich zweigleisig fährt (7nm angeblich nun on-track und pragmatische Foundry-Nutzung *) dürfte sich diese Problematik schrittweise und absehbar auflösen.
Bezüglich dem was kommt, wird man abwarten müssen. Raptor Lake in 2022 würde ich eher als gepimpten Refresh mit einigen kleineren Optimierungen vermuten, dem vermutlich erneut die Rolle einer "Übergangslösung" zukommen wird, jedoch bereits Meteor Lake könnte schon ein größerer Wurf werden. Hier kommen ihre 7nm, EMIB und Foveros zum Einsatz, so viel weiß man zumindest schon.
Bezüglich den 7nm könntest du dich übrigens irren, denn gemäß der ursprünglichen Planung war in 2021 der 7nm-Pilot mit Xe-HPC vorgesehen, während Granite Rapids SP dann als erste 7nm-CPU grundsätzlich bereits ein 7nm+ hätte verwenden sollen. Entsprechend kann man annehmen, dass in 2023 dieses 7nm+, also eine bereits verbesserte Iteration genutzt werden wird.
Das mit "Markt", "Dominanz" und "darf nicht passieren", ist nachvollziehbar und wünschenswert, denn Konkurrenz wird dringend benötigt, nur funktioniert der Markt so zumeist nicht, da hier Milliarden Egoisten ihre Kaufentscheidungen gemäß ihrer individuellen Bedürfnisse treffen und wenn hier ein Hersteller technologisch und/oder preislich klar in die Führungsrolle schlüpft, wird sich der Markt entsprechend verändern und es wird eng für andere Hersteller. Das würde in der gleichen Art mit AMD passieren mit den gleichen negativen Effekten, wenn Intel seine Probleme nicht gelöst bekommen würde und immer weiter zurückfallen würde. (Ja, ich weiß, das darf man nicht laut sagen, weil sonst die Fans Sturm laufen, denn auch nur zu implizieren, dass AMD in wesetlichen Zügen mit Intel vergleichbar ist, kommt schon Blasphemie gleich.
"Architektur", wie schon Torsten zuvor hier oder in einem anderen Thread auch erklärte: Intel hat keine übermäßigen Probleme mit der Architektur; das Problem ist schlicht die Fertigung, die sie daran hindert ihre Pläne und Produkte in optimaler Art und Weise umzusetzen. Wie schon mal von mir zuvor erklärt: Ein Ice Lake-S in 2019 mit einem gereiften 10nm-Prozess, also vielleicht das, was gerade in die HVM überführt wird in Form von Enhanced SuperFin, hätte AMD mit Zen2 schwere Kopfschmerzen bereitet. Und da man ja nun offensichtlich zweigleisig fährt (7nm angeblich nun on-track und pragmatische Foundry-Nutzung *) dürfte sich diese Problematik schrittweise und absehbar auflösen.
Bezüglich dem was kommt, wird man abwarten müssen. Raptor Lake in 2022 würde ich eher als gepimpten Refresh mit einigen kleineren Optimierungen vermuten, dem vermutlich erneut die Rolle einer "Übergangslösung" zukommen wird, jedoch bereits Meteor Lake könnte schon ein größerer Wurf werden. Hier kommen ihre 7nm, EMIB und Foveros zum Einsatz, so viel weiß man zumindest schon.
Bezüglich den 7nm könntest du dich übrigens irren, denn gemäß der ursprünglichen Planung war in 2021 der 7nm-Pilot mit Xe-HPC vorgesehen, während Granite Rapids SP dann als erste 7nm-CPU grundsätzlich bereits ein 7nm+ hätte verwenden sollen. Entsprechend kann man annehmen, dass in 2023 dieses 7nm+, also eine bereits verbesserte Iteration genutzt werden wird.
Zu ARM: Ja, das wird zweifellos interessant und wird sowohl AMD wie auch Intel sicherlich einige Kopfschmerzen bereiten und genaugenommen dürfte es das jetzt schon, wenn man sich bspw. die Designs von Ampere Computing ansieht.
*) Da die Kapazitäten frühzeitig gebucht werden müssen, stellt sich auch gar nicht die Frage ob Intel die Nutzen wird oder ob sie die dann haben werden. Intel wird bzgl. ihrer Marge natürlich so wenig wie möglich extern nutzen wollen, aber was gebucht ist und als Rückversicherung gebucht werden muss um Projektpläne nicht zu gefährden, wird absehbar auch genutzt werden, d. h. neben ihren eigenen 7nm könnte man in 2023 möglicherweise auch einige CPU-Modelle in bspw. TSMCs 5 oder 4 nm zu sehen bekommen.
Beispielsweise das Volumen gemäß Revenue, das Intel bei TSMC hat, ist betächtlich und die sind dort kein viel kleinerer Kunde als AMD, was irgendwo schon erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass das nur einen kleinen Teil von Intels gesamtem Fertigungsvolumen ausmacht. Beispielsweise wird Intel in 2021 mehr Geld bei TSMC lassen, als AMD noch im vergangenen Jahr (mit ihren CPUs, APUs, GPUs und Konsolen-SoCs zusammen).
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Sehe ich zumindest in diesem Kontext nicht so kritisch. Klappern gehört zum Handwerk und wenn ich mir bspw. die Slides zu und rund um Rocket Lake ansehe, finde ich die gar aus marketingtechnischer Sicht schon fast bieder.
Zudem kann ich mich nicht erinnern, dass Intel in dem Kontext, den wird hier diskutieren, in letzter Zeit eine ernstzunehmen Aussage der Art getroffen hätte, dass sie sich hier tatsächlich noch als unangefochtenen Performance Leader verstehen. Weder bei Xeon's noch bei Consumer-CPUs und selbst nicht im Mobile-Market. Entsprechende oder ähnlich klingende Aussagen beziehen sich immer auf umfangreichere Produktaspekte oder gar gleich komplette Systeme und da spielt am Ende dann wieder so viel mit rein, dass man sich in der einen oder anderen Art durchaus noch als Leader verstehen kann. Beispielsweise ein uneingeschänktes bzw. pauschales "Unsere Xeon's sind bzgl. ihrer Leistung unübertroffen" habe ich schon lange nicht mehr von denen gehört und das sicherlich auch aus gutem Grund, denn bei einer solchen, allumfassenden Inanspruchnahme würde wohl auch niemand diese Aussage ernst nehmen.
"The company is thus looking to 2024/2025 for 'unquestioned CPU leadership performance' "
Das heißt, dass man sich zu der Zeit bereits als unangefochtener Spitzenreiter sieht. Das heißt jedoch nicht gleichzeitig und implizit, dass man davor etwa nicht konkurrenzfähig ist/war, bzw. genaugenommen trifft bzw. zitiert Ian überhaupt keine Aussage zu dem Zeitraum davor.
Und wenn man annimmt, dass Intel nicht gleich auf wundersame Weise einen gigantischen Sprung machen wird, darf man entsprechend annehmen, dass für einen gewissen Zeitraum davor Intel zumindest vollends konkurrenzfähig und gleichwertig dastehen wird, bevor man sich dann mit einem weiteren Entwicklungsschritt erneut als "unbestreitbarer leistungstechnischer Marktführer" platziert.
Ob das am Ende alles tatsächlich so kommen wird, muss man natürlich abwarten, aber die Negation von Schwarz ist eben nicht Weiß.