Speicherkrise: Asus soll Mainboards mit DDR4 wieder hochfahren
Asus soll seine alten Mainboards mit AMDs Sockel AM4 ("PGA-1331") und Intels Sockel LGA-1700 nicht nur weiterhin produzieren, sondern deren Produktion wieder hochfahren. Damit soll der taiwanische Hersteller der Speicherkrise begegnen.
Asus soll seine alten Mainboards mit Sockel AM4 ("PGA-1331") für AMDs Zen, Zen 2 und Zen 3 und den Sockel LGA-1700 für Intel Core-i-12000, 13000 und 14000 nicht nur weiterhin produzieren, sondern deren Produktion für das Jahr 2026 wieder deutlich hochfahren, um damit der historischen Speicherkrise zu begegnen. DDR5 geht weiterhin an das boomende KI-Segment und ist für Consumer zu teuer.
In einem Bericht aus den für gewöhnlich bestens informierten Board Channels, welcher von der Website Wccftech veröffentlicht wurde, heißt es jetzt, dass Asus vor allem die Produktion von populären AM4-Mainboards mit Chipsätzen wie B550 und A520 erhöhen werde und den Sockel LGA-1700 mit dem B760 und H610 adressieren werde. Die Nachfrage nach AM4-CPUs ist zuletzt aufgrund Speicherengpässen und extrem hoher Preise für DDR5 gestiegen.
Quelle: Board Channels
Auch in den USA verkaufen sich die AM4-Prozessoren wieder deutlich häufiger und so rangieren der AMD Ryzen 7 5800XT, Ryzen 5 5500 und Ryzen 5 3600 in den Top 10 der meistverkauften CPUs bei Amazon. Alte CPUs und DDR4 könnten zumindest im Einsteiger-Segment für einige Zeit eine Übergangslösung für Spieler sein.
Während DDR5-Speicher seit September um 250 Prozent und mehr im Durchschnittspreis gestiegen sind, könnte sich damit der Lebenszyklus der altehrwürdigen AM4-Plattform und des Sockel LGA-1700 dank des "günstigeren" DDR4-Arbeitsspeichers noch einmal deutlich hinausschieben. Auf lange Sicht werden aber auch die DDR4-Speichermodule knapp und teuer werden. Auch die älteren Prozessoren dürften mittelfristig zur Mangelware werden.
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Quelle: Board Channels via Wccftech


In so einer Krise sollte man einen kühlen Kopf bewahren und nicht überstürzt handeln...
Ich denke der Hersteller lebt da risikoärmer als der Händler.
Wenn die innerhalb von 2 Wochen reagieren können und ihre Produktionsstraßen wieder auf AM5/DDR5 Mainboards umbauen, bzw. die Beschaffung der Zulieferteile, dann mag das ausreichen um die Produktion wieder rechzeitig abzuwürgen bevor durch die Entspannung auf der einen Seite den Markt auf der anderen Seite einbrechen lässt. Der schwarze Peter liegt dann bei den Händlern, denn die haben dann womöglich AM4/DDR4 Mainboards auf Lager liegen, die jetzt doch niemand mehr möchte. Bzw. nichtmal auf Lager, sondern womöglich noch auf dem Schiffscontainer zu uns rüber. Teuer bestellt, fast wertlos geliefert.
Es ist einfachste Marktwirtschaft, wenn ein Produkt wesentlich teurer wird, die Alternative auch im Preis steigt. Dazu muß man nichts studiert haben, das ist einfachstes Wissen.
Aber ich hoffe mal, dass meine 32GB DDR3 auch bald mehr wert sind, als die momentanen 100€.
2x32GB 3600 von Mushkin CL 16 Anfang des Jahres wegen hungriger Software für 146€ gekauft.
Mein AM4 bleibt bis zum AM6
Ansonsten 4x 8GB DDR3-1333 CL9 im Jahr 2012 für 130€ gekauft und jetzt sind die Dinger immer noch 100€ wert!
Die 96GB DDR5 5600 für 300€ sind da nichts sonderlich besonderes.
Der Schweinezyklus dauert immer 3-4 Jahre. Oder vorher bricht der gesamte Markt zusammen, weil die RAM-Preise schon Wucherei bedeuten und viele Wirtschaftszweige dadurch pleite gehen.