Project Motor Racing: Technik und Performance
Quelle: PCGH
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Project Motor Racing: Technik und Performance

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Test Philipp Reuther Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Wir haben wie auch viele andere Berichterstatter, darunter auch populäre Youtuber, eine Vorabversion zum Testen erhalten. Zu Beginn hatte diese mit kräftigen Performance-Problemen insbesondere am Start zu kämpfen, wenn dort viele Fahrzeuge zugleich versammelt waren. Es kam zu heftigen, teils sekundenlangen Einbrüchen und Hängern, die Sie teils in Youtube-Videos (etwa bei dem bekannten Sim-Racing-Kanal von Jimmy Broadbend) noch sehen können. Diese heftigen Ruckler wurden während des Testzeitraums behoben und treten nun nicht mehr auf. Kurz vor dem offiziellen Release erhielt Project Motor Racing obendrein einen größeren Patch auf Version 1.5.0.0. Unser Test bezieht sich auf diese Version vom 25. November 2025.

Einige DQHD-Ultrawide-Impressionen

Wie nahezu alle Rennspiele ist Project Motor Racing geradezu prädestiniert für die ultrabreite DQHD-Auflösung im 32:9-Format (im Spiel fälschlich als 36:9 bezeichnet) mit 5.120 × 1.440 Pixeln. Gerade mit mild gebogenem Panel (etwa mit dem im 49-Zoll-32:9-Format recht häufig anzutreffenden Radius 1800R) imitiert ein solches Display sehr überzeugend eine Windschutzscheibe und kann dank der großen Diagonale ein tolles Geschwindigkeitsgefühl suggerieren. Ein wenig Feintuning können Sie des Weiteren anhand des FOV-Sliders im Grafikmenü vornehmen, bei unseren Shots kommt der standardmäßige Blickwinkel von 60° zum Einsatz - sowohl bei 16:9 als auch 32:9.

Bildergalerie

Bei Version 1.5.0.0 sind größere technische Ärgernisse bereits behoben, doch einigen Macken sind auch bei der Launch-Version festzustellen. So ist der Vsync-Schalter im Anzeigemenü dysfunktional und führt (!) zu Tearing, selbst bei einem 240-Hertz-Monitor mit zugeschaltetem G-Sync und begrenzten Bildraten. Mit offenen Bildraten und ohne im Menü aktiviertem Vsync tritt dagegen kein Tearing auf. Das TAA verrechnet augenscheinlich einige Motion-Vectors nicht korrekt, was insbesondere bei Vegetation, Zäunen sowie hinter den Fahrzeugen für Artefakte sorgt. Dies überträgt sich offenbar teilweise auch auf die angebotenen Upsampling-Verfahren. Bei unseren Tests liefern nur DLAA und DLSS saubere Bilder, während XeSS unruhig ist ("Jittering") und FSR 3 klare Schlieren zeigt. Besonders krass - anders kann man es nicht sagen - wird es, wenn FSR 3 via Treiber zu FSR 4 umgewandelt wird. Ein Video sagt mehr als tausend Worte:

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Bezüglich Anforderungen gibt sich das gepatchte Project Motor Racing genügsam, auch in Sachen Prozessor-Anforderungen. Wir konnten bei unseren Proberunden mit einem Ryzen 9 7900X nebst Geforce RTX 5090 zwecks Sammlung des Bildmaterials die Framerate auf 120 Fps locken, welche stabil gehalten wurde. Ein Leistungsfresser ist PMR eher nicht - trotz der nicht wenig potenten CPUs, welche bei den Hardware-Voraussetzungen gelistet werden. Diese gelten für das volle, PC-exklusive Fahrerfeld von 32 Boliden. Auf den Konsolen starten maximal 16. Die offiziellen Systemanforderungen:

  Minimale Hardware Empfohlene Hardware
Windows Windows 10 x64 Windows 11 x64
CPU Intel Core i7-8700K / AMD Ryzen 5 (mindestens 12 Threads!) Intel Core i7-10700K oder AMD Ryzen 7 (mindestens 12 Threads!)
RAM 16 GiByte RAM 24 GiByte RAM
Grafikkarte Nvidia Geforce RTX 2060 / AMD Radeon RX 580 (mindestens 6 GiByte VRAM!) Nvidia RTX 3070 / AMD Radeon RX 6800 (mindestens 8 GiByte VRAM!)
API DirectX 12 DirectX 12
Festplatte 50 GiByte verfügbarer Speicherplatz 50 GiByte verfügbarer Speicherplatz

Das Grafikmenü ist recht übersichtlich, gibt Ihnen allerdings Zugriff auf prinzipiell alle nötigen wie nützlichen Schalter, um die Performance Ihren Wünschen anzupassen. Von mehreren Detail- und Sichtweitereglern über Upsampling bis zur Frame Generation lässt das Grafikmenü wenig vermissen. Nervig ist allerdings, dass sich das ausladende HUD nicht individualisieren lässt, sodass Ihnen - ob gewollt oder nicht - stets eine Hülle und Fülle an Informationen nahezu die Hälfte des Sichtfelds versperren.

Project Motor Racing: GPU-Benchmarks

Zeit, die Performance von Project Motor Racing in der aktuellen Version 1.5.0.0 in Zahlen zu pressen. Wir haben uns die beiden offiziellen Grafikkarten-Empfehlungen geschnappt und in fünf Auflösungen über einen regennassen Nürburgring mit 32 Fahrern (31 KI-Autos plus unser eigenes) gescheucht. Dieses Szenario zählt zu den anspruchsvollsten im Spiel. Dort aktivieren wir maximale Grafikdetails und das jeweilige Quality-Upsampling; Frame Generation bleibt inaktiv.

Tatsächlich performen die beiden empfohlenen GPUs relativ ähnlich, obwohl die Geforce RTX 3070 im groben Spiele-Mittel eher mit einer Radeon RX 6700 XT vergleichbar ist. In höheren Auflösungen zeigt die Radeon RX 6800 schließlich, dass sie das deutlich stärkere Modell ist. An der Speicherkapazität liegt es nicht, Project Motor Racing ist relativ genügsam, was auch die folgenden Impressionen mit einer Geforce RTX 2080 (Baujahr 2018) zeigen. Auf Basis dieser Werte können wir die Kritik an der Performance nicht nachvollziehen, das Spiel läuft der Grafik angemessen - zumindest auf unseren Testsystemen.

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Project Motor Racing: Zwischenfazit

Es ist schade, doch Project Motor Racing kann die großen Hoffnungen der Sim-Racer-Community zum aktuellen Zeitpunkt nicht voll erfüllen. Neben einigen technischen Macken - die größten Performance-Sorgen wurden durch den Launch-Patch behoben - wirkt das Spiel zurzeit nicht zuende entwickelt, sondern so, als befände es sich im Early Access. Dieser "Early Access" bezog sich im Falle von Project Motor Racing allerdings auf einen kurzen Vorabzugang, den Vorbesteller, Youtuber und auch wir sowie unsere Kollegen der PC Games erhielten. Doch während die teils heftigen Performance-Einbrüche zum Launch und Patch 1.5.0.0 behoben sind, haben andere technische Macken Bestand.

Kurz vor Wehrseifen, kurz vor dem nahezu garantierten KI-Abschuss. Quelle: PCGH Kurz vor Wehrseifen, kurz vor dem nahezu garantierten KI-Abschuss. Zu Letzteren zählen das noch etwas unrunde und je nach Strecke und Fahrzeug mehr oder minder überzeugende Physikmodell, das etwas seltsame und in Grenzsituationen oft zum Untersteuern neigende Fahrmodell sowie nicht zuletzt die KI, die viel zu sehr Ideallinie fährt. Dabei stört es die künstliche Rennfahrer-Intelligenz wenig, ob sich Ihr eigenes Fahrzeug im Wege befindet. Obendrein ist die Darbietung der KI extrem unterschiedlich, je nachdem, welche Fahrzeuge, Strecke und Witterungsumstände wir nutzen. In Spa, bei trockener Strecke und Group-C-Fahrzeugen, versägen uns die KI-Gegner beim Start beispielsweise gnadenlos, um sich kurz darauf in der La-Source-Kurve in einem chaotischen Knäuel zu verheddern, Vollbremsungen und mitten auf der Fahrbahn stehenbleibende Fahrzeuge inklusive. Die KI von Assetto Corsa Evo neigt an dieser Stelle zwar auch zu recht wildem Verhalten, doch ist dieses Spiel tatsächlich noch Early Access, kaum über Version 0.3, und gar so wilde Manöver zieht die Assetto-KI nicht einmal in dieser frühen Entwicklungsphase ab (zumindest nicht mit "Save"-Setting).

Ein nahezu perfekt durchgeführtes PIT-Manöver der uns hinterherfahrenden, gegnerischen KI knallt uns in die Leitplanke. Zeitverlust, Fahrwerk verzogen, Aerodynamik zerbeult. So ist an ein erfolgreiches Rennen kaum noch zu denken. Wir fordern schärfere KI-Führerscheinregeln! Quelle: PCGH Ein nahezu perfekt durchgeführtes PIT-Manöver der uns hinterherfahrenden, gegnerischen KI knallt uns in die Leitplanke. Zeitverlust, Fahrwerk verzogen, Aerodynamik zerbeult. So ist an ein erfolgreiches Rennen kaum noch zu denken. Wir fordern schärfere KI-Führerscheinregeln!

Auf der nassen Nordschleife hingegen versägen wir die KI bei jedem Start verlässlich, selbst wenn wir nicht die optimale Drehzahl halten, während wir die Kupplung fliegen lassen. Die KI fährt obendrein weiterhin nahezu 1:1 die "Trockenlinie" lediglich langsamer und lässt sich bei nasser Fahrbahn häufig auf der Innenseite (zu langsam bei Nässe auf der Ideallinie) oder auf der nahezu ungenutzten Außenseite (mehr Pfützen, weniger Grip, aber mehr Strecke pro Grip) überholen - selbst auf Profi-Einstellungen. Doch an eine saubere Runde ist auf der Nordschleife mit KI-Gegnern kaum zu denken: Trotz mehr als eines halben Dutzends Versuchen rammte uns die KI jedes Mal in der Werseifenkurve erst ins Heck und darauf in die Leitplanke, selbst bei behutsamen Bremsmanövern, unterschiedlichen Linien sowie großzügigem Sicherheitsabstand zu den vorausfahrenden Rennwagen (siehe Bildergalerie). An diesen Stellen ist definitiv noch Feinschliff nötig - und dieser wäre wünschenswert, denn Potenzial steckt in Project Motor Racing. Der Launch ist allerdings etwas unschön verlaufen, und der Ersteindruck ist "dank" ruckeliger Videos und Impressionen der Vorabversionen diverser Tester sowie Youtuber erst einmal zerbeult. Das Spiel hätte noch einige Monate Entwicklungsarbeit verdient gehabt.

Was halten Sie von Sim-Racern generell und Project Motor Racing im Speziellen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Fahrzeuge, Physik und Rammbock-KI
  3. Seite 3 Technik und Performance
    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DARPA
        Der Ort heisst auch Bathurst !
        Goddammit^^

        Ich muss zugeben, da hab ich eine gewisse Wissenslücke.
        Fixed. Im Text, zumindest. Im Forum lass ich es mal transparent (peinlich) stehen.^^

        Gruß,
        und schönes WE,
        Phil
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DARPA
        Der Ort heisst auch Bathurst !
        Goddammit^^

        Ich muss zugeben, da hab ich eine gewisse Wissenslücke.
        Fixed. Im Text, zumindest. Im Forum lass ich es mal transparent (peinlich) stehen.^^

        Gruß,
        und schönes WE,
        Phil
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Phil
        Richtig, Brathurst ist Down Under.
        Zitat von PCGH_Raff
        Ich lese immer "Bratwurst".
        Der Ort heisst auch Bathurst !
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Ich lese immer "Bratwurst". Muss am Nürnberger Vibe liegen. "3 im Weggla" zum Mittagessen?

        MfG
        Raff
        Und wenn sich die KI dann zusammenknäult und im Halben dutzend in der Botanik am Streckenrand landet, sind es 6 auf Kraut?^^

        Zitat von joecnstr
        Mich wundert es nicht, dass es einen Review Shitstorm gab. Rennspiele, die auf Realismus machen, müssen einfach technisch einwandfrei sein. Das ist ja gerade das, was man von ihnen erwartet!

        Ich glaube Giant hat sich da einfach übernommen. Das ist kein Landwirtschaftssimulator bei dem man ein Auge zudrückt...
        Das wirkt alles einfach unausgegohren, nicht ganz fertig. Wie man es bei einem Early-Access-Titel erwarten würde. Inhaltlich steckt da zwar schon mehr drin, aber die ganze (durchaus Potenzial erkennen lassende) Fahrzeugphysik, die KI und auch vieles drumherum wirkt einfach noch nicht so richtig fertig. Das hätte noch ein paar Monate im Ofen gebraucht.

        Das Weihnachtsgeschäft hat vermutlich gelockt und eventuell gab es da auch noch andere Faktoren, die den Release so und zu diesem Zeitpunkt gewissermaßen lanciert haben.

        Gruß,
        Phil
      • Von JuNiioR PC-Selbstbauer(in)
        solange es AMS2 gibt braucht man dieses "Machwerk" überhaupt nicht.

        Hatte gehofft das es zumindest ein neues Project Cars wird aber das ist ja meilenweit davon entfernt.

        AMS2 und Pcars1-2 haben relativ gut zwischen Forza/ Gran Turismo und den "richtigen" Sims gepasst.

        Schade das PMR leider nur in den Mülleimer passt
      • Von meckswell Freizeitschrauber(in)
        vertippt.
      Direkt zum Diskussionsende
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