PCGH 11/2000 Rückblick: Das Küken liest die erste Ausgabe und staunt
Die jüngste PCGH-Redakteurin liest die Erstausgabe und staunt zwischen D-Mark, Röhrenmonitor, Smudo-Lenkradtest und Voodoo 5.
In diesem Artikel
- Seite 1 PCGH 11/2000: Mein erster Blick in die Ur-Ausgabe
- Seite 2 Als 56 kbit/s der Heilige Gral waren
- Seite 3 PCGH Retro-Test: Doom 3, GeForce2 Ultra und der Kupferkult
- Seite 4 PCGH 2000 im Rückblick: Voodoo5, Pentium 4 und 3dfx-Mythen
- Seite 5 PCGH damals und heute: 25 Jahre Hardware-Leidenschaft
- Seite 6 Bildergalerie
Ich bin Jahrgang 1997 und damit zu jung für die D-Mark, aber alt genug, um zu wissen, dass sich ein Röhrenmonitor nicht so leicht vom Wohnzimmer in mein Kinderzimmer schleppen ließ. Wenig überraschend bin ich daher auch zu jung, um damals die Erstausgabe der PCGH aus dem Jahr 2000 gelesen haben zu können. Von da an hat es noch knapp 5 bis 6 Jahre gedauert, bis ich meine erste Ausgabe in den Händen gehalten habe. Gekauft habe ich sie damals übrigens nicht selbst. Meine Mutter hatte meinem Vater versehentlich eine PC Games Hardware mitgebracht, obwohl er eigentlich die PC Games wollte. Ich erinnere mich noch daran, wie ich die Hefte durchblätterte, ohne zu verstehen, was da stand. Heute verhält es sich ein wenig anders: Ein Vierteljahrhundert nach der Erstausgabe, sitze ich als Jüngste in der Redaktion und lese genau dieses Heft. Nicht aus Nostalgie, sondern aus Neugier. Es ist ein Blick zurück auf eine Zeit, in der PCGH gerade anfing, das zu werden, was mich Jahre später geprägt hat - und was jetzt, ironischerweise, mein Arbeitsplatz ist.
Quelle: PCGH
Das Cover der Erstausgabe
D-Mark, Smudo und das Jahr 2000
Das Cover ist ein Statement: Mark-Preise in grellem Pink, "Lenkradtest mit Smudo" in Großbuchstaben, dazu eine CD-ROM mit Treiber und Patches. In der Ecke ein Gewinnspiel über 10.000 Mark, daneben ein Laptop mit DVD-Laufwerk und 128 MiB RAM - "neu mit CD-ROM für 5 Mark". Alles an diesem Heft schreit Jahr 2000 und so sollte es ja auch sein. Kurz darauf lande ich bei der Redaktionsseite. Zu lesen ist, dass Chefredakteur Thilo Bayer Star Trek: Voyager - Elite Force liebt, während Kay Beinroth ganz offen zugibt, dass er Seven of Nine gern mal näherkommen würde.
Marco Albert schreibt, The Road to El Dorado könne ein "würdiger Nachfolger zu Monkey Island" werden. Ich schätze den Optimismus, aber da gehe ich nicht mit. Monkey Island ist unantastbar. Da kann man noch so viele Dialogoptionen basteln - niemand kommt an Guybrush Threepwood ran, der einem mit ernster Miene beibringt, wie man sich mit Beleidigungen duelliert.
Wenn man sich die Seite anschaut, fällt auf, dass sie erstaunlich gut gealtert ist. Man kann fast froh sein, dass es nur Porträts sind. So sieht man wenigstens nicht, was damals als "Freizeitlook im Büro" durchging. Und trotzdem: Mit etwas Abstand könnten das genauso gut heutige Redakteure sein. Nur das Bildrauschen verrät das Jahr 2000. Diese leicht kriseligen, verrauschten Fotos.



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Sehr unterhaltsam [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] .
Gruß,
Phil
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