Geforce-Treiber 399.24 WHQL: Behebt Ryzen-Threadripper-Bug, verbessert Performance in BO4 und Tomb Raider [Update]
Nvidia hat den Geforce-Treiber 399.24 WHQL veröffentlicht, der als Game-Ready-Version die Performance von Shadow of the Tomb Raider, der Open-Beta von Call of Duty: Black Ops 4 (Battle-Royale-Modus Blackout) und dem Early-Access von Assetto Corsa Competizione verbessern soll. Außerdem behebt er einen Bug mit AMDs Ryzen Threadripper 2990WX.
Aktualisierung vom 12.09.: Passend zum Thema können wir ein Video anbieten. Wir zeigen anhand von Shadow of the Tomb Raider in DirectX 11 und DirectX 12, ob der Ryzen Threadripper 2990WX wirklich vom Geforce-Treiber 399.24 WHQL profitiert. Außerdem werden zwei weitere Titel mit bisher sehr schlechter Performance analysiert.
Mitte August hat AMD den Ryzen Threadripper 2990WX als neues Workstation-CPU-Topmodell veröffentlicht, der die Kernanzahl des bisher größten AMD-Prozessors, dem Ryzen Threadripper 1950X, von 16 auf 32 verdoppelt. Das brachte ein Problem mit sich, das zunächst sowohl national als auch international nicht ausgemacht werden konnte: Der Spiele-Performance brach ein. Nach der Veröffentlichung wurde klar, dass es an Nvidias GPU-Treiber liegen muss. Die Geforce GTX 1080 Ti und Titan Xp werden meistens in Tests genutzt, weil sie nominell die schnellsten Grafikkarten darstellen und die CPUs potenziell am wenigsten ausbremsen (CPUs sollen im CPU-Limit getestet werden). Im Geforce-Treiber 399.24 WHQL hat Nvidia nun zeitnah einen Fix untergebracht, der das Problem mit den 32 Kernen des Ryzen Threadripper 2990WX beheben soll.
Game-Ready für Shadow of the Tomb Raider, CoD: Black Ops 4 & Assetto Corsa Competizione
Darüber hinaus verbessert der Treiber als Game-Ready-Version die Performance Shadow of the Tomb Raider, der Open-Beta von Call of Duty: Black Ops 4 und dem Early Access von Assetto Corsa Competizione. Die Black-Ops-4-Beta für PC beginnt zunächst einmal geschlossen am kommenden Freitag und geht ab Samstag in eine offene Version über - Activision möchte mit ihr den Battle-Royale-Modus Blackout testen lassen. Shadow of the Tomb Raider wird nahezu zeitgleich erscheinen. Assetto Corsa Competizione erscheint bereits morgen über Steam.
Die sonstigen Fehlerbehebungen des Geforce-Treibers 399.24 WHQL sind überschaubar: Die Software soll sich jetzt auch wieder korrekt auf alten Systemen installieren lassen, die noch einen Core-2-Duo- beziehungsweise -Quad-Prozessor aus dem Hause Intel nutzen.
Den Download des Geforce-Treibers 399.24 WHQL finden Sie wie immer auf PCGH.de und Nvidias offizieller Webseite.

Warum hat AMD bei allen Threadripper-Reviews nicht drauf hingewiesen. Da war die TR Performance teilweise unverständlich schwach weil mit der 1080 Ti getestet wurde in Spielen - und die Ergebnisse sind offensichtlich nicht repräsentativ.
Klar ist es ein Problem mit AMDs Design. Aber das Design selbst ist kein Problem, nur der Umgang damit
Dieser Bug tritt auch mit Intelsystemen auf und wurde mit diesem Treiber ebenfalls gefixt. Bei reduzierter Kernzahl mittels Bios oder Windows-Boot-Option gab es bei bis zu 62 logischen Prozessoren unter Windows und einigen Spielen keinen Performancedrop. Erst bei 64 logischen Prozessoren und nur genau bei 64 logischen Prozessoren gab es einen Performanceabfall um ca. 50% in CPU-Limiterten Spieleszenen. Bei Systemen mit noch mehr logischen Prozessoren (also mehr als wie 64) trat dieser Bug wiederrum nicht mehr auf, ganz einfach weil Windows bei mehr als 64 logischen Prozessoren nun anfängt Prozessorgruppen zu bilden und das in der Regel symmetrisch (z.B. 36C/72T zu 2x 18C/36T). Das heißt Anwendungen die nicht mit Prozessorgruppen umgehen können (betrifft nahezu alle normalen Anwendungen und Spiele), erkennen nur die halbe Kernzahl. In diesem Fall würden die betroffenen Spiele und der Nvidiatreiber nicht mit mehr als 64 logischen Prozessoren in Kontakt kommen sondern nur mit maximal 36 logische Prozessoren, wodurch der Treiber-Bug garnicht erst auftritt.
Das mit den Prozessorgruppen könnte in Zukunft noch interessant werden wenn 7nm Threadrippermodelle mit noch mehr Kernen auf der Bildfläche erscheinen. Der ein oder andere Workstationnutzer könnte ganz unwissend ziemlich angepisst sein das seine ziemlich gut skalierende Anwendung partout nicht mit mehr als 64 logische Prozessoren laufen will. Einen Weg daran vorbei gibt es nicht, ohne das sich Microsoft erbarmt doch mehr als 64 logische Prozessoren zuzulassen. Darauf verlassen das Entwicker zukünftig bei jeder gut skalierenden 0815 Anwendung mehrere Prozessorgruppen unterstützt würde ich mich auch nicht. Aber alternativ gibt es ja noch Linux...