Geforce RTX: Wie gut laufen die Gaming-Umsätze trotz fehlender Wunderwaffe?

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Geforce RTX: Wie gut laufen die Gaming-Umsätze trotz fehlender Wunderwaffe?
Quelle: Nvidia

Zuletzt gab Nvidia zu, keine Wunderwaffe gegen hohe Grafikkartenpreise und schlechte Verfügbarkeit zu haben. Doch wie wirkt sich das auf die Umsätze in diesem Bereich aus? Die Antwort dürfte überraschen.

Nvidia hat die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2022 veröffentlicht, das bei Nvidia zeitlich versetzt Ende Oktober aufhörte. PC-Spieler dürften sich vor allem für die Umsätze im Bereich Gaming interessieren.

Nvidia: Massives Wachstum zum Vorjahr

Insgesamt hat Nvidia - natürlich - neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn aufgestellt. Waren es im Vorjahr noch insgesamt 4,72 Mrd. US-Dollar Umsatz, schafft man nun 7,10 Mrd. USD im Quartal. Damit setzt man 50 Prozent mehr um. Auch beim Nettogewinn geht es steil nach oben, um zwar um 84 Prozent: 2,67 Mrd. USD stehen 1,39 Mrd. USD gegenüber. Der Bereich Gaming steigt zwar nicht am stärksten, ein Umsatzplus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3,32 Mrd. zu 2,27 Mrd.) kann sich aber sehen lassen. Gegenüber dem Vorquartal steht immerhin ein Plus von 5 Prozent in den Büchern. Der Umsatzanteil von Gaming sinkt aber auf unter 50 Prozent.

Zuletzt gab Nvidia zu, keine Wunderwaffe gegen hohe Grafikkartenpreise zu besitzen. Huang äußerte sich in einem Interview so, dass auch das Jahr 2022 davon bestimmt sein wird, dass die Nachfrage das Angebot "bei Weitem" übersteigen wird. Und so gibt man auch im Transskript zu den neuen Finanzzahlen zu Protokoll, dass die Nachfrage in allen Bereichen stark war, während das Angebot an Desktop-GPUs weiter erhöht wurde. Nvidia glaubt, "dass die Lagerbestände im Channel weiterhin niedrig sind". Übersetzt heißt das: Was an Ware reingeht, wird direkt weiterverkauft. Nvidia verspricht aber, "weiter hart daran zu arbeiten, das Angebot für die überwältigende Nachfrage in dieser Urlaubssaison zu erhöhen".

Interessant sind die nebenbei getätigten Aussagen. So gibt es Schätzungen durch Nvidia, dass die installierte Basis an Geforce-Grafikkarten nun zu einem Viertel aus RTX-GPUs besteht. Kein Wunder, dass man hier Optimismus für die Zukunft sieht: "Die RTX-Möglichkeiten wachsen mit dem wachsenden Markt der Gamer, Kreativen, Designer und jetzt auch der Profis, die Heim-Workstations bauen, weiter an", so Nvidia. Etwas Einblick in langfristige Kauf- und Liefervereinbarungen liefert die Finanz-Chefin Colette Kress. Man beschaffe nicht "nur das, was wir in diesem Quartal brauchen, sondern auch das, was wir im nächsten Jahr brauchen, und auch hier planen wir für das nächste Jahr Wachstum". Nvidia tätigt dabei langfristige Lieferkäufe, also Kapazitätsvereinbarungen mit vielen verschiedenen Lieferanten. In diesem Quartal habe man eine Zahlung in Höhe von etwa 1,6 Mrd. USD geleistet, was einer langfristigen Kapazitätsvereinbarung von insgesamt etwa 3,4 Mrd. USD entsprechen soll. Damit will man das Wachstum auch für die kommenden Jahre absichern.

Apropos Wachstum: An der Börse wurde Nvidias neue Zahlen positiv aufgenommen. In Deutschland stiegt die Aktie heute um satte 7 Prozent auf nun 284 Euro, ein neues Tages-Allzeithoch. Vor einem Monat war die Aktie noch bei 190 Euro notiert. Das enorme Wachstum dürfen Sie gerne selbst ausrechnen.

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Firestar81
        Normaler Markt,ist der Markt so wie er war vor Corona.
        Vor Corona.
        Vor Merkel?
        Vor dem 2. Weltkrieg?
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Firestar81
        Normaler Markt,ist der Markt so wie er war vor Corona.
        Vor Corona.
        Vor Merkel?
        Vor dem 2. Weltkrieg?
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Und dann noch für 1000,-- 6-8 GB Arbeitsspeicher auf der Karte. Dämlicher geht doch gar nicht! Da wird Konstruktionsschrott mit einer Halbwertzeit von einem Jahr als "Neuware" verkauft. Das ist ja ekelerregend!
      • Von 6Pac PC-Selbstbauer(in)
        Die Schamgrenze ist bei den Verkäufern nur über die Jahre gesunken.
        Früher hatte man Angst überteuert zu verkaufen und evtl. dafür gebrandmarkt zu werden.
        (Der hat doch Apothekenpreise, da kaufe ich nicht ein)
        Heute hat man Angst nicht den maximalen Gewinn heraus geholt zu haben, wenn man sieht, dass die Konkurrenz das kann.

        Die Konsumenten sind halt überwiegend vergesslich aber eben auch zu gierig.
        Weiter sollte man bedenken, dass GPUs für Games ein Luxus für das eigene Vergnügen ist.
        Da sitzt das Geld nochmal lockerer.

        Gewerbliche Käufer passen halt ihre Dienstleistungspreise an, so weit wie der Kunde mitspielt. <-- auch so ein Beispiel. Das kann man selbst für sein Hobby leider nicht machen.
        Die Hersteller* werden ihre Preise auf die Nachfrage ebenso anpassen.

        Künstliche Verknappung? Sicher nicht! Das macht keinen Sinn, da zB. Nvidia gar nicht selbst herstellt und Verträge schon lange vorher mit den Auftragsfertigern geschlossen hat.
        So eine Auftragsfertigungsstraße, nur für dein Produkt, ist schon ein Gewinn und heiß begehrt.
        Die gehört dann auch ausgelastet.
        So "Luxus" ist eine GPU dann doch nicht, sie zu verknappen.

        Solange die Mehrheit, Hersteller, Verkäufer, Käufer ihr Geld wechseln und dabei zufrieden sind wird sich nichts an den Preisen ändern.

        Wir haben gerade wirklich eine Knappheit.
        Da krankt es an einfachen Komponenten.
        Netzwerk-, Bluetooth-, Super-Vectoring-Chips nur um mal etwas aufzuzählen, womit ich täglich indirekt zu tun habe.
        Die Endprodukte sind dann eben nicht lieferbar, bzw. sehr schwer zu bekommen.
        Bei uns steht halt dann der Auftrag auf Halde, das Lager ist zu 90% gefüllt und von uns bezahlt, können aber nicht die Lösung an den Kunden liefern.
        Sowas ist ein echtes Problem.
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Diola
        Also anfangs war es nur ein Verdacht, inzwischen und erst recht nach dem Artikel bin ich fast sicher, Scalper sind eine Erfindung der Medien und die Karten ganz sicher vom Hersteller selbst künstlich verknappt. Weniger herstellen und teurer verkaufen erhöht den Gewinn ganz außerordentlich. Das passiert grade in ganz vielen Brangen, so bspw. auch bei einigen Hochpreis-Handys(xiaomi mi 11 ultra(Europa) 1200 Euro Neupreis, und nicht halb so ausgereift wie das Samsung Galaxy s7 Edge von 2016, das damals 500 Euro Neupreis hatte. Grottenschlechte Kamera und die komplette Medienlandschaft hypet das Ding wie einen Gamechanger.)
        Entweder die Medien sind zu naiv oder Teil der Geschichte.
        Normalerweise werden für ein Produkt lange vor Produktionsstart Preise und Liefermengen mit allen beteiligten Lieferanten vereinbart. Das hätte nVidia also langfristig geplant haben müssen. Die Frage ist dann, warum sie die UVP vergeleichsweise niedrig gewählt haben. Außerdem funktioniert das Vorgehen nur, wenn die Konkurrenz eine ähnliche Schiene fährt, ansonsten verliert man Marktanteile. Es hätte also eine (illegale) Abstimmung zwischen AMD und Nvidia geben müssen. Wir sind also tief im Land der Verschwörungstheorien.
      • Von Xeandro Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Richu006
        Wenn ich ganz ehrlich bin, war das vor Corona für mich kein "normaler" Markt mehr.

        Wenn wir ehrlich sind, könnte niemand in Deutschland, der Schweiz, oder sonst wo in Europa, Amerika oder so, grafikkarten zu diesen Preisen herstellen!

        Es war eine einzige "Geiz ist Geil" mentalität, wo Produktionen alle im billigst Länder verschoben (Taiwan, China) wurden. Wo es 0 Menschenrechtr gibt, und Arbeiter ausgebeutet werden.
        Nur alleine deshalb waren diese Produkte so "billig"

        Dass das nicht auf ewig gut kommen kann war irgendwann zu erwarten.

        Jetzt ist es halt eine Pandemie die uns die Nachteile von import waren aus der ganzen Welt aufzeigt.

        Früher oder später werden wohl aber auch angestellte aus china und taiwan sich erheben. Und anständige Löhne fordern. Dann ists sowieso vorbei mit diesen Preisen!

        Die Frage ist also tatsächlich, "was ist ein normaler Markt?"

        Und vielleicht waren wir ja lange nur verblendet.
        Da gehe ich auch mit aber warum suchst du die Verantwortung primär beim Kunden und nicht beim Hersteller. Wenn Firmen große Gewinne einfahren und mehrere Quartale hintereinander Rekorde vermelden liegt die Lösung dort. Warum nicht einfach die Leute fair bezahlen und ein paar Prozentpunkte von der Gewinnmarge streichen? Da ist man dann schnell in einer Diskussion um Kapitalismus, soziale Marktwirtschaft, Mitarbeiterwertschäzung, Kinderarbeit in Schwellen- und Dritte Weltländern.
        Als Kunde haben wir nur einen Hebel in der Hand und der lautet "Nicht kaufen" bzw. "Faire Alternativen kaufen". Beides kann schwierig sein.
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