Nvidia über AMD & Intel: Darum zeigt sich CEO Jensen Huang wenig beeindruckt
Zu Nvidias Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen hat sich CEO Jensen Huang zu den jüngsten Ereignissen zwischen AMD und Intel geäußert. Intels Vorhaben, im Bereich Datenzentren wieder High-End-Grafikkarten anbieten zu wollen, sei ein Zugeständnis für die Wichtigkeit von GPUs. Für schlanke Spieler-Notebooks seien derweil die Max-Q-Grafikkarten gut.
Für die Hardware-Welt war die laufende Woche so ereignisreich wie schon lange nicht mehr. AMD und Intel kündigten an, an einer gemeinsamen High-End-APU mit HBM2-Speicher zu arbeiten. Raja verließ seinen Posten als Leiter von AMDs Radeon Technologies Group, um am nächsten Tag bekannt zu gegeben, bei Intel künftig High-End-Grafikkarten zu entwickeln (vorwiegend für den Profi-Einsatz, Gaming-Ableger sind offen). All das sind Kampfansagen an Nvidia.
Das grüne Lager hat sich auf wiederholte Nachfrage zu den Geschehnissen im Earnings Call zu den letzten Geschäftszahlen geäußert. Der Weggang von Raja Koduri stelle einen großen Verlust für AMD dar, so Nvidia-CEO Jensen Huang. Intel erkenne an, wie wichtig GPUs inzwischen geworden seien. "Die moderne GPU ist kein Grafikbeschleuniger, wir haben bloßen das 'G' drin gelassen. Diese Prozessoren sind Domain-spezifische, parallelisierte Beschleuniger und enorm komplex. Sie sind die komplexesten Prozessoren, die irgendjemand auf unserem Planeten bis dato gebaut hat".
Eine GPU schüttle man nicht mal so eben aus der Tasche. Nvidia veranschlage für eine neue Generation einen Zeitraum von drei Jahren. Darüber hinaus sei die Software-Abteilung wichtig, die Huang in den Vordergrund schiebt: "[...] Wir haben 5.000 Ingenieure, die an der System-Software, den Bibliotheken, 'Lösern', Compilern, Graphenanalysen, Cloud-Plattformen und Virtualisierungs-Stacks arbeiten, um die Computing-Architektur für all die Leute nützlich zu machen, denen wir dienen". Intel muss das alles mehr oder weniger aus der Taufe heben.
In Bezug auf die Intel-AMD-APU, die neue Leistungsniveaus in Ultrabooks ermöglichen soll, verweist der Nvidia-CEO auf das hauseigene Max-Q-Angebot, bei dem die Grafikkarten zugunsten der Effizienz mit niedrigeren Taktraten betrieben werden. Die Geforces werden - wenig überraschend - als überlegen dargestellt.

Das hat Koduri sicher als Geschenk mitgebracht.
Außerdem, wenn Intel wirklich was brauchbares im GPU Segment bringt haben AMD UND Nvidia dicke Probleme.
Bei sowas muss man nunmal um mehr als eine Ecke denken
Ich bin aber natürlich trotz allem gespannt was Intel da genau vorhat, aber "dank" Larabee ist auch eine gehörige Portion Skepsis dabei ^^
Und ich denke nicht, dass Intel sich auf die Stufe mit AMD begibt, wenn sie keine gute Software liefern. Wäre sehr schade, sonst könnte man gleich AMD-Karten kaufen und Intel kann es bleiben lassen.
"Nvidia CEO Huang zeigt sich von Konkurrenten beeindruckt" -- keine Headline, jemals