Intel baut künftig (wieder) High-End-Grafikkarten mit Raja Koduri an der Spitze [Update]
Raja Koduri, der jüngst noch AMDs Radeon Technologies Group leitete, wird Anfang Dezember zu Intel wechseln und dort die neu gegründete Core and Visual Computing Group verantworten. Die größte Überraschung ist wohl, dass Intel in den Markt für High-End-Grafikkarten einsteigen und AMD sowie Nvidia damit gehörig Konkurrenz machen möchte. Noch nicht ganz klar ist, inwiefern Intel den Gaming-Markt bedienen wird.
Update:
Nach dem Deal zwischen AMD und Intel, bei dem Letzterer eine Radeon-GPU auf einer MCM-APU einsetzt, konnte man sich fragen, inwiefern Koduris Wechsel von AMD zu Intel abgesprochen war. Die Webseite fortune.com zitiert einen AMD-Sprecher, laut dem das Unternehmen nicht gerade begeistert klingt: "Wir haben ein sehr starkes Grafikteam und werden uns weiterhin darauf konzentrieren, großartige Produkte zu bauen. Wir haben branchenführende Grafik-IP und werden sie, sofern notwendig, energisch verteidigen" - im Sinne von Patentrechten.
Originalartikel vom 09.11.17:
Erst gestern hat AMD bekannt gegeben, dass Raja Koduri den Chiphersteller verlassen wird. In den letzten zwei Jahren leitete er die abgespaltene Radeon Technologies Group, war also um alles rund um die Radeon-GPUs verantwortlich. Gerüchte, dass Koduri zu Intel wechseln könnte, hat das Unternehmen heute in einer Pressemitteilung bestätigt. Mit der Ankündigung ließ man gleichzeitig eine Bombe platzen: Intel wird künftig Grafikkarten bauen, die auch den High-End-Bereich abdecken sollen.
Dazu wird unter Koduri die Core and Visual Computing Group gegründet. Er wird Intel-Chef-Architekt, Senior Vice President der genannten Gruppe und General Manager einer neuen Initiative für Compute-Lösungen. "In dieser Position wird Koduri die Führungsposition bei den integrierten Grafikeinheiten für den PC-Markt mit dedizierten High-End-Grafiklösungen für eine breite Spanne an Computing-Segmente erweitern", heißt es in Intels Pressemitteilung. Das Feld rund um Machine Learning und Datenzentren dürften im Fokus stehen, das für Spieler wichtige Segment "Graphics" wird aber ebenfalls wiederholt explizit genannt.
"Wir haben aufregende Pläne, unsere Computing- und Graphics-Kapazitäten aggressiv auszubauen und unsere eigene breite, starke und differenzierte IP-Basis aufzubauen. Mit Raja an der Spitze unserer Core and Visual Computing Group werden wir unser Portfolio an unerreichten Fähigkeiten erweitern, unsere Strategie, das Feld Computing und Graphics anzuführen, fortschreiten und letztendlich die treibende Kraft der Datenrevolution darstellen."
Intel hat Milliarden an Forschungsgeldern und eigene Fertigungskapazitäten zur Verfügung stehen, womit der Einstieg in den Grafikkartenmarkt umso spannender wird. Bisherige Ambitionen - zuletzt mit dem Projekt Larrabee - sind im Zusammenhang von Grafik gescheitert und wurden nur noch fürs reine Computing weiterentwickelt. Bislang bietet Intel echte GPUs nur integriert in seinen CPUs an, wo sie der Konkurrenz in Sachen Leistung pro Chipfläche und Effizienz stark hinterherhinken.
Einen Zeitplan nennt Intel derweil noch nicht öffentlich. Die iGPUs in den CPUs dürften erst in einigen Generationen profitieren, deren Designs noch nicht fertiggestellt wurden. Eine neue Architektur für High-End-GPUs braucht für gewöhnlich mehrere Jahre Entwicklungszeit, wobei unklar ist, inwiefern Intel schon im Vorfeld an dem Projekt gearbeitet hat. Alternativ sind weitere Kollaborationen mit AMD und dessen RTG nicht auszuschließen, darunter zum Beispiel Lizenz-Deals, die den Prozess beschleunigen würden. Koduri zeigt sich derweil euphorisch: "Ich habe noch nichts geschrieben gesehen, das die Größe von dem versteht, was ich [bei Intel] verfolge. Der Umfang ist nicht einmal annähernd mit dem vergleichbar, was ich bisher gemacht habe."
Für alle Retro-Interessierten: Zuletzt bot Intel in den 90er-Jahren diskrete Grafik durch die Zusammenarbeit mit Real 3D. Da die Grafikkarten mit i740 oder i752 aber keine Chance gegen 3dfx, Ati oder Nvidia hatten, wurde 1999 der Ausstieg aus diesem Bereich beschlossen. In der Galerie finden Sie dazu passend ehemalige Grafikkarten-Giganten von 3dfx bis XGI.




Raja Kouri hat sich mit HBM und Vega bei AMD komplett verhoben , er hat geschaut wie weit er bei AMD damit kommt obwohl er gewusst haben muss das AMD sich das nicht leisten kann .
Schlechte Verfügbarkeit , Teuer , Fehlende Software ( um alle Funktionen nutzen zu können ) usw..
( HBM ist nicht so Stromsparend wie es hier immer dargestellt wird , das macht der dazu nötige Stromhungrige Speichercontroller wieder zunichte )
nVidia sieht langfristig Stromverbrauchsprobleme bei HBM-Speicher | 3DCenter.org
Jetzt geht er mit der Erfahrung seiner Experimente zu Intel ( mehr Geld als Gott !? ) und man kann nur hoffen das man ihm sehr genau auf die Finger schauen wird
Jim Keller hat da einen viel besseren Job gemacht und Ryzen auf die finanziell sehr angeschlagenen AMD,ler zugeschnitten.
Ryzen ist gut verfügbar , und einigermassen günstig , wenn es auch an die 5 Jahre alte Intel Core Architektur nicht ganz oder nur knapp heran gereicht hat , und Intel damit immer noch wieder davon ziehen kann
Nvidia hat es richtig gemacht schnelle sparsame GDDR 5 Karten in jeder Leistungsklasse , und HBM im Profibereich wo,s Geld nicht so ne grosse Rolle spielt.
Und auch wenn das manchem hier nicht klar ist , es geht letzendlich nur ums Geldverdienen und das hat Koduri bei AMD eher Verbrannt mit seinen Experimenten
Man kann nur hoffen das bei AMD ein fähiger GPU Ing. nachfolger kommt sonst siehts düster aus bei AMD.
Das sehe ich nicht mal so, denn normal verkauft AMD nix direkt.
Das dürfte eher wenig Unterschied machen, die Händler haben aber nichts von, wie sonst bei den Konsumenten.
Also für AMD kein Fail sondern verkauft ,Vega wäre ein Fail wenn die Karten sich nicht verkaufen würden.