Geforce RTX 3000: Modelle mit Lite Hash Rate angeblich ab Juni im Handel
Die LHR-Versionen (Lite Hash Rate) der Geforce RTX 3000 sollen ab Juni im Handel sein und die Liefersituation bei Ampere verbessern.
Schon seit einigen Tagen gibt es Hinweise darauf, dass Nvidia die Ampere-Karten mit einer Mining-Sperre neu auflegt, wie es erstmals mit der Geforce RTX 3060 erfolgt ist. Nachdem es aber bislang keinen konkreten Termin für die neuen Chips gab, wird nun der Mai als Auslieferungstermin genannt. Die neuen Ampere-Chips vom Typ GA102, GA104 und GA106 bekommen den Zusatz 302 und sollen dann ab Juni für Kunden kaufbar sein. Das wäre in Etwa im Einklang mit der Geforce RTX 3080 Ti, die ebenfalls Ende Mai starten soll. Einzig die RTX 3090 soll wohl verschont bleiben; wie wirtschaftlich die Karte für das Mining ist, hängt letztlich aber von den erzielbaren Erlösen ab.
Was PCGH bereits vermutet hatte, wird laut Videocardz zudem eintreten: Die Karten werden sich nach außen hin nicht vom aktuellen Programm unterscheiden. Ob man eine sogenannte "LHR"-Variante hat oder nicht, lässt sich damit nur durch das Auslesen des verbauten Chips erkennen, dann also beispielsweise GA102-302 statt GA102-300, oder durch die neue PCI-Geräte-ID. Das wird auch ein Zugeständnis an die Board-Partner sein, die sonst ihr ganzes Programm umstellen müssten. Denkbar ist, dass es zumindest Hinweise in den technischen Daten geben wird, dass die Karten um rund 50 Prozent ETH-Mining-Performance beschnitten sind. Langfristig sollen Chips ohne Mining-Sperre ohnehin nur noch in speziellen sogenannten "CMP"-Karten zum Einsatz kommen.
Da Mining-Sperre und vergleichbare Begriffe aber aus Sicht des Marketings nicht so hübsch sind auch technisch nicht ganz zutreffen, ist von Lite Hash Rate (LHR) die Rede, den seichtes Mining ist ja nach wie vor möglich, wenngleich eben nicht mehr für Farmen im ökonomischen Maße. Die Aussage steht und fällt natürlich mit der Effektivität der Sperren und der Entwicklung des Marktes. Für Spiele jedenfalls soll die gleiche Performance geliefert werden; mit ReBAR sogar etwas bessere Leistung.
Spannend wird vor allem die Frage sein, ob die Maßnahme den gewünschten Effekt auf den Markt hat. Grundsätzlich würde man vermuten, dass die Versorgungslage an Consumer-Karten besser wird und sich dadurch die Preise auch wieder dem annähern, was zumindest der Hersteller vorsieht. Ob das eintritt, wird man sehen; und ob man die UVP als gerechtfertigt ansieht, ist dann wieder ein anderes Thema.

Ob man eine sogenannte "LHR"-Variante hat oder nicht, lässt sich damit nur durch das Auslesen des verbauten Chips erkennen, dann also beispielsweise GA102-302 statt GA102-300, oder durch die neue PCI-Geräte-ID.