RTX IO: Nvidia liefert weitere Informationen zur GPU-basierten Daten-Dekomprimierung
Mit der Vorstellung der Geforce RTX 3070, 3080 und 3090 präsentierte Nvidia die GPU-basierte Daten-Dekomprimierung RTX IO. Nun hat man RTX IO, das ein nahezu unterbrechungsfreies Laden verspricht, in einem Reddit-AMA behandelt und liefert weitere Informationen.
Hinter RTX IO verbirgt sich eine GPU-basierte Daten-Dekomprimierung für RTX-Grafikarten, die speziell auf Gaming-PCs mit NVMe-SSDs abzielt. Die grobe Funktionsweise hatte Nvidia bereits Anfang letzter Woche erläutert. Nun machte der GPU-Bauer RTX IO auch im Rahmen eines Reddit-AMAs zum Thema. Darin räumt Nvidia ein großes Missverständnis bezüglich der VRAM-Nutzung aus und verrät, wie schnell eine SSD für das Verfahren sein muss.
Die Annahme, dass RTX IO die SSD als VRAM nutzt, sei laut Nvidia eine falsche. Es sei tatsächlich so, dass durch RTX IO Daten mit einer sehr viel höheren Geschwindigkeit ausgelesen werden können und die GPU die Daten in einem komprimierten Format abspeichern, lesen und auch selbst dekomprimieren und nutzen kann. "Die SSD kann den Frame-Buffer-Speicher nicht ersetzen, aber die Daten können sehr viel schneller von der SSD zur GPU und ihrem Speicher gelangen. Mit wesentlich weniger CPU-Overhead."
Keine Mindestgeschwindigkeit
Eine bestimmte SSD-Geschwindigkeit setzt RTX IO laut Nvidia nicht voraus. Allerdings profitierte man bei schnelleren SSDs, insbesondere NVMe-SSDs der vierten Generation, natürlich auch von deren Tempo. Games könnten mit flotten SSDs mehr Daten dynamisch in die Welt streamen als mit langsameren. "Einige Spiele könnten künftig Mindestanforderungen an die SSD-Geschwindigkeit stellen, aber diese würden dann die jeweiligen Spieleentwicklern festgelegt." RTX IO hingegen sei unabhängig der SSD-Leistung nutzbar. Das Komprimierungsverhältnisse liege typischerweise bei 2:1, wodurch die Leseleistung einer SSD laut Nvidia effektiv um das Zweifache ansteigt.
Nur für Windows 10
Nvidia hatte bereits klargemacht, dass RTX IO an Microsofts kommender DirectStorage-API ansetzt. Vor dem Hintergrund nimmt es den Leser vermutlich nicht wunder, dass das von Microsoft nicht mehr unterstützte Windows 7 ohne Support für RTX IO daherkommt. Auch Windows 8.1 beglücken die Amerikaner nicht mehr. Allerdings heißt es im AMA, dass Ampere-Grafikkarten der RTX 30-Serie auch noch unter Windows 7 laufen. Nur eben nicht mit RTX IO.
Mehr zum Thema:Nvidia Ampere: RTX IO soll IO-Overhead dramatisch reduzieren - Laden ohne Balken?
Ein konkreter Veröffentlichungstermin für die GPU-basierte Daten-Dekomprimierung fällt auch auf Reddit nicht. Nvidia machte dort aber noch einmal klar, dass RTX IO die Verfügbarkeit der DirectStorage-API vorraussetzt. Eine Developer Preview der DirectStorage-API für Spieleentwickler sei für das kommende Jahr geplant.
Quelle: Reddit

Ein gesundes finanzielles Fundament ist wichtig.
Und eine Marge zu haben, mit der man u.a. ja auch die Entwicklungskosten der Nachfolgeprodukte einspielen muss, ist nichts schlechtes.
Ich bin dann aber auch mal raus aus der Diskussion.