Dell Latitude 12 7275 im Test: Dells Antwort auf das Surface Pro 4
Nach unserem Hands-on zu Microsofts Surface Book sehen wir uns mit dem Dell Latitude 12 7275 einen populären Gegenspieler an. Neben der UHD-Auflösung auf 12,5 Zoll gefallen Verarbeitung und Stabilität, dafür gibt es Abstriche bei der Leistung.
Auf dieser Seite
Von Dells CES-Auftritt bleibt vor allem der OLED-bestückte UP3017Q in Erinnerung, aber auch für die neuen Convertibles heimste Dell auf der Messe Aufmerksamkeit ein. Die Kombination aus Tablet-PC und angedockter Tastatur wird von Dell zusammen mit einigen Ultrabooks unter dem "Latitude"-Label vertrieben, wobei die 7000er-Serie grundsätzlich das Premium-Segment darstellt. Beim Latitude 7275 handelt es sich um den einzigen Hybrid-Vertreter der 7000er-Reihe, welcher seinerseits in drei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich ist. Diese lassen sich wiederum persönlichen Bedürfnissen anpassen (siehe Tabelle).
Dell Latitude 12 7275: Hands-on
Der Ersteindruck beim Latitude 7275 vermittelt zunächst einen recht gelungenen Mittelweg aus Robustheit und Eleganz: Das hübsche Textil-Cover einerseits und die Fingerabdruck-unempfindliche Magnesium-Oberfläche andererseits machen zusammen mit dem kratzfesten Gorilla-Glas klar, dass die alltagstaugliche Dauernutzung kein Wunschdenken bleiben soll. Die magnetische Docking-Verbindung ist ebenfalls stabil, unabsichtliches Herausrutschen scheint ausgeschlossen. Per stufenlos aufklappbarer Stütze auf der Display-Rückseite wird das Latitude zum stationären Arbeitsrechner und lässt sich so wie ein Notebook bedienen. Alternativ ist eine dickere Premium-Version der Tastatur erhältlich, mit dem das Tablet auch ohne rückseitige Stütze gehalten wird. Im Vergleich zum teureren Surface Book wirkt das Detachable-Konzept hier zwar nicht ganz so nahtlos, aber auch keineswegs aufdringlich. Die Eingabe mit dem Trackpad und der Hintergrund-beleuchteten Tastatur fühlt sich präzise an; mit kaum vier Millimetern Höhe (1,7 cm Höhe eingeklappt mit Tablet) ist der Platzverbrauch in jeder Konfiguration minimal.
Quelle: PC Games Hardware
Dell Latitude 12 7275: Flexibler Einsatz
Anschlussseitig herrscht im Vergleich zu einem gleichwertigen Notebook leider nur beschränkte Auswahl: Neben 2 × USB 3.1 bzw. Thunderbolt (Typ-C-Stecker), die beide als Anschluss für das 30-Watt-Netzteil dienen können. Steht lediglich ein SD-Cardreader zur Verfügung. Wer also Peripherie oder Speichermedien mit Typ-A-Stecker einsetzen möchte, ist auf einen passenden Adapter angewiesen, dieser ist zumindest in einfacher Ausführung Teil des Lieferumfangs. Ein Stylus für das Tablet fehlt hingegen, obwohl das Cover schon eine entsprechende Halterungs-Lasche bietet. Der Dell-Eingabestift gehört zum optionalen Zubehör des Latitude, ebenso wie ein portabler Akku und ein USB-Multiadapter.
Dell Latitude 12 7275: Technik
Anders als das Surface Pro 4 oder Surface Book setzt Dell auf die energiesparende Intel-Core-M-Architektur, in der Spitzenausführung des 2-in-1-Latitude kommt mit dem Core m7-6Y75 das Topmodell mit zwei physischen Kernen (vier Threads) und einem Turbo von bis zu 3,1 GHz (Single-Core) zum Einsatz. Wesentlicher Vorteil der SoC-Architektur ist der energieeffiziente Betrieb dank der geringen TDP von 4,5 Watt, dafür gibt es Abstriche bei der Leistung gegenüber potenteren Mobile-Skylakes wie dem Core i7-6600U. Für Grafikbeschleunigung sorgt die integrierte Intel HD Graphics 515 mit 300-1.000 MHz GPU-Takt. In der Vollbestückung (unser Testmuster) kommen acht GiByte Arbeitsspeicher zum Einsatz, als Festspeicher dient eine Samsung SM 871 M.2-SSD mit 256 GiByte Fassungsvermögen. Beachtung verdient das Ultrasharp-UHD-Display, dass in Kombination mit den 12,5 Zoll Bidldiagonale für eine extreme Pixeldichte von 352,5 PPI sorgt - in der Praxis sehr angenehm, auch dank exzellenter Werte beim Regelbereich und der Helligkeitsabweichung. Allerdings ist das Latitude auch mit einem IPS-Full-HD-Display verfügbar. In allen Zusammenstellungen sorgen eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite für sehr gute Bildqualität bei Videoaufnahmen. Gleiches gilt dank dreier Mikrofone im Tabletrahmen für die Qualität der Tonaufnahme. für Ein 30-Wh-Akku versorgt das Latitude mit Strom; im fordernden Powermark (Balanced-Mark, simulierte Dauerlast) hält unser Testmuster bei maximaler Helligkeit so fast drei Stunden durch.
| Komponente | Testmusterausstattung | Alternativen |
|---|---|---|
| CPU | Intel Core m7-6Y75 | Intel Core m5-6Y75 |
| RAM | 8 GiByte DDR3L-1600 | 4 GiByte DDR3L-1600 |
| Festspeicher | M.2-SATA 256 GB | M.2-SATA 128 GB |
| Display | UltraSharp UHD-Touch-Display | IPS Full-HD-Touch-Display |
| Tastatur | Ultraslim-Variante | Premium-Variante |
| Betriebssystem | Windows 10 Pro x64 | Windows 8.1 Pro x64 |
Dell Latitude 12 7275: Praxisleistung
Quelle: PC Games Hardware
Dell Latitude 12 7275: USB-Adapter Typ C auf Typ A
Auf eine dedizierte GPU verzichtet Dell beim Latitude 12 7275, der Intel HD 515 IGP muss die Grafiklast alleine schultern. Das ist im Alltagbetrieb kein Problem, auch Filme in UHD-Auflösung spielt das Tablet problemlos ab. Für 3D-Spiele eignet sich das Latitude aufgrund der limitierten Grafikleistung aber kaum, das Augenmerk liegt klar auf der Verwendung als Arbeitsrechner. Hier gibt es wenige Einschränkungen, Prozessor und Arbeitsspeicher liefern ausreichende Leistung. Durch die kleine TDP erfolgt die Kühlung rein passiv und der Betrieb damit lautlos. Sogar moderat anspruchsvolle Bildbearbeitung ist realisierbar - abgesehen von der kleinen Bildfläche, doch lässt sich über die Typ-C-Anschlüsse auch ein externer Monitor mit dem Latitude verbinden.Den Wechsel vom Tablet- zum Tastaturbetrieb und umgekehrt erkennt Windows 10 übrigens automatisch und bietet jeweils einen Wechsel in den passenden Eingabemodus an, einschließlich Änderungen der Windows-Oberfläche (Kacheln vs. Desktop). Die Touch-Funktionalität bleibt aber auch im kombinierten Betrieb erhalten. Fehlermeldungen oder Abstürze wie beim Surface Book konnten wir beim Latitude-Docking glücklicherweise nicht provozieren.
Dell Latitude 12 7275: Fazit
Insgesamt fällt unser Fazit positiv aus: Als alltagstauglicher PC-Ersatz und mobiler Arbeitsrechner eignet sich das Latitude 12 7275 hervorragend, die Verbindung mit dem Keyboard-Dock funktioniert ohne Probleme und ist stabil. Der Verzicht auf USB Typ A ist nicht überraschend, aber wer entsprechende Geräte nutzen will, ist auf entsprechende Adapter angewiesen. In der Grundausstattung (etwa mit Full-HD-Display) liegt der Preis derzeit bei 1.250 Euro, in der Vollausstattung hingegen knapp unter 1.600 Euro und damit preislich nah an den UVPs für die verfügbaren Surface-Pro-4-Pendants.
Bildergalerie
| Produkt | Latitude 12 7275 |
|---|---|
| PCGH-Preisvergleich | noch nicht gelistet |
| Abmessungen | 17,1 mm × 290,9 mm × 192,9 mm (H×B×T) |
| Gewicht | 730g/1.400g (Tablet/Tablet+Tastatur) |
| Garantie | 3 Jahre |
| Ausstattung | |
| Prozessor | Intel Core m7-6Y75 |
| Grafikkarte | Intel HD-Graphics 515 |
| Hauptspeicher | 8 GiByte DDR3-1600 |
| Interner Speicher | Samsung PM 871 (256 GB M.2-SATA) |
| Display | 12,5-Zoll-IPS-Panel, 3.840 × 2.160 Pixel (352,5 ppi), 16:9-Format |
| Anschlüsse | 3,5-mm-Klinke (Audio), 2 × USB 3.1 Typ C / Thunderbolt, Micro-SIM, Micro-SD |
| Sonderausstattung | Fingerprint-Sensor, portabler Akku, Eingabestift, USB-Multi-Adapter |
| Eigenschaften | |
| Optik/Haptik | Sehr gut |
| Verarbeitung | Sehr gut |
| Ergonomie | Gut |
| Leistung | |
| Cinebench | 157 cb |
| PC Mark ("Work"-Mark Accelerated) | 3.190 Punkte |
| 3D Mark (Cloud Gate) | 3.272 Punkte |
| AS-SSD | 492,94 Mb/s - 271,12 Mb/s (Seq. Read/Write) |
| Akkulaufzeit (Powermark "Balanced", max. Helligkeit) | 2h55m |

.
Einzig das Bildschirmformat und dessen Auflösung sprechen mich mehr an, aber nur USB TypC bzw TypA per Adapter, keinen Bildschirmanschluss, nur eine Core m-CPU, das Zubehör muss abgesehen von der Tastatur dazugekauft werden (beim SP4 gibts den Stift dazu, den ich bei Tablets als sinnvoller als ne Tastatur ansehe). Es sieht MEINER Meinung nach mieser aus... Und vorallem ist es eben der Core m-CPU wegen geschuldet wesentlich langsamer.
Dabei ist es nicht mal außergewöhnlich günstig. Das SP4 mit Core i5, 8GB RAM und einer 256er-SSD bekommt man schon ab etwa 1300€. Das ist kaum teurer als das 7275...
Wenn ich das MS Smartcover mit vom Dell vergleiche ist Dell in Verarbeitung und Funktion deutlich im Vorteil. Die Verarbeitungsqualität in Dell ist ja im allgemeinen so lange man nicht die Consumerserien z.B. Vostro etc. so mit die beste die ich in meine Laufbahn als Admin gesehen habe. Es ist reparierbar nicht sol wie die von MS wo alles inne Verklebt ist... Apple lässt grüßen
Das 7275 kommt auch Super mit mehreren VM's klar in meinem Fall ein Server 2012 R2 als DC/DHCP/DNS und Server 2012 R2 als SQL Server/PXE/FTP/IIS für EMPIRUM vom Matrix42 und Profis wiesen wieviel Leistung solche Tools brauchen.
Einzig das Bildschirmformat und dessen Auflösung sprechen mich mehr an, aber nur USB TypC bzw TypA per Adapter, keinen Bildschirmanschluss, nur eine Core m-CPU, das Zubehör muss abgesehen von der Tastatur dazugekauft werden (beim SP4 gibts den Stift dazu, den ich bei Tablets als sinnvoller als ne Tastatur ansehe). Es sieht MEINER Meinung nach mieser aus... Und vorallem ist es eben der Core m-CPU wegen geschuldet wesentlich langsamer.
Dabei ist es nicht mal außergewöhnlich günstig. Das SP4 mit Core i5, 8GB RAM und einer 256er-SSD bekommt man schon ab etwa 1300€. Das ist kaum teurer als das 7275...