Intel Alder Lake H: Gaming-Notebook-CPUs sollen sehr hohe TDP haben

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Quelle: Intel

Wie die Webseite Hardware Times berichtet, sollen die kommenden Intel-CPUs auf Basis von Alder Lake H eine höhere TDP aufweisen, als die aktuelle Tiger-Lake-H-Chips.

Vor Kurzem berichteten wir über die neuen Highend-Mobilprozessoren von Intel, die CPUs auf Basis von Tiger Lake H45. Neben diesen Chips auf 10-nm-Basis werkelt Intel bereits am Nachfolger, der auf den Titel Alder Lake H hört. Laut eines Leaks der Webseite Hardware Times soll die 12. Generation der Notebook-Prozessoren eine höhere TDP besitzen, als die aktuelle Iteration. Bis zu 115 Watt sollen demnach die Chips der Reihen Alder Lake H45 und Alder Lake H55 verbrauchen dürfen. Aktuell ist der Intel Core i9-11980HK mit maximal 109 Watt TDP im Boost-Modus der stromhungrigste Notebook-Prozessor von Intel.

Welche Notebook-Prozessoren soll Intel in Vorbereitung haben?

Bei den meisten Modellversionen von Alder Lake soll Intel die gleiche Vorgehensweise praktizieren, die man aktuell bei Lakefield und den Prozessoren der Core-i-L-Serie an den Tag legt. Bei Lakefield handelt es sich um einen Mehrschicht-Prozessor, der in mobilen PCs eingesetzt werden kann. Diese CPU besteht, wie Intel öffentlich gemacht hat, aus einem schnelleren Core-i-Teil und einem langsameren Atom-Teil. So sitzen etwa vier Tremont-Atom-Chips zusammen mit einem Sunny-Cove-Chip aus der Core-i-Familie auf dem Mainboard. So erhofft man sich, dass der Prozessor effizienter arbeitet. Intel kopiert mehr oder weniger das Big-Little-Prinzip, nachdem viele SoCs auf ARM-Befehlssatz zu Werke gehen. Hierbei kümmern sich beispielsweise bei Apple-Prozessoren oder Qualcomm-Chipsätzen, langsame Rechenkerne um einfache Arbeiten, während höher getaktete CPU-Kerne nur dann aktiviert werden, wenn mehr Rechenleistung gefordert ist. Die Staffelung bei der 12. Generation der Core-Prozessoren von Intel könnte wie folgt aussehen:

  • Intel Alder Lake H55: Laptop-CPUs mit 12 Rechenkernen und einer TDP zwischen 55 Watt (Normal-Modus) und bis zu 115 Watt im Boost-Modus.
  • Intel Alder Lake H45: Laptop-CPUs mit 12 Rechenkernen und einer TDP zwischen 45 Watt (Normal-Modus) und bis zu 115 Watt im Boost-Modus.
  • Intel Alder Lake U28: U-Series-Prozessoren mit 12 Rechenkernen einer TDP zwischen 20 Watt (Normal-Modus) und bis zu 64 Watt im Boost-Modus.
  • Intel Alder Lake U15: U-Series-Prozessoren mit 2 schnellen Cove-Rechenkernen plus acht langsamen Atom-Kernen mit einer TDP zwischen 15 Watt (Normal-Modus) und bis zu 55 Watt im Boost-Modus.

Angeblich soll Intel bei Alder Lake mit dem Segment Alder Lake H55 eine neue High-Performance-Reihe in Petto haben, die mit sechs schnellen Golden Cove-Rechenkernen und sechs langsameren Gracemont-Atom-Rechenkernen daherkommt und im Normal-Modus (PL1-Wert) bis zu 55 Watt TDP besitzt und im Boost-Modus (PL2 genannt) bis zu 115 Watt TDP verbrauchen darf. Zwar dürfen H-Series-Prozessoren der Reihe Alder Lake H45 ebenfalls bis zu 115 Watt TDP haben, doch werden hier wohl nur vier schnelle Golden-Cove-Kerne mit acht langsamen Gracemont-Atom-Kernen kombiniert. Für Notebooks, die auf eine möglichst lange Akkulaufzeit optimiert sind, wird es auch bei Alder Lake wieder Intel-CPUs aus der U-Serie geben. Angeblich sollen die Top-Modelle aus der Reihe Alder Lake U28 nicht nur bis zu 28 Watt PL1-TDP und bis zu 64 Watt PL2-TDP aufweisen, sondern auch mit 12 Rechenkernen und der gleichen Aufteilung wie bei den H45-Chips daherkommen. Natürlich wird es wohl auch in der 12. Generation der Core-CPUs wieder U-Series-Prozessoren mit einer TDP von 15 Watt geben, wobei dann nur zwei schnelle Cove-Rechenkerne verbaut sein sollen. Als Neuheit könnte es auch Alder-Lake-M5 geben, also Core-M-Prozessoren, die mit nur fünf Watt PL1-TDP laufen und dadurch etwa für den Einbau in Tablets infrage kommen können. Hierbei sollen wohl vier langsame Atom-Rechenkerne mit einem schnelleren Core-Kern kombiniert werden.


Ebenfalls lesenswert: Intel Tiger Lake H: So will Intel AMD Ryzen 5000 Mobile angreifen

Sammlung zu Gerüchten rund um Alder-Lake-Prozessoren von Intel:

  • Kaum hat Intel die 11. Generation an Core-Notebook-Prozessoren namens Tiger Lake präsentiert, wird bereits über den Nachfolger spekuliert.
  • Angeblich setzt Alder Lake - in den meisten verfügbaren Modellen - auf eine Kombination aus schnellen Core- und langsamen Atom-Rechenkernen. So soll die 12. Generation der Core-Chips effizienter arbeiten.
  • Laut einem Leak könnte es aber sein, dass die Modelle für Gaming-Notebooks aus den Reihen Alder Lake H45 und H55 mit bis zu 115 Watt TDP mehr Strom verbrauchen dürfen, als ihre Vorgänger.

Quellen: Hardwaretimes, Twitter

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Wozu braucht ein Chipherstelelr wie Intel gefühlt 85 verschiedene Prozessorkombinationen, wovon man das Meiste quasi gar nicht benötigt, wenn Apple mit quasi 1 alles bedient? Verstehe ich nicht. Vielleicht sollte Intel mal versuchen, 1 Chip mit viel Leistung, wenig Stromverbrauch zu bauen? Das wäre mal "innovativ". Bei dem ganzen Mist, den Intel da rumrührt, habe ich nicht einmal Lust, mir die Speziufikationen durchzulesen, das wird bei so viel Käse einfach nicht gekauft. Das ist einfach nur Verwirrung des Kunden, der dann total überfordert halt irgendetwas kaufen soll. Mit einer handvoll Chips kann man jeden Kunden bedienen, soll mir mal einer was anderes erzählen. 2 Stromsparchips, 2 Leistungsbomber udn zwei dazwischen, für jeden was dabei, auch preislich. Spart sehr viel Entwicklungszeit und Kosten, was sich auch bei der HErstellung, Logistik pi pa po positiv bemerkbar macht. Apple macht es vor, vielleicht überzogen, aber deren 595% Gewinnspanne sind ein Vorzeigeprojekt für Wirtschaftsbonzen. Intel hat es einfach nicht drauf und arbeiti wie ein aufgeschreckter Hüherhaufen, der links udn rechts von AMD und Apple welche reingeschlagen bekommt und nicht weiß wie es reagieren soll.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Wozu braucht ein Chipherstelelr wie Intel gefühlt 85 verschiedene Prozessorkombinationen, wovon man das Meiste quasi gar nicht benötigt, wenn Apple mit quasi 1 alles bedient? Verstehe ich nicht. Vielleicht sollte Intel mal versuchen, 1 Chip mit viel Leistung, wenig Stromverbrauch zu bauen? Das wäre mal "innovativ". Bei dem ganzen Mist, den Intel da rumrührt, habe ich nicht einmal Lust, mir die Speziufikationen durchzulesen, das wird bei so viel Käse einfach nicht gekauft. Das ist einfach nur Verwirrung des Kunden, der dann total überfordert halt irgendetwas kaufen soll. Mit einer handvoll Chips kann man jeden Kunden bedienen, soll mir mal einer was anderes erzählen. 2 Stromsparchips, 2 Leistungsbomber udn zwei dazwischen, für jeden was dabei, auch preislich. Spart sehr viel Entwicklungszeit und Kosten, was sich auch bei der HErstellung, Logistik pi pa po positiv bemerkbar macht. Apple macht es vor, vielleicht überzogen, aber deren 595% Gewinnspanne sind ein Vorzeigeprojekt für Wirtschaftsbonzen. Intel hat es einfach nicht drauf und arbeiti wie ein aufgeschreckter Hüherhaufen, der links udn rechts von AMD und Apple welche reingeschlagen bekommt und nicht weiß wie es reagieren soll.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Was soll daran jetzt i. V. z. Tiger Lake H eine "sehr hohe TDP" sein?
        Der 11980HK ist mit üblichen 65 W spezifiziert, darf im Peak bis zu 107 W ziehen und darf im HighPerf-Mode unter absoluter Höchstlast gar kurzzeitig bis zu 135 W ziehen.
        Es scheint eher, als wenn man das nun etablierte TDP-Fenster unverändert beibehält und sich damit vertriebstechnisch mehr Spielraum offenhält. Ob man das volle Potential ausnutzt ist ja noch einmal eine andere Frage.

        Interessanter wäre ein Vergleich gegen eine Zen3-APU, die hier absehbar besser abschneidet, möglicherweise aber auch ebenso mit Blick auf die absolute Leistung den Kürzeren ziehen wird, da es angeblich als größtes Modell einen ADL 6+8 geben soll. Möglicherweise könnte aber auch schon der 6+4 oder 4+8 performanter sein, das wird man abwarten müssen, denn aktuell hat man noch keine belastbaren Daten zu den beiden neuen Mikroarchitekturen von ADL.
        Möglicherweise kommen die Mobile-Ableger aber auch erst Anfang 2022 und dann müsste man sich ggf. schon mit Zen3+ messen ...
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