AMD Ryzen 4000: Selbstgestecktes Energieeffizienz-Ziel übertroffen

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AMD Ryzen: Rund eine Million CO2 einsparbar mit Wechsel auf Renoir-Notebook (1)
Quelle: AMD

Wie AMD stolz verkündet, habe man mit dem Ryzen 7 4800H eine Notebook-CPU geschaffen, die das selbstgesteckte Ziel in Sachen Energieeffizienz erreicht bzw. übertrifft. Im Vergleich zu einer AMD-CPU von 2014 ist der Renoir-Chip nicht - wie angestrebt - 25 Mal, sondern gar 31,7 Mal effizienter, so der Hersteller.

Im Jahr 2014 hat sich AMD als Ziel gesetzt, die Effizienz der eigenen APUs bis zum Jahr 2020 um den Faktor 25 zu verbessern. Das Programm namens 25x20 war ins Leben gerufen worden. So will man einen Beitrag dazu leisten, weniger Strom zu verbrauchen und doch mehr Leistung zu schaffen. Mit den Renoir-Chips will AMD dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern gar übertroffen haben. So ist der Achtkerner Ryzen 7 4800H laut AMD 31,7 Mal energieeffizienter als etwa die mobile Accelerated Processing Unit AMD FX-7600P aus dem Jahr 2014.

84 Prozent reduzierte Energieaufnahme bei Renoir-Chips im Vergleich zu AMD-APU von 2014

AMD rechnet vor, dass man die Energieaufnahme um 84 Prozent und die Rechenzeit um 80 Prozent reduzieren konnte für einen Task mit dem Renoir-Chip im Vergleich zu einer APU aus dem Jahr 2014. Wenn beispielsweise ein Unternehmen mit 50.000 Laptops aus dem Jahr 2014 nun auf ein aktuelles Modell mit Renoir-Chip umstellt, soll man damit über drei Jahre 1,4 Millionen Kilowattstunden einsparen können. Dies entspricht einer Einsparung von 971.000 Kilogramm Kohlendioxid. Errechnet wurden diese Werte mit dem Greenhouse Gas Calculator von US EPA. Die AMD Performance Labs haben folgende Notebook-Prozessoren getestet: AMD FX-7600P, AMD FX-8800P, AMD FX-9830P, AMD Ryzen 7 2700U, AMD Ryzen 7 2800H, AMD Ryzen 7 3750H und AMD Ryzen 7 4800H. Das 25x20-Programm wurde mit Energy Star Rev 6.1 8/12/2014 und 3DMark 2011 P-Score und Cinebench R15 nT verglichen. Die Ergebnisse können je nach Treiber und BIOS variieren, wie AMD anmerkt.

Bildergalerie

AMD setzt bei den Renoir-Chips auf Zen 2 und somit den Unterbau der Ryzen-3000-Desktop-Prozessoren. Die CPUs von AMD werden in 7 nm gefertigt und verfügen somit über einen anderen Fertigungsprozess als die Intel-Pendants, welche in der H-Serie auf 14 nm setzen. Wie gut sich ein Renoir-Chip aus der H-Serie gegen einen Comet Lake-H von Intel schlägt, haben wir anhand von aktuellen Gaming-Notebooks überprüft. AMD will mit den Renoir-Chips aus der U- und H-Serie auch im Notebook-Bereich Konkurrent Intel angreifen.

Ebenfalls lesenswert: [PLUS] Duell der Achtkerner: AMD Renoir vs. Intel Comet Lake-H

Sammlung zur Energieeffizienz der Renoir-Chips von AMD:

  • Mit dem Programm 25x20 im Jahr 2014 wollte AMD erreichen, die eigenen mobilen Prozessoren bis zum Jahr 2020 um 25 Prozent energieeffizienter zu machen. Dieses eigene Ziel sollen die aktuellen Renoir-Chips sogar übertreffen. Laut Tests von AMD ist etwa der Achtkerner Ryzen 7 4800H um 31,7 Mal effizienter als ein AMD FX-7600P aus dem Jahr 2014.
  • Für diesen Wert hat AMD das 25x20-Programm mit Energy Star Rev 6.1 8/12/2014 und 3DMark 2011 P-Score und Cinebench R15 nT von verschiedenen AMD-APUs verglichen.
  • Die effizienter arbeitenden mobilen AMD-Prozessoren sollen so das Äquivalent von 971.000 Kilogramm Kohlendioxid einsparen, wenn man beispielsweise 50.000 AMD-Laptops aus dem Jahr 2014 durch neue Notebooks mit Renoir-Chip ersetzt und diese drei Jahre lang im Arbeitsalltag betreibt.

Quellen: AMD (Pressemitteilung), EPA

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BigBoymann
        Nö, wieso?

        Wo steht geschrieben, dass Effizienz nur in Vollast gemessen werden kann? Im Alltag ist der Idle Verbrauch wahrscheinlich der größte Effizienztreiber, wenn mein Rechner 10 Stunden am Tag läuft, im Idle statt 50W nun 10W verbraucht, bei Vollast dann aber 150W statt vorher 100 Watt verbraucht, dann ist der Rechner in den allermeisten Szenarien nun am Tag effizienter, obwohl er bei Last mehr verbraucht, aber eben in 9 von 10 Stunden vor sich Rum idlet. Und bevor das als Unsinn abgetan wird, bei uns im Büro sind die Werte noch viel extremer, hab das Mal mitgeloggt, gerundet sind die Rechner unter 1% am Tag ausgelastet, die Idlezeit liegt bei deutlich über 85% (je nach Nutzer gab es deutliche Unterschiede).
        Sorry erst einmal, dass ich so lange gebraucht habe zu antworten; habe die letzten Tage eine Posting-Pause eingelegt und da hat halt dieses Thema drunter gelitten.

        Jetzt aber zum inhaltlichen:
        Ganz generell sind mir sinkende Idle-Leistungsaufnahmen enorm wichtig und ich setze mich auch dafür ein; siehe zum Beispiel dieses (enorm schlecht aufgenommene) Reddit-Posting von letzter Woche: Talking about the fives: AM5, 5nm, Ryzen 5000, May 5th, DDR5, PCIe5, less than 5 Watts Idle, less then 5SecBIOSTime... : Amd
        Kurz gesagt: Für meinen Geschmack sollten sich die typischen Idle-Leistungsaufnahmen im Desktop eher bei mittleren einstelligen anstatt mittleren zweistelligen Wattzahlen befinden. Mir ist es entsprechend wichtig, dass AM5 dies als eine der zentralen Designkriterien verpasst bekommt.

        Jetzt vom allgemein-inhaltlichen auch zu diesem Subthema:
        Last-Performance/ IdleLeistungsaufnahme ergibt einfach keinen vernünftigen Effizienzindex. Beispielsweise würde ein SOC mit doppelter Idle-Leistungsaufnahme und doppelter LastPerformance den gleichen Index verpasst bekommen wie einer mit einfacher Idle-Leistungsaufnahme, einfacher LastPerformance. Die beiden SOCs hätten aber im praktischen Einsatz kaum etwas miteinander zu tun! Falls du möchtest, dass ich mich noch detaillierter dazu äußern soll, dann mache ich das gerne; falls nicht, dann nicht.

        Fazit ähnliches Statement:
        Idle-Leistungsaufnahmen müssen runter, weil sie das Musterbeispiel für verschwendete Energie sind. Sie in Last-Effizienzindizes reinzumogeln, ist aber keine gute Idee; entwertet sogar den Fortschritt. Für die Zukunft sollte AMD separate Ziele für Idle-Leistungsaufnahmen und PerformancePerWatt unter Last herausgeben.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BigBoymann
        Nö, wieso?

        Wo steht geschrieben, dass Effizienz nur in Vollast gemessen werden kann? Im Alltag ist der Idle Verbrauch wahrscheinlich der größte Effizienztreiber, wenn mein Rechner 10 Stunden am Tag läuft, im Idle statt 50W nun 10W verbraucht, bei Vollast dann aber 150W statt vorher 100 Watt verbraucht, dann ist der Rechner in den allermeisten Szenarien nun am Tag effizienter, obwohl er bei Last mehr verbraucht, aber eben in 9 von 10 Stunden vor sich Rum idlet. Und bevor das als Unsinn abgetan wird, bei uns im Büro sind die Werte noch viel extremer, hab das Mal mitgeloggt, gerundet sind die Rechner unter 1% am Tag ausgelastet, die Idlezeit liegt bei deutlich über 85% (je nach Nutzer gab es deutliche Unterschiede).
        Sorry erst einmal, dass ich so lange gebraucht habe zu antworten; habe die letzten Tage eine Posting-Pause eingelegt und da hat halt dieses Thema drunter gelitten.

        Jetzt aber zum inhaltlichen:
        Ganz generell sind mir sinkende Idle-Leistungsaufnahmen enorm wichtig und ich setze mich auch dafür ein; siehe zum Beispiel dieses (enorm schlecht aufgenommene) Reddit-Posting von letzter Woche: Talking about the fives: AM5, 5nm, Ryzen 5000, May 5th, DDR5, PCIe5, less than 5 Watts Idle, less then 5SecBIOSTime... : Amd
        Kurz gesagt: Für meinen Geschmack sollten sich die typischen Idle-Leistungsaufnahmen im Desktop eher bei mittleren einstelligen anstatt mittleren zweistelligen Wattzahlen befinden. Mir ist es entsprechend wichtig, dass AM5 dies als eine der zentralen Designkriterien verpasst bekommt.

        Jetzt vom allgemein-inhaltlichen auch zu diesem Subthema:
        Last-Performance/ IdleLeistungsaufnahme ergibt einfach keinen vernünftigen Effizienzindex. Beispielsweise würde ein SOC mit doppelter Idle-Leistungsaufnahme und doppelter LastPerformance den gleichen Index verpasst bekommen wie einer mit einfacher Idle-Leistungsaufnahme, einfacher LastPerformance. Die beiden SOCs hätten aber im praktischen Einsatz kaum etwas miteinander zu tun! Falls du möchtest, dass ich mich noch detaillierter dazu äußern soll, dann mache ich das gerne; falls nicht, dann nicht.

        Fazit ähnliches Statement:
        Idle-Leistungsaufnahmen müssen runter, weil sie das Musterbeispiel für verschwendete Energie sind. Sie in Last-Effizienzindizes reinzumogeln, ist aber keine gute Idee; entwertet sogar den Fortschritt. Für die Zukunft sollte AMD separate Ziele für Idle-Leistungsaufnahmen und PerformancePerWatt unter Last herausgeben.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Dass ich Sparsamkeit nicht blöd finde, habe ich ja angerissen. Nur ist es halt bescheuert, dem dann am Ende das allgemeine Wort Effizienz (im Original energy efficiency) überzustülpen.
        Nö, wieso?

        Wo steht geschrieben, dass Effizienz nur in Vollast gemessen werden kann? Im Alltag ist der Idle Verbrauch wahrscheinlich der größte Effizienztreiber, wenn mein Rechner 10 Stunden am Tag läuft, im Idle statt 50W nun 10W verbraucht, bei Vollast dann aber 150W statt vorher 100 Watt verbraucht, dann ist der Rechner in den allermeisten Szenarien nun am Tag effizienter, obwohl er bei Last mehr verbraucht, aber eben in 9 von 10 Stunden vor sich Rum idlet. Und bevor das als Unsinn abgetan wird, bei uns im Büro sind die Werte noch viel extremer, hab das Mal mitgeloggt, gerundet sind die Rechner unter 1% am Tag ausgelastet, die Idlezeit liegt bei deutlich über 85% (je nach Nutzer gab es deutliche Unterschiede).
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BigBoymann
        Ich finde die Methode gar nicht mal so dumm, schließlich sind ein Großteil der Geräte nunmal täglich im Idle unterwegs und daher kann man anhand der Werte einen realistischen Verbrauch gut abschätzen. So wirken sich auch Verbesserungen aus, die in meinen Augen sehr sehr wichtig sind, wie eben der idle Verbrauch, der sonst (gerade hier) keinerlei Aufmerksamkeit bekommt.
        Dass ich Sparsamkeit nicht blöd finde, habe ich ja angerissen. Nur ist es halt bescheuert, dem dann am Ende das allgemeine Wort Effizienz (im Original energy efficiency) überzustülpen.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von CD LABS: Radon Project
        Die Methodik von EnergyStar zu verwenden ist gut, um besonders sparsame PCs (absolute Wattbeträge) zu bewerten---aber nicht, um einen Effizienzindex aufzustellen.
        Denn hier wird Last-Performance durch Idle-Leistungsaufnahme (Genauer gesagt ein Mittelwert aus SoftOff, Standby, ShortIdle und LongIdle) geteilt. Damit erhält man natürlich dann keinen Last-Effizienzindex, sondern eine Zahl ohne praktischen Kontext.
        Nichts desto trotz gab es natürlich sehr großen Fortschritt, über den ich auch glücklich bin und zumindest steht eine (drastisch) höhere Zahl für einen besseren SOC. Es ist also nur eine schlechte Methodik und nicht etwa ein GAU.

        Wen die Hintergründe interessieren, bei Anandtech ist es aufgeschlüsselt, allerdings unterbleibt auch dort Kritik an der Methodik:
        AMD Succeeds in its 25x20 Goal: Renoir Crosses the Line in 2020
        Ich finde die Methode gar nicht mal so dumm, schließlich sind ein Großteil der Geräte nunmal täglich im Idle unterwegs und daher kann man anhand der Werte einen realistischen Verbrauch gut abschätzen. So wirken sich auch Verbesserungen aus, die in meinen Augen sehr sehr wichtig sind, wie eben der idle Verbrauch, der sonst (gerade hier) keinerlei Aufmerksamkeit bekommt.
      • Von hanfi104 Volt-Modder(in)
        Der Renoir Die ist mit Abstand auch die beste APU auf dem Markt
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