Warnung für kommende Generationen: Datenträger soll eine Million Jahre Inhalte speichern können
Forscher der französischen Behörde ANDRA haben eine Datenträger entwickelt, der noch in einer Million Jahre die Daten gespeichert haben soll. Hintergrund des 25.000 Euro teuren Prototyps ist die Warnung zukünftiger Generationen von Menschen vor radioaktivem Müll.
Herkömmliche Datenträger, wie DVDs und Magnetfestplatten verlieren spätestens ein bis zwei Dutzend Jahren ihre Datenbeständigkeit. Wenn man nicht gerade den blanken Stein als Datenträger verwenden will, muss man sich andere Dinge ausdenken, um auch noch in Jahrhunderten Daten auslesbar zu machen. Der Prototyp eines Datenträgers, der auch noch in einer Million Jahre seine Daten behalten soll, wurde nun von der französischen Behörde ANDRA vorgestellt. Als Basismaterial dient Saphir. Mit Hilfe von Platin werden dann die Daten eingebettet. Ein Datenträger kostet 25.000 Euro, wie das Magazin Science berichtet.
Grund für einen solchen Datenträger ist weniger der Erhalt historischer Dokumente, als der Schutz zukünftiger Generationen vor den Hinterlassenschaften der heutigen Menschen. Die Forscher hatten insbesondere die unterirdisch gelagerten Atommüll-Bestände im Auge, auf die der Zukunftsmensch bei Ausgrabungen treffen könnte. Wenn die Archäologen nicht an einer radioaktiven Vergiftung sterben sollen, könnte der neu entwickelte Datenträger den entscheidenden Hinweis geben. Auf ihm sollen warnende Hinweise und Lagerstätten verzeichnet werden. Allerdings gibt es das nur ein Problem. Die Forscher wissen nicht, welche Sprache sie verwenden sollen, denn schon die Entschlüsselung von Sprachen, die nur wenige tausend Jahre alt sind, bereitet den Forschern Probleme. Wie soll das erst in einer Million Jahre sein? Das Lesbarmachen selbst dürfte einfach werden. Die bis zu 40.000 Miniatur-Seiten sind über ein Mikroskop sichtbar.
Quelle: Science Magazin
Von der Lochkarte bis zur DRAM-Disk: Die spannende Geschichte der Massenspeicher
), aber zumindest bei der Aufmerksamkeitsspanne der Bevölkerung brauch man sich echt nichts vormachen. Fukushima ist noch keine 18 Monate her und die Mehrheit scheint sich wesentlich mehr um vermeintliche Einflüsse auf ihre Stromrechnung zu sorgen, denn um Betriebsrisiken von AKWs. Und scheiternde Endlager, die drohen ihre Umgebung zu kontaminieren, sind eigentlich ein Dauerthema, aber selbst wenn sich die Aufmerksamkeit mal auf den zuständigen Minister richtete, fanden allein dessen Wahlkampftaktiken Beachtung.
Ich mag vielleicht in einigen Dingen zu pessimistisch sein (aber merke: "Pessimist" ist nur ein Ausdruck von Optimisten für Realisten
Was gibt es da viel zu kapieren? Auf diesem Planeten leben vermutlich >6,5 Milliarden Menschen, die keine Ahnung haben, was Radioaktivität ist. Und allein in Deutschland wirst du 70 Millionen finden, die sie nur dank der öffentlichen Diskussion über bestehende Atomkraftwerke kennen und die z.B. null Ahnung haben, was eine Radionukleotidbatterie ist.
Ok, ich bin in der Hinsicht, das ich 14 Jahre alt bin, vielleicht etwas "überbildet", aber das es deinen Einschätzungen so kantastophal ist, hätte ich nicht gedacht. Das Volk wird durch Unfälle wie Fukushima wieder aufwas aufmerksam gemacht, doch leider geraten die Gefahren durch Atomkraft immer wieder für den Großteil der Bevölkerung in Vergessenheit
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Blei in wirkungsvollen Dicken würde vermutlich enormen Massen entsprechen (die Strahlung hat viel Zeit, zu wirken - da muss sie nicht stark sein), die auch wieder Kosten, zusätzlich Platz im Lager beanspruchen und ja auch wirklich nur vor Strahlungsaustritt schützen. Grundwasser, etc. müsste seinerseits wieder vor Blei geschützt werden, d.h. es nützt nur etwas, wenn du eine von außen 100% sichere Hülle hast, die nur noch durch die Strahlung gefährdet ist.
Was gibt es da viel zu kapieren? Auf diesem Planeten leben vermutlich >6,5 Milliarden Menschen, die keine Ahnung haben, was Radioaktivität ist. Und allein in Deutschland wirst du 70 Millionen finden, die sie nur dank der öffentlichen Diskussion über bestehende Atomkraftwerke kennen und die z.B. null Ahnung haben, was eine Radionukleotidbatterie ist. Wenn du nicht weiß, dass (und WAS! für) eine Gefahr besteht und ganz unten angekommen bist, dann ist besagter Leuchtturm für dich eben nur noch eine unbewachte Ansammlung von Materialien, für die Schrotthändler gutes Geld zahlen. In Deutschland kommen jedes Jahr Leute um, die Bahn-Oberleitungen klauen wollen, um sie zu verkaufen (nein, keine stillgelegten) und es wurden sogar schon größere Abschnitte Unterseekabel aus den Meeren gefischt.
Wo es etwas wertvolles gibt (oder geben könnte*), gibt es auch jemanden, der es haben will und wenn man eine falsche (oder keine) Vorstellung davon hat, wie gefährlich etwas ist, sinkt die Hemmschwelle, etwas zu unternehmen. Und wie eben gerade erwähnt: Ohne laufende AKWs (und vor allem ohne laufende Proteste dagegen) wäre Radioaktivität auch für die meisten Deutschen nur etwas, wovon sie mal kurz in der Schule gehört haben - wenn sie sich daran überhaupt noch erinnern. Projeziere das ganze 1000 oder gar 10.000 Jahre in die Zukunft... . Es gibt keine Nukleartechnik mehr auf der Welt, Geschichtsunterricht ist noch langweiliger und schneller vergessen, als Physik und überhaupt: Wahrscheinlich wird es gar nicht mehr gelehrt, denn wo heute eine Ausbildung auf den Stand der Wissenschaft schon bis zum 30., 35. Lebensjahr dauern kann, wird man sich Allgemeinwissen in Zukunft kaum noch leisten können, wenn man Experten will, die ihr Spezialgebiet noch vorranbringen können, bevor sie zu alt sind.
Und genau deswegen ist die Kennzeichnung so wichtig: Damit wenigstens der, der direkt davorsteht, auf die Idee kommt, sich vor einem Fehler über etwas Gedanken zu machen, was in seiner Gesellschaft in etwa so beachtet wird, jungsteinzeitlicher Bootsbau in der unsrigen.
*bezüglich "geben könnte" mal noch ein Beispiel von heute/den letzten Jahrhunderten, was allein die Tatsache, dass an einem Ort Spuren von (Ver)Grabungsaktivitäten waren/gewesen sein sollen, nach sich ziehen können:
Oak Island - Wikipedia, the free encyclopedia
Und da sollen von den Überresten eines Endlagers die Finger gelassen werden, wenn niemand von potentiellen Gefahren weiß? Ich glaubs nicht.
1 Million war schon hoch angesetzt. Die Skandinavier planen afaik mit 100.000 Jahren, bis die Aktivität im Bereich natürlicher (wenn auch sehr reicher) Uranerze liegt und das ist kein ganz schlechter Schätzwert (je nach Ausgangsmaterial natürlich)
Auf der anderen Seite wird es aber, im hiesigen Kontext, schon wieder zum Risiko: Da wird fast mehr hochreines Kupfer eingelagert, als radioaktives Material. Das hat einen gewissen Wert, der in Zukunft noch weiter steigen könnte und wenn dann jemand, der keine Ahnung vom Inhalt hat, beim z.B. Brunnenbohren diesen Schatz entdeckt....
An einer Stelle, an der es Hinweise darauf gibt, dass etwas versteckt wurde oder darauf, dass hier Zeugnisse vergangener Kulturen liegen, gräbt man nicht "auf gut Glück".
Vom Salzstöcken (zwei von drei weltweit in Betrieb genommenen Endlagern, ein von zwei gescheiterten Endlagern) ganz zu schweigen. Im Worst Case kommt jemand auf die Idee, das Salz mittels Soleverfahren abzubauen...
1 Million war schon hoch angesetzt. Die Skandinavier planen afaik mit 100.000 Jahren, bis die Aktivität im Bereich natürlicher (wenn auch sehr reicher) Uranerze liegt und das ist kein ganz schlechter Schätzwert (je nach Ausgangsmaterial natürlich). "Fässer" hast du da aber so oder so nicht mehr. Die sind ggf. schon nach wenigen Jahrzehnten weg, danach hast du nur noch Fassinhalte. Mit Spezialbehältern sind ein paar Jahrhunderte drin, mit etwas Glück wenige Jahrtausende. Die Schweden z.B. peilen das iirc an und verwenden verschweißte Kupferbehälter und gehen davon aus, dass die für sehr lange Zeit Schutz bieten, weil Kupfer halt nicht so schnell in die Umgebung korrodiert und auch gegenüber der Strahlung einiges aushalten soll.
Auf der anderen Seite wird es aber, im hiesigen Kontext, schon wieder zum Risiko: Da wird fast mehr hochreines Kupfer eingelagert, als radioaktives Material. Das hat einen gewissen Wert, der in Zukunft noch weiter steigen könnte und wenn dann jemand, der keine Ahnung vom Inhalt hat, beim z.B. Brunnenbohren diesen Schatz entdeckt...
In der Sowjetunion (bzw. kurz danach) wurden die Radionukleidbatterien aus unbemannten Leuchttürmen entlang der Polarmeerküste geklaut, um die Edelstahlhülle zu verkaufen. Die Diebe waren z.T. ebenso leicht zu finden, wie die in der Umwelt entsorgte Plutoniumfüllung. Wie muss man wohl nicht erklären...