Crazyflie: Drohne orientiert sich wie eine Fledermaus
Wie eine Fledermaus soll sich die Drohne Crazyflie einer Forschergruppe der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne orientieren können. So wird vollständig auf Kameras und Lidar-Sensoren verzichtet.
Immer mehr Menschen kaufen sich eine Drohne, um etwa spektakuläre Aufnahmen der Umgebung anfertigen zu können. Ganz vorne dabei ist der weltgrößte Hersteller ziviler Drohnen DJI aus China. Zur Orientierung nutzen die meisten unbemannten Flugobjekte Kameras in Kombination mit Sensoren. Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne ist es nun gelungen, eine andere Art der Orientierung zu verwenden. Bei der Drohne Crazyflie dient die Fledermaus als Vorbild.
Orientierung in der Nacht ohne Kamera möglich
So werden Ultraschallwellen ausgesendet. Wenn diese Schallwellen von Hindernissen reflektiert werden, dann stürzt sich die Fledermaus auf ihre Beute. Mit diesem Verfahren kann eine Orientierung selbst bei Nacht erfolgen. Für die Drohne bedeutet dies, dass ein Hersteller sich die Kosten für einen teuren Lidar-Sensor oder eine Kamera sparen kann.
Um die Methodik der Fledermaus zu imitieren, ist die Drohne mittig mit einem piezoelektrischen Summer ausgestattet. Bei den vier Rotorarmen sind MEMS-Mikrofone angebracht, die die Reflexe der Summ-Geräusche aufzeichnen. Ein verbauter Chipsatz errechnet dann aus den eintreffenden Signalen ein Bild der Umgebung. Wie die Entwicklerin Frederike Dümbgen erklärt, hat man bewusst auf teure Messmikrofone verzichtet, um die Kosten niedrig zu halten. Durch die Verwendung mehrerer Mikrofone kann auch der Winkel bestimmt werden, indem sich der Gegenstand befindet, der umflogen werden soll.
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Sammlung zur Drohne Crazyflie:
- Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne ist es nun gelungen, den Orientierungsmechanismus von Fledermäusen bei einer Drohne zu imitieren.
- So ist die Crazyflie mittig mit einem piezoelektrischen Summer ausgestattet. Bei den vier Rotorarmen sind MEMS-Mikrofone angebracht, die die Reflexe der Summ-Geräusche aufzeichnen. Ein verbauter Chipsatz errechnet dann ein Bild der Umgebung.
- Mit dieser Methodik kann sich die Drohne orientieren, ohne auf eine Kamera oder teure Messmikrofone setzen zu müssen.
Quelle: FTD
