Titan Army P2712V im Test: Messwerte und Testtabelle
Inhaltsverzeichnis
Angesichts des niedrigen Preises bietet der Titan Army P2712V erfreulich viel Leistung. Das betrifft nicht nur die hohe Pixeldichte von 163,2 ppi und die flotte Bildwiederholrate samt 320-Hz-Option im Full-HD-Modus, sondern auch die Farbdarstellung. Bereits im Auslieferungszustand, ohne zusätzliche Kalibrierung, ist die Farbwiedergabe ausgesprochen gut. Im sRGB-Modus erreicht der P2712V "out of the box" einen Delta E 2000 von lediglich 1,1 - ein Wert, mit dem sich der Titan Army P2712V selbst im Vergleich mit deutlich teureren PC-Displays nicht verstecken muss. Eine nachträgliche Kalibrierung verbessert die Messwerte nur minimal: Der Schwarzwert lässt sich leicht verbessern, was aber eher auf die manuell angepasste Helligkeit als auf geänderte Farbeinstellungen zurückzuführen ist. Auch kalibriert bleibt es bei einem Delta E 2000 von 1,1 im sRGB-Raum.
Quelle: PCGH
Titan Army P2712V - Farbtreue, kalibriert
Trotz der technisch leicht eingeschränkten 8-Bit- + FRC-Ausgabe liefert der Monitor nicht nur akkurate, sondern auch sehr satte Farben. Mit 1.237.729 gemessenen Farbeinheiten bei Wide-Gamut-Ausgabe füllt der P2712V den sRGB-Farbraum zu 138 Prozent und deckt ihn nahezu vollständig ab. Lediglich bei violettfarbenen Tönen zeigt das günstige 4K-IPS-Panel kleinere Schwächen. Der deutlich anspruchsvollere AdobeRGB-Farbraum wird zu 94 Prozent abgedeckt; hier treten neben Violett etwas größere Abweichungen bei Grün- und Türkistönen auf. Insgesamt sind Farbumfang und Farbgenauigkeit für diese Preisklasse jedoch beeindruckend und liegen deutlich über den offiziellen Herstellerangaben.
Das gilt auch für die HDR-Spitzenhelligkeit: Obwohl der Monitor lediglich mit DisplayHDR 400 zertifiziert ist, messen wir maximal 453,9 cd/m² - mehr als zehn Prozent über der Herstellerspezifikation. Die HDR-Darstellung bleibt mit gut 450 cd/m² zwar naturgemäß limitiert, doch auf die gesamte Bildschirmfläche bezogen ist der P2712V erfreulich leuchtstark. Bei SDR-Inhalten erreichen wir 338,2 cd/m² und liegen damit leicht unter der typischen Herstellerangabe von 350 cd/m².
Quelle: PCGH
Titan Army P2712V - Helligkeitsverteilung
Die Helligkeitsverteilung fällt für ein Edge-lit-Mini-LED-Backlight ordentlich aus, wenn auch nicht perfekt. Mit einer maximalen Abweichung von 9 Prozent bewegt sich der Monitor im grünen Bereich und auf Augenhöhe mit anderen Edge-lit-LED-Modellen. An die nahezu perfekte Homogenität aktueller OLED-Panels kommt das IPS-Panel naturgemäß nicht heran. Ähnliches gilt für die Reaktionszeiten: Mit einer durchschnittlichen Umschaltzeit von 5,9 ms liegt der P2712V auf gutem IPS-Niveau. Die per LDAT gemessenen Input-Latenzen sind bereits im 4K-Betrieb mit 160 Hz und durchschnittlich 4,1 ms konkurrenzfähig - hier schlägt der Monitor sogar einige 240-Hz-Modelle. Im 320-Hz-Full-HD-Modus sinkt die Eingabeverzögerung noch einmal spürbar.
Titan Army P2712V: Fazit
Das flinke 4K-Gaming-IPS aus Fernost überzeugt - und ist für den aktuellen Straßenpreis von rund 280 Euro nicht nur für Sparfüchse einen genaueren Blick wert. Man sieht dem Gerät an einigen Stellen an, dass es kein luxuriöses High-End-Produkt ist: Design und Materialien wirken eher funktional als edel. Dennoch ist die Verarbeitungsqualität insgesamt gut, und die Qualitätskontrolle scheint für diese Preisklasse überdurchschnittlich sorgfältig zu sein.
Besonders positiv fällt das Panel auf. Es bietet eine überraschend akkurate Farbwiedergabe, und die beiliegende Werkskalibrierung unterstreicht, dass Titan Army bei der Panel-Auswahl und -Abstimmung Wert auf Qualität legt.
Quelle: PCGH
Die Bedienung mit den vier Tasten ist etwas gewöhnungsbedürftig und wirkt angesichts der heutzutage weitverbreiteten Joysticks etwas anachronistisch, doch nach einer Eingewöhnungszeit kann man sich mit diesem ebenso arrangieren, wie mit dem knallgrünen, etwas ungewöhnlich anmutenden OSD. Gut ist die generelle Verarbeitungsqualität, insbesondere beim Display. Keine toten Pixel, keine störenden Leuchthöfe und dazu erfreulich gute Leistungswerte.
Die Bedienung über vier Tasten ist etwas altmodisch und im Vergleich zu Joysticks weniger komfortabel, doch nach kurzer Eingewöhnung kommt man damit gut zurecht - ebenso mit dem knallgrünen, etwas ungewöhnlich wirkenden OSD. Dafür überzeugen Displayqualität und Messwerte: keine toten Pixel, keine störenden Leuchthöfe und sehr ordentliche Leistungsdaten.
Gerade in Anbetracht der hohen 4K-Auflösung, der feinen Pixeldichte, der hohen Bildwiederholrate und der starken Farbwiedergabe bietet der Titan Army P2712V einen nahezu phänomenalen Gegenwert für rund 280 Euro. 4K-Gaming gelingt auch ohne "Luxus-Budget" und Hypothek, und dank Adaptive Sync sowie hoher Bildwiederholraten ist selbst der Einsatz von Frame Generation eine sinnvolle Option. Wer zwischendurch in den Wettkampfmodus schalten möchte, trimmt den Monitor per Dual Mode mit wenigen Handgriffen auf 320 Hz und E-Sports-Fokus.
Dank der hohen Farbgenauigkeit eignet sich der P2712V zudem für Bild- und Videobearbeitung im Hobby- und semiprofessionellen Bereich. Auch als Arbeitsgerät macht er eine gute Figur: Hohe Schärfe, Pivot-Funktion, PiP-/PbP-Features und Lesemodi machen ihn tauglich für Office-Aufgaben und Studium. Unterm Strich kombiniert der Titan Army P2712V gute Allround-Eigenschaften mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis - ein verdienter PCGH-Preis-Leistungs-Award.
| Produktname | P2712V |
|---|---|
| Hersteller | Titan Army |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 280,-/sehr gut |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/3610164 |
| Ausstattung (20 %) | 2,20 |
| Anschlüsse | 2 × HDMI 2.1, 2 × DP 1.4, 1× 3.5 mm Klinke Line-out, 1× DC-In Hohlbuchse (Netzanschluss) |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 3.840 × 2.160/163,2 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | IPS/68,6 cm |
| Netzteil/VESA-Halterung | Extern/100 × 100 |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 4,4 kg/61,4 × 51,1 × 19,6 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | Ja/-5°/+20°/11 cm |
| Garantie | 1 Jahr |
| Zubehör | HDMI-Kabel, Stromkabel, Werkskalibrierung, DP-Kabel |
| Eigenschaften (20 %) | 1,77 |
| Bildwiederholrate/VRR | 1–160 Hz/Freesync (Kein G-Sync Compatible) |
| Farbtiefe/Farben | 8 Bit + FRC/1,07 Mrd. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | 2.196:1/0,2 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 51,1 Watt/0,1 Watt |
| Farbraumvolumen (sRGB, AdobeRGB) | 138 %/94 % |
| Besonderheiten | Pixel-Overdrive, Fadenkreuz, Hz-Einblendung, PiP, PbP, Schwarzaufhellung |
| Leistung (60 %) | 1,14 |
| Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) | 2,3 ms/4,1 ms |
| Farbtreue (ø Delta E 2000) | 1,1 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 5,9 ms (0–9,8 ms) |
| Min.-max. SDR-Helligkeit, Abweichungen | 37–338,2 cd/m², bis 9 % |
| VRR-Funktionalität | Voller Bereich |
| Schlieren-/Koronabildung | Kaum sichtbar |
| Endnote | 1,48 |
| + | Dual-Mode mit 160/320 Hz |
| + | Gute, akkurate Farben |
| + | Top Preis-Leistung |

Bei IPS/VA etc. ist es fast hoffnungslos, da den eigentlichen Produzenten auszumachen. Aber viele bzw. die meisten Monitor- (und TV-) Anbieter verbauen Panels von ein paar verhältnismäßig wenigen, spezifischen Panel-Herstellern. Die Specs sind dann sehr oft auch sehr ähnlich, selbst wenn sich der Monitor-Hersteller unterscheidet.
Damit nicht genug, oft sind auch Anschlüsse etc. sehr ähnlich. Die Features, das Design und das Tuning des Displays unterscheiden sich, aber die Panels sind in ihren jeweiligen "Kategorien" oft die gleichen, da gibt es bei OLED dann bestenfalls eine "Handvoll" (nicht allzu wörtlich auffassen) und auch bei VA/IPS/TN etc. sind die Panels oft die gleichen.
Die Monitore können sich allerdings trotzdem in gewissem Rahmen unterscheiden.
Z. B.:
BenQ Zowie XL2586X+
AOC Agon AG246FK6 (die AOC-Seite zeigt nur ein "hier kaufen", also Geizhals-Link)
Asus ROG Strix XG248QSG Ace
Gruß,
Phil
Das Ding (AOC Agon AG276QSG2) ist heut morgen übrigens gekommen, und jetzt weiß ich auch, dass ich da kein NDA einreiße.
Ist einer von den ersten vier Pulsar-Monitoren (alle mit dem gleichen Panel).
Das ist tatsächlich optisch ziemlich knackig-scharf (allerdings nicht günstig, auch wenn AOC da alle anderen unterbietet; 599 $ (+VAT) , Europreis hab ich erfragt).
Gruß,
Phil
Ich kann halt leider(?) auch nicht alles testen. Nicht mal, wenn ich will.
Ich bekomm von AOC allerdings die Tage was anderes, angeblich als erste Redaktion im DACH-Raum (vermutlich allerdings zu Beginn nicht ganz so preis-leistungs-günstig, auch wenn die da auch diesbezüglich oft zügig vorn dabei sind).
Frohes Neues,
Gruß,
Phil
Ich möchte auch über Alternativen informiert werden.
AOC ist einfach seit Jahren kaum zu schlagen.
PS: Aliexpress und Temu sind auch nicht mehr so günstig.
Crapware wie diese bekomme ich jetzt auch zu ähnlichen Preisen von Amazone und gar von Digitec/Galaxus.
Der ist jedoch noch etwas billiger, also von Preis(Leistungs)-Killer kann keine Rede sein.
Ich kann halt leider(?) auch nicht alles testen. Nicht mal, wenn ich will.
Ich bekomm von AOC allerdings die Tage was anderes, angeblich als erste Redaktion im DACH-Raum (vermutlich allerdings zu Beginn nicht ganz so preis-leistungs-günstig, auch wenn die da auch diesbezüglich oft zügig vorn dabei sind).
Frohes Neues,
Gruß,
Phil