Samsung Odyssey G7 im Test: Überragend schnelles VA-Panel

Selten hat uns ein Monitor so überrascht wie der Samsung Odyssey G7. Das Panel schneidet im Test stellenweise überragend ab und ist eine beeindruckende Evolution der VA-Technik. WQHD und 240 Hz gibt es bislang nur mit TN-Panels, die Kompromisse in der Farbqualität erfordern. Nicht so der G7, er bietet obendrein 600er HDR mit Local Dimming mit einem farbstarken 10-Bit-Panel. Ist damit der heilige Gral unter den LCDs gefunden? Nicht ganz, denn selbst er kommt nicht ohne kleinere Schwächen aus, wie wir im Test festgestellt haben.

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Samsung Odyssey G7 im Test: Überragend schnelles VA-Panel
Quelle: PC Games Hardware

Samsung unterscheidet sich etwas von der Konkurrenz auf dem Markt der Gaming-Monitore. Während die anderen großen Marken ein relativ breites Portfolio als allmöglichen Kombinationen von Auflösungen, Größen und Bildwiederholraten haben, bietet Samsung nur relativ wenige Produktgruppen, die aber in ihrer Ausstattung und den Eigenschaften interessant und mitunter innovativ sind. So haben die Koreaner das ultrabreite 32:9-Format begründet und mit dem C49HG90 auch den ersten Gaming-Monitor in diesem Format geboten. Andere Hersteller haben das Samsung-Panel ebenfalls in eigenen Modellen verwendet, während Samsung selbst auch hier immer wieder Nachfolger herausbrachte.

Der Samsung Odyssey G7 ist der direkte Nachfolger des CHG70, welcher 2016 auch seiner Zeit voraus war. Es war der erste Gaming-Monitor mit DisplayHDR 600, lange auch der einzige und ist bis heute noch ein guter, preiswerter Monitor mit WQHD und 144 Hz. Der Samsung Odyssey G7 ist der direkte Nachfolger und unterscheidet sich von seinem Vorgänger in den 240 Hz am deutlichsten. Mit einem Radius um einen Meter (1.000R) ist das Panel auch relativ stark geboten. Um die Diskussion, ob "curved" selbst bei einem 16:9-Monitor Sinn ergibt, abzukürzen, sei gesagt, dass die Krümmung selbst einfach Geschmacksache ist und bleibt. Wie auch schon den HG70 gibt es den Odyssey in 27 und 31,5 Zoll. Unser Testmuster hat Ersteres.

Bildergalerie

Samsung Odyssey G7: Solide Ausstattung, sauberes Kabelmanagement

Der Vorgänger HG70 hatte zwar einen recht flexiblen Gelenkarm als Standfuß, der erfordert nach hinten aber relativ viel Platz. Der Fuß des G7 ist da wieder etwas konventioneller in der Ergonomie, obwohl auch er alles Übliche wie Schwenken, Neigen oder die 90-Grad-Drehung (Pivot-Modus) beherrscht.

Besonders gut hat uns das Kabelmanagement gefallen: Die Anschlüsse hinterm Panel sitzen hinter einer Abdeckung, welche die Kabel nach oben hin abführt, die dann im Fuß hinter einer Abdeckung versteckt werden können. An der Unterseite sind die Kabel von vorne daher nicht mehr sichtbar. Zusammen mit dem beleuchteten Ring kann also auch der Rücken optisch entzücken.

Samsung legt dem Monitor einen Adapter bei, mit dem er auch an einer VESA-Halterung montiert werden kann. Vorbildlich, dass man sich diesen nicht extra teuer zulegen muss.

Als Videoeingänge stehen zwei Mal DP 1.4 und einmal HDMI 2.0 zur Verfügung. Zudem ist der fast schon obligatorische USB-3.0-Hub mit zwei Ausgängen dabei. Nicht gerade eine Anschlussvielfalt, aber viel mehr braucht man ohnehin selten. Samsung Odyssey G7 C27G75T (3) Quelle: PC Games Hardware

Bildqualität: Gewohnt kontrast- und farbstark

Die WQHD-Auflösung ist noch immer zeitgemäß, die selbst aktuelle Nvidia-Ampere-GPUs auslasten kann. Auch wenn die Grafikleistung insgesamt günstiger geworden ist, muss man selbst als ambitionierter Gamer nicht unbedingt auf den 4K-Zug aufspringen bzw. aufrüsten. Die Leistung kann ebenso gut in eine höhere Bildrate investiert werden. Dafür ist der G7 bestens gerüstet, indem er eine dynamische Bildwiederholrate bis 240 Hz bietet und sowohl G-Sync als auch Freesync unterstützt.

Der Odyssey G7 soll über eine native Farbtiefe über 10 Bit verfügen. Im Gegensatz zum Vorgänger soll er das auch ohne Framerate Control (FRC) schaffen, was die meisten Gaming-Monitore heutzutage noch verwenden, also lediglich 8 Bit nativ bieten und die restlichen Farben per Dithering darstellen. Den Unterschied zwischen echten 10 Bit und 8 Bit mit FRC halten wir schon immer für nicht wirklich sichtbar, zumal sich beim Gaming ohnehin fast alles im 8 Bit tiefen sRGB-Farbraum abspielt. Diesen deckt der G7 auch voll ab. Selbst den AdobeRGB-Farbraum schneidet das Panel um circa 90 Prozent. Wegen der relativ hohen Farbraumabdeckung und da Samsung bislang FRC offen kommuniziert hat, glauben wir hier an die echten 10 Bit. Wirklich nachprüfbar ist das aber nicht.

Farbtreue Quelle: PC Games Hardware Die Stärke von VA-Panels ist typischerweise ein niedriger Schwarzwert und ein damit einhergehender satter Kontrast, welcher nach wie vor weitaus höher ausfällt als bei TN- und selbst IPS-Panels. Wir messen hier ohne Local Dimming ein Maximum von 2.643:1. Mit bis zu 370 cd/m² maximaler (SDR-)Helligkeit ist das Panel auch ziemlich hell. Zum Vergleich: Die TN-Panels mit WQHD und 240 Hz im Lenovo Legion Y27qg-25 und HP Omen X 27 kommen auf einen Kontrast von circa 800:1 mit Schwarzwert von maximal 0,5 cd/m².

Die vorab kalibrierte Farbtreue fällt gut bis durchschnittlich aus. Abweichungen im Delta-E-Wert von 2,6 sind ein gutes niedriges Niveau, welches aber heutzutage von vielen Gaming-Monitoren erreicht wird - selbst von den beiden TN-Panels: Beim Lenovo Legion Y27qg haben wir ab Werk ein Delta E von 1,2 gemessen. Ein weiterer Beleg dafür, dass TN-Panels heutzutage nicht mehr so schlecht sind wie ihr Ruf.

Die Ausleuchtung ist bis auf eine kleine Ausnahme recht gut: das untere Drittel der Fläche weist etwas höhere Abweichungen bis zwölf Prozent auf, was gegenüber der recht homogenen restlichen Fläche in der Messung auffällt, jedoch auch nur da und nicht etwa mit bloßem Auge. Falls etwas ungleichmäßige Flächen auffallen, könnte das am Local Dimming liegen, dass standardmäßig auf "Auto" ist und im SDR-Modus eigentlich nicht aktiv sein sollte. Wir empfehlen, es ohne HDR komplett zu deaktivieren, da somit vollflächige Farben auf dem Desktop gleichmäßiger erscheinen.

HDR: funktioniert nicht ganz so wie es soll

Schon der Vorgänger HG70 hat als einer der ersten Modelle dem Standard DisplayHDR 600 entsprochen. Während die niedrigere Stufe DisplayHDR 400 keinen Mehrwert bietet, ist mit 600er HDR je nach Modell und Content ein erster Mehrwert erkennbar. Auch deswegen, weil bei Monitoren mit 600er fast immer ein Local Dimming, also ein dimmbares Hintergrundlicht, zum Einsatz kommt, was beim 400er quasi immer fehlt.

Schon der CHG70 hatte nur eine Dimmung an den Kanten (Edge LED) in nur acht Dimming-Zonen (2x4). Auch das Panel im Odyssey G7 wird an den Ecken beleuchtet, doch funktioniert das Dimming hier viel subtiler, sodass hier kaum ein Nachleuchten an Rändern auftritt. Das konnten wir im direkten Vergleich feststellen, da wir den C32HG70 noch im Büro haben.

Wir messen außerdem in der HDR-Spitzenhelligkeit maximal circa 400 cd/m², wenn Local Dimming ausgeschaltet ist. Nur wenn es im OSD aktiviert ist, können wir in manchen, nicht allen Messungen selbst dem VESA-DisplayHDR-Test einen Wert von knapp über 600 cd/m² erzielen. Beim C32HG70 funktionierte das noch durchgehend und selbst HDR-Videos und -Spiele sehen dort einen Hauch besser aus, wohl weil der G7 nicht immer die 600er Spitze schafft. Die Kollegen von Rtings wollen das Problem auf die Fläche der Spitzenhelligkeit eingegrenzt haben: In deren Test nimmt sie mit Größe der Fläche ab.

Bewegtbildqualität: Überragend kurze Reaktionszeiten auf TN-Niveau

Wow! Wir konnten unseren Augen nicht trauen, als wir das Testufo angeschmissen haben: Normalerweise zeigt sich hier die deutliche Schwäche von VA-Panels: Fast alle schmieren in Bewegungen auf dunklem Hintergrund sichtbar - selbst die Full-HD-VA's mit 240 Hz. Das liegt daran, dass die VA-Panels in einigen wenigen dunklen Farbwechseln zweistellige Ausreißer in den Reaktionszeiten haben. Das trifft auf alle VA-Panels zu - bis jetzt:

Bei 240 Hz entdecken wir keinerlei Schlieren und ein gestochen scharfes Bewegtbild. Am Ufo ist lediglich ein Hauch von Ghosting zu erkennen, was auf ein dezentes Overdrive hinweist und in der Spielepraxis absolut null auftritt.
Samsung Odyssey G7: Gestochen scharfes Bewegtbild Quelle: PC Games Hardware
Kurze Reaktionszeiten auf TN-Niveau Quelle: PC Games Hardware Die Reaktionszeiten-Messungen mit dem Oszilloskop bestätigen die hervorragende Performance: Diese ist auf Augenhöhe mit den TN-Panels mit WQHD und 240 Hz im Lenovo und HP. Sowohl Durchschnittswert von 2,3 ms als auch Minimum (0,5 ms) und Maximum (3,1 ms) sind nahezu gleichauf wie bei den TN-Konkurrenten. Damit ist das VA-Panel sogar schneller als das Nano-IPS-Panel von LG, welches sich den Bestwert von 1 ms nur mit höchster Overdrive-Stufe und starkem, unbenutzbaren Ghosting erschleicht. Dessen Durchschnitt liegt bei noch immer sehr niedrigen 4,7 ms im LG 27GL850 und 4,1 ms im HP Omen 27i. Im Gegensatz zum VA-Panel des G7 liegt das Nano-IPS-Panel in der Schärfe also nicht ganz auf dem Level der schnellen TN-Modelle.

Gerade wegen den sichtbaren dunklen Schlieren aufgrund der Schwäche in dunklen Farbwechsel gelten VA-Panels als die reaktionslahmsten Panels unter den LCDs, was sie zumindest im Durchschnitt unserer Stichproben noch nie waren. Umso überraschender ist es, dass nicht die immer etwas schneller werdenden IPS-Panels nun den TNs das Wasser reichen können, sondern erstmals ein VA-Panel das TN-Niveau erreicht.

Der Odyssey G7 verfügt über drei Overdrive-Stufen, wobei wir auf 240 Hz keinerlei Unterschiede zwischen ihnen sehen oder auch messen können. Schon die "Standard"-Stufe weißt in der Oszilloskop-Messung einige Überschwinger auf. Im 60-Hz-Betrieb ist schon auf dieser Stufe, wie auf den anderen beiden angeblich höheren, etwas stärkeres Ghosting am Testufo zu sehen - nicht aber, wenn Free-/G-Sync aktiv ist, auch nicht bei 60 Fps.

Wie auch bei anderen Samsung-Gaming-Monitoren hat der Odyssey G7 auf höchster Reaktionsstufe ein Schwarzbild-Flimmern (engl. Low Motion Blur/Black Frame Insertion), welches das Bewegtbild in der Regel nochmal etwas schärfen soll. "In der Regel" deshalb, weil dank der niedrigen Reaktionszeit und der hohen Bildwiederholrate das Bild auch ohne Flimmern schon scharf ist. Die Stufe ist daher nicht notwendig - im Gegenteil - sie bringt nur Nachteile: Free-/G-Sync ist nicht parallel nutzbar, die Helligkeit sinkt etwas und manche Gemüter klagen über Kopfweh oder Augenermüdung beim Flimmern. Wir empfehlen daher, die "Reaktionszeit" auf der Stufe "Standard".

G-Sync (Compatible) und Freesync: Fehlerfrei - zumindest bei uns

Samsung Odyssey G7 C27G75T (1) Quelle: PC Games Hardware Auf dem Monitor prangt ein G-Sync-Aufkleber. Im Odyssey arbeitet aber kein Hardware-Modul von Nvidia, er ist "nur" kompatibel zu G-Sync. Der Unterschied zwischen kompatiblem und "echtem" hardwareseitigen G-Sync ist das adaptive Overdrive. Es sorgt dafür, dass es mit dem Frequenzbereich variiert und somit auch bei unterschiedlichen Frameraten kein Ghosting auftritt.

Nun ist es aber nicht so, dass jeder Freesync-Monitor, auch der G7 ist einer, ein statisches Overdrive haben muss, um mit Free-/G-Sync frei von Ghosting zu sein. Auch hier ist im OSD das Overdrive (im G7 "Reaktionszeit" genannt) ausgegraut, sobald die variable Bildwiederholrate aktiviert ist. Wir haben sowohl mit Nvidia-Pendel-Demo also auch zwei Spielen (Overwatch, The Witcher 3) alle Frequenz- (und Fps-)Bereiche "abgeklopft" und konnten weder Bildfehler wie Flackern noch Ghosting in niedrigen Fps aufgrund des vermeintlich starren Overdrives erkennen.

Sowohl mit AMD- als auch Nvidia-Karte funktionierte Free- bzw. G-Sync bei uns perfekt. Nun berichten aber im Netz schon die ersten Nutzer von einem Flackern bei G-Sync, was unsere Vermutung bestätigt, dass es nicht nur unter den Monitor-Modellen sondern auch unter den -Exemplaren Qualitätsunterschiede geben kann. Schon dem Vorgänger CGH70 wurde ein dickes Ghosting in bestimmten Fps-Regionen nachgesagt, was wir partout an unserem Exemplar nicht nachstellen konnten. Wir werden noch weitere Versuche anstellen und würden uns über Rückmeldung von Nutzern des G7 hier freuen, um eventuell das Problem auf bestimmte Spiele(-Engines?), Einstellungen oder Fps-Bereiche begrenzen zu können.

Input Lag: Könnte niedriger sein

Der Input Lag beschreibt die Dauer zwischen "Bildeingang" von der Grafikkarte bis hin zur Anzeige am Display. Die Messung ist nicht standardisiert, jede Methode hat Vor- und Nachteile, sodass wir hier mittlerweile zwei verschiedene Messungen anstellen.

Wir messen mit dem Leo-Bodnar-Tool an der oberen Bildschirmkante 18,2 ms, was für ein schnelles 240-Hz-Panel ziemlich viel ist. Andere schnelle Panels kommen hier auf Verzögerungen zwischen 2-3 ms. Da der Sensor lediglich mit eigenem Bildsignal am HDMI-Eingang misst, ist der Wert aber mit Vorsicht zu genießen. Er ist immerhin ein Indiz für einen leicht erhöhten Lag des Monitors.

Samsung Odyssey G7 im Test: Überragend schnelles VA-Panel (1) Quelle: PC Games Hardware Unser neues Messgerät namens LDAT (Latency Display Analyzer Tool) von Nvidia ermöglicht es uns außerdem, die Button-to-Pixel-Latenz zu messen. Dabei handelt es sich um die gesamte Verzögerung zwischen Mausklick über CPU, GPU bis hin zur Pixelreaktion am Monitor. Vorteil hier: Die Messung ist praxisnah und kann in jedweder Einstellung am Rechner vorgenommen werden. Nachteil hier: Der Wert beinhaltet nicht nur den Lag des Monitors, sondern eben des gesamten Systems. Zur Einführung haben wir das LDAT und die Auswirkungen auf den Lag hier ausführlich beschrieben. Für das gemessene Modell müssen wir es also mit anderen Monitoren vergleichen.

Wir messen mit dem LDAT stets mit Overwatch, fester Bildrate auf 300 Fps und maximaler Bildfrequenz. V-Sync, G-Sync oder andere Optionen sind natürlich deaktiviert, um softwareseitige Verzögerungen auszuschließen. Der Odyssey G7 kommt in 100 Messungen auf ein Mittel von ca. 33 ms, was ein relativ mittelmäßiger Wert ist.

Unter den Monitoren, die wir bereits mit dem Tool und den gleichen Einstellungen gemessen haben, kommt der Durchschnitt bestenfalls auf circa 20 ms. Daher bestätigt die LDAT-Messung, dass der Monitor in etwa einen Lag von circa 10 ms haben müsste. Dem widersprechen wiederum Messungen der Kollegen von Rtings. Dort misst man wieder anders, mit einer Methode, die dem Leo-Bodnar-Tool ähnlich ist. Man will dort auf einen minimalen Lag von 2,7 ms und bescheinigt dem G7 einen "unglaublich niedrigen Input Lag". Bei TFTCentral wird standardmäßig die Verzögerung im Vergleich zu einem analogen Röhrenmonitor gemessen. Die Differenz fällt dort mit 4,2 ms auch sehr gering aus.

Hätten die Kollegen das Gerät also nicht auch schon gemessen, würden wir dem G7 einen leicht erhöhten aber noch akzeptablen Input Lag attestieren. Letztlich sind alle Messmethoden unterschiedlich, ungenau - schon allein wegen variierenden Teilen wie die inkludierte Reaktionszeit.

Übrigens: Die Option "Low Input Lag" im OSD brachte in beiden unserer Messmethoden keine anderen Ergebnisse.

Fazit: Beeindruckende Monitor-Evolution, wenn auch nicht ohne Schwächen

Während LCD-Panels sich oft nur homöopathisch gering verbessern, ziehen wir unseren Hut vor Samsung, uns hier ein VA-Panel mit Reaktionszeiten auf TN-Niveau zu bieten. Das ist ein echter Fortschritt und entscheidender Mehrwert - und das sogar noch in bezahlbaren Regionen! Zugegeben: die circa 600 Euro sind relativ viel für einen WQHD-Monitor, viel weniger kosten aber die TN-Konkurrenten mit WQHD und 240 Hz auch nicht. Außerdem hat der G7 dafür auch einiges mehr zu bieten: Nämlich eine gute Farbraumabdeckung, einen satten VA-Kontrast und sogar DisplayHDR 600 mit Local Dimming.

HDR ist hier wirklich kein Kaufargument, aber auch ohne liefert der Odyssey G7 eine gute Leistung ab. Es wäre auch zu schön gewesen, wenn auch HDR hier einen Fortschritt gemacht hätte. Daher bleibt es dabei: Wer auf HDR Wert legt, braucht im dreistelligen Preisbereich erst gar nicht suchen.

So schön und schnell das Panel auch ist, ganz ohne Kompromisse scheint es dann doch nicht zu gehen: Das VA-Panel ist zwar nun schneller als IPS, aber nach wie vor nicht so blickwinkelstabil. Ist zwar kein großer Nachteil, wenn man ohnehin nur allein und rechtwinklig davorsitzt, aber auch die starke 1.000R-Krümmung ist nicht unbedingt jedermanns Sache.

Davon abgesehen ist allein der knackige VA-Kontrast zusammen mit einer TN-scharfen Bewegtbildqualität den Kaufpreis wert. Diese Kombination hat Samsung hier exklusiv.

PCGH-Wertung

1,72
Produktname Odyssey G7 C27G75T
Hersteller Samsung
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 600,-/befriedigend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2272051
Ausstattung (20 %) 1,85
Anschlüsse 1× HDMI 2.0, 1× DP 1.4, 2× USB-A 3.0,
Max. Auflösung/Pixeldichte 2.560 × 1.440/108,8 ppi
Panel-Typ/Diagonale VA/68,6 cm
Netzteil/Vesa-Halterung Extern/100×100 (belegt/via beigelegtem Adapter)
Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) 7,2 kg/61,5 cm × 57,6 cm × 30,6 cm
Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. Ja/-15°, 15°/12 cm
Garantie 2
Sonstiges/Zubehör Quantum-Dot, Sicherheitsschloss (Kensington), RGB-Beleuchtung auf Rückseite
Eigenschaften (20 %) 2,12
Bildwiederholrate/VRR 48-240 Hz/Freesync (G-Sync-Compatible)
Farbtiefe/Farben 10 Bit/1,07 Mrd. Farben
Kontrastverhältnis/Schwarzwert 2645:1/0,1 cd/m²
Max. Leistungsaufnahme/Stand-by 58,7 Watt/0,3 Watt
Leistung (60 %) 1,55
Input Lag (Leo Bodnar Tool) 22,2 ms
Farbabweichungen (ø Delta E 2000) 2,6
ø Reaktionszeit (Min.-Max.) 2,3 ms (0,5-3,1 ms)
Max. Helligkeit, Abweichungen 370,4 cd/m², Bis 12 %
Schlieren-/Korona-Bildung wenig/keine
Endnote 1,72
+ TN-schnelles Bewegtbild
+ Guter VA-Kontrast
- Misslungenes HDR
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    • Kommentare (81)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von V3CT0R PC-Selbstbauer(in)
        Der Monitor ist heute angekommen und habe ihn über Mittag anschliessen können.
        Ein wenig aufräumen und ich kann mich ans Testen machen.

        Bis jetzt bin ich noch nicht ganz sicher, ob ich ihn behalten werde.
        Die Krümmung ist schon recht gewöhnungsbedürftig. Da war die leichte Krümmung vom
        Widescreen logischer.

        EDIT:
        Was für ein Mistteil! Das geht am Montag direkt wieder zurück.
        Spiele fühlen sich an, als ob sie mit 60hz laufen würden (240Hz?!) und
        ich habe schon lange nicht mehr solche Schlieren gesehen (Gsync?!).
        Der UFO-Test sieht super aus - doch in Spielen ists grässlich.

        Ja, der Monitor habe ich richtig eingestellt. Auch alle Hertz getestet und
        mit/ohne Gsync usw..

        Da bleibe ich bei meinem Ersatzmonitor, ein Dell S2716DG.
        Bei dem fühlen sich Spiele an, als ob die Bewegung 1:1 ist.
        Und das bei normalen 144hz, Framelock auf 141, selbe Auflösung
        und aktiviertes Gsync Modul.
      • Von V3CT0R PC-Selbstbauer(in)
        Der Monitor ist heute angekommen und habe ihn über Mittag anschliessen können.
        Ein wenig aufräumen und ich kann mich ans Testen machen.

        Bis jetzt bin ich noch nicht ganz sicher, ob ich ihn behalten werde.
        Die Krümmung ist schon recht gewöhnungsbedürftig. Da war die leichte Krümmung vom
        Widescreen logischer.

        EDIT:
        Was für ein Mistteil! Das geht am Montag direkt wieder zurück.
        Spiele fühlen sich an, als ob sie mit 60hz laufen würden (240Hz?!) und
        ich habe schon lange nicht mehr solche Schlieren gesehen (Gsync?!).
        Der UFO-Test sieht super aus - doch in Spielen ists grässlich.

        Ja, der Monitor habe ich richtig eingestellt. Auch alle Hertz getestet und
        mit/ohne Gsync usw..

        Da bleibe ich bei meinem Ersatzmonitor, ein Dell S2716DG.
        Bei dem fühlen sich Spiele an, als ob die Bewegung 1:1 ist.
        Und das bei normalen 144hz, Framelock auf 141, selbe Auflösung
        und aktiviertes Gsync Modul.
      • Von Schori Volt-Modder(in)
        Bei 240 Hz braucht man eigentlich kein G-, f-Sync mehr. Tearing ist da nicht zu sehen, ich sehr bei meinen 165 Hz schon keins mehr.

        Was den Grafik RAM angeht, bei den AMD Karten geht seit eh und je der Vram auf vollen Takt sobald man mehr wie 120Hz nutzt. Komischerweise schafft es Nvidia ohne Probleme.
      • Von V3CT0R PC-Selbstbauer(in)
        Habe mir den heute Bestellt. Hoffe, das der sein Geld wert ist.
        Der letzte (LG 34GN850-B) war es leider nicht.
      • Von Mitchpuken
        Zitat von PCGH_Manu
        Das hast du falsch verstanden. Nur weil zwischen 10-90% an der Flanke gemessen wird, wird ja trotzdem zwischen der Wert für bspw. ganz Schwarz und ganz Weiß gemessen. Es geht hier um eine bestmögliche Annäherung an vergleichbare Messwerte und nicht unbedingt um die absolute Genauigkeit.

        Nicht umsonst widme ich im Test immer einen großen Absatz den Reaktionszeiten. Es gibt da keine einfachen und eindeutigen Grenzen für "alles ok" - auch die Milchmädchenrechnung Reaktionszeiten < Bildaufbauzeit geht nicht immer auf und erst recht nicht, wenn man die Reaktionszeiten wieder in die Frequenz umrechnet - technisch absoluter Quark, weil jeder Bildaufbau aus vielen unterschiedlichen Farbwechseln besteht und hohe Reaktionszeiten in kontrastarmen Farbwechseln nicht so sichtbar sind wie in kontraststarken. Die Zahlen sind hier daher nur die halbe Wahrheit, das Ufo-Bild ist da schon aussagekräftiger und praxisnäher.
        Danke für die Aufklärung.

        Kann ich verstehen, dass man generell kein "alles ok" raushauen will. Es braucht ja nur einen für den es nicht so ist, dann geht es wieder los. Ich habe mir nochmals das Thema zu Messungen bezüglich RGB, Gamma usw. durchgelesen, super interessant, aber zu 100% verstehen tue ich es nicht Aber viel mehr als noch vor ein paar Tagen. Ich denke viel Verständnis kommt vom selber testen. Ein Gefühl/Gespür dafür bekommt man vom reinen Lesen aber nicht. Schade, dass es dazu keine Streams gibt

        Würde den G7 echt gerne live sehen, bin aber absolut kein Fan von online bestellen und zurück schicken. Blöde Moral.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Hatte ich noch nicht da.
        Zudem schrieb ich auch, dass es sein kann und nicht muss.
      Direkt zum Diskussionsende
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