DisplayHDR 1.1: Härtere VESA-Spezifikationen und "DisplayHDR 1400"-Siegel
Die Video Electronics Standards Association (VESA) hat die erste große Aktualisierung ihrer DisplayHDR-Spezifikation in Version 1.1 vorgelegt, die härtere Anforderungen an Bildschirme für die Darstellung von Inhalten mit High Dynamic Range (HDR) stellt.
Nach der 2017 eingeführten DisplayHDR 1.0-Spezifikation bringt die neue Version 1.1 der VESA unter anderem auch die neue Leistungsstufe "DisplayHDR 1400" mit sich, die eine 40-prozentige Steigerung der Leuchtdichte (1.400 cd/m² in der Spitze) und eine 2,5-fache Reduzierung des Schwarzwertes im Vergleich zur bisherigen Spec-Obergrenze DisplayHDR 1000 vorsieht, was den Kontrastumfang um 350 Prozent erhöhen soll. Auch die Anforderungen an die Abdeckung des Farbraums wurden erstmals erhöht, von 90 Prozent auf 95 Prozent des DCI-P3-D65.
Um das Siegel zu erhalten muss der Montior zudem auf der ganzen Bildfläche mindestens 900 cd/m² für die Dauer von 30 Minuten erreichen, während es bei DisplayHDR 1000 noch 600 cd/m² waren. Gedacht ist die neue Spezifikation vor allem für Bild- und Videobearbeitung. Der erste Monitor, der DisplayHDR 1400 unterstützt ist unterdessen der Asus ProArt PA32UCG, der auf der bevorstehenden IFA in Berlin präsentiert wird.
Darüber hinaus gelten mit DisplayHDR 1.1-Spezifikation, die ab sofort für Hersteller zur Zertifizierung bereitstehen, auch die folgenden neuen Leistungsmerkmale:
- Aktives Dimmen - DisplayHDR schreibt nun aktive Dimmleistungsstufen vor, eine Funktion, die, wenn sie in Displays eingesetzt wird, den Stromverbrauch reduzieren und deutlich dunklere Schwarzwerte liefern kann.
- DisplayID-Genauigkeit- stellt sicher, dass genaue Helligkeits- und Farbraumdaten in die DisplayID oder ältere Extended Display Identification Data (EDID) eingetragen werden, wodurch der Grafikprozessor das Videosignal für diese Anzeige optimieren kann, um die höchste Anzeigeleistung zu gewährleisten.
- Dual Corner Box Test - der Schwarzpegel-Test wurde aktualisiert, um eine genaue Farbmetermessung von Schwarz- und Weißwerten zu ermöglichen, was zu einer verbesserten Prüfung des dynamischen Kontrastverhältnisses führt.
- Neue Farbraumspezifikationen - DisplayHDR beinhaltet nun zusätzlich zum 100-prozentigen Vollbildfarbtest einen 10-prozentigen Farbfeldtest, wobei beide Tests nun die maximale Helligkeit des Displays und die RGB-Primärfarbwerte aus der DisplayID/EDID verwenden; diese überarbeitete Testmethode bestimmt den Farbraum, der auf dem Display angezeigt wird, wenn Windows läuft.
- Kombinierte Farbhelligkeit - DisplayHDR hat einen Mechanismus hinzugefügt, um das volle Farbvolumen bei voller Logo-Leuchtdichte zu validieren.
- Neuer Delta-ITP-Test - hinzugefügt, um zu testen, ob die Leuchtdichte auf dem Display korrekt wiedergegeben wird, was dazu beiträgt, die genaue Wiedergabe der Absicht des ursprünglichen Inhaltserstellers (Leuchtdichte und D65-Weißabgleich) zu gewährleisten.
- On-Screen-Display (OSD)-Modusanzeige - Jeder DisplayHDR-zertifizierte Monitor mit On-Screen-Menüfunktion muss nun deutlich anzeigen, welche Modi DisplayHDR unterstützen, was es dem Benutzer erleichtert, seine Anzeigeeinstellungen zu optimieren.
- DisplayPort-Zertifizierungsspezifikation - jeder DisplayHDR-zertifizierte Monitor, der über eine DisplayPort-Schnittstelle verfügt, muss ebenfalls einer DisplayPort-Zertifizierung unterzogen werden, um sicherzustellen, dass das Display mit VESA DisplayPort-zertifizierten Kabeln und anderen Peripheriegeräten optimal funktioniert.
Eine Leistungsübersichtstabelle und zusätzliche Dokumentation für den VESA DisplayHDR-Standard, einschließlich der aktualisierten DisplayHDR Compliance-Testspezifikation (CTS) Version 1.1 stehen zunter displayhdr.org bereit.
Quelle: vesa.org

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Mein LG OLED nimmt 12 Bit Signale entgegen. DolbyVision Inhalte sehen durch die Bank weg besser aus, als ihre HDR Pendants. Das ist auch kein Wunder, denn DolbyVision definiert sich nicht über 12 Bit Farbtiefe, sondern vor allem über die Fähigkeit, für jedes Bild HDR Metadaten vorhalten zu können, so dass jedes Bild perfekt dargestellt werden kann, wohingegen bei HDR nur ein Datensatz an HDR Metadaten übergeben wird, der dann für den kompletten Film gilt.
Dolby Vision ist nur ein Marketing Gag. Dafür braucht ein TV oder Monitor ein 12 bit Panel und die gibt es noch nicht auf dem Markt. Das höchste der Gefühle sind 10 bit.
10Bit kann ein TV bzw. Monitor auch ohne HDR
Beispiel: Wenn Du Dein 8 Bit Windows an ein 10 Bit Display anschließt und dann Deine 8 Bit JPEGs aus Deiner Digicam anzeigen lässt, sehen die auf einem 10 Bit Display exakt so aus wie auf einem 8 Bit Display.
HDR Inhalte hingegen werden direkt mit Blick auf 10 Bit gemastert.