Free-/G-sync, Input Lag und Fazit
Free- und G-Sync: Funktioniert leider nicht auf voller Spanne
LG schmückt seine Fernseher mit dem G-Sync-Label schon seit 2020. Nun wissen wir, dass Nvidia dieses auch an Geräte ohne eigenen dedizierten Hardware-Scaler vergibt, also in etwa seit sich Team Grün dem offenen Adaptive-Sync-Standard geöffnet hat, worauf Freesync selbst auch technisch basiert. Das erleichtert es an sich für den Gamer, weil mittlerweile jedes VRR-fähige Gerät mit (fast) jeder Grafikkarte funktioniert, es verwässert aber etwas den Qualitätsanspruch, den man mit dem G-Sync-Aufkleber haben konnte. Randnotiz: G-Sync per HDMI funktioniert ab der Turing-Generation, also RTX 2000 - seitens AMD schon immer, seit des Freesync gibt.
Erfreulicherweise gibt es kaum noch Qualitätsunterschiede in der dynamischen Bildwiederholrate unter aktuellen Fernseher oder Monitoren, was die ganzen Hersteller-Labels ebenso erfreulicherweise irrelevanter werden, also egal, ob G-Sync, G-Sync Compatible oder Freesync (Premium/Pro) usw. - es gibt kaum sichtbare Nachteile. Das ist umso wichtiger, weil VRR für Gamer fast immer eine lohnenswerte Spieltechnik ist, die aktiviert werden sollte. Denn sie bietet an sich nur Vorteile: Ein niedriger Lag - im Gegensatz zu V-Sync und ein rissfreies Bild - im Gegensatz zur statischen Bildwiederholrate. Daher testen wir nach wie vor die Funktion bei jedem Gaming-Display - egal ob Monitor oder TV.
Umso weniger erfreulich, dass wir hier etwas auf hohem Niveau meckern müssen, denn G-Sync funktioniert an unserem Testsample nicht auf voller Spanne, so wie es bei G-Sync-Displays eigentlich üblich ist, sondern erst ab 40 Hz. Wir hatten dazu mehrere HDMI-Schnittstellen, TV-Einstellungen und Grafikkarten durchprobiert. An sich ist das nicht unbedingt ein Problem - eine untere VRR-Grenze war vor einigen Jahren nicht unüblich. Wohl aber bei aktuellen Displays und erst recht solchen mit einem saftigen Preis wie diesem. Kaum jemand zockt unterhalb 40 Fps, möchte man vielleicht erwidern. Aber man darf nicht vergessen, dass die Fps selten konstant bleiben, also durchaus schwanken und erst recht nicht in der 4K-Auflösung durchgehend dreistellig bleiben - schon gar nicht mit (Next-Gen-)Konsolen. Hoffentlich kann LG das mit einem Update beheben.
Input Lag: Monitormäßig niedrig
Quelle: PC Games Hardware
LG OLED Flex 42LX3Q6LA (1)
Wir haben den Input-Lag lediglich im PC-Modus und mit dem Preset "Game Optimizer" gemessen, da in den TV-Modi die Verzögerung ohnehin oft deutlich höher ist. Wir messen an der oberen Bildkante knapp 9,2 Millisekunden - ein sehr guter und niedriger Wert, der das Panel tauglich für kompetitive Online-Shooter macht. Mit der praxisnahen Button-to-Pixel-Methode bekommen wir ebenfalls ein niedriges Ergebnis, der diesen Eindruck bestätigt.
Die hier gezeigte Grafik misst in nativen 120 Hz in der Bildschirmmitte 20 Stichproben. Hierbei handelt es sich um das Open Source Response Time Tool (OSRTT).
Vor einigen Jahren galt noch, dass TVs grundsätzlich einen höheren Input-Lag haben als Monitore. Seitdem es flächendeckend PC- und Gaming-Bildprofile gibt, stimmt das nicht mehr.
Fazit: Gutes OLED-Display mit netter, aber unnötiger Spielerei
Um es provokant auf den Punkt zu bringen: Die flexible elektrische Krümmung ist ein nettes Feature, die niemand wirklich braucht, aber wer "braucht" schon ein Luxusprodukt. LG ist sich dessen bewusst, damit nicht den Markt aufzumischen - es handelt sich vielmehr um ein Pilot- oder Leuchtturm-Projekt, einfach um zu zeigen, dass es geht.
Abgesehen von der bislang exklusiven Eigenschaft handelt es sich durchwegs um ein hervorragendes OLED-Panel mit gewohnter LG-Qualität, die wir bei dem Preis auch erwartet haben.
| Diagonale | 42 Zoll |
|---|---|
| Produktname | OLED Flex 42LX3Q6LA |
| Hersteller | LG |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 2.400,-/mangelhaft |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2855324www.pcgh.de/preis/2855324www.pcgh.de/preis/2855324 |
| Ausstattung (20 %) | 2,18 |
| Anschlüsse | 4 × HDMI 2.1, 2 × TV-Tuner, 4 × USB-A, 1 × RJ-45, 1 × CI+ 2.0, Wifi 6, 2 × DVB |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 3.840 × 2.160/104,9 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | OLED/106,7 cm |
| Netzteil/VESA-Halterung | Intern/Keiner |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 22,6 kg/93,7 cm × 76,2 cm × 29,7 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | Nein/-/- |
| Garantie | 2 Jahre |
| Zubehör | Stromkabel |
| Eigenschaften (20 %) | 1,85 |
| Bildwiederholrate/VRR | 40–120 Hz/Freesync (G-Sync Compatible) |
| Farbtiefe/Farben | 10 Bit/1,07 Mrd. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | ∞/0,0 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 128 Watt/0,2 Watt |
| Farbraumvolumen | 138 %/95 % |
| Besonderheiten | Lautsprecher, Lichtsensor, Fernbedienung, Software-OSD, PiP, PbP |
| Leistung (60 %) | 1,35 |
| Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) | 9,2 ms/22,3 ms |
| Farbtreue (ø Delta E 2000) | 2,3 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 0,1 ms (0,1–0,1 ms) |
| Min.-max. Helligkeit, Abweichungen | 20–192,1 cd/m², bis 3 % |
| VRR-Funktionalität | Eingeschränkt |
| Schlieren-/Korona-Bildung | Nicht sichtbar |
| Endnote | 1,61 |
| + | Flexible Krümmung |
| + | 10 Bit |
| - | G-Sync erst ab 40 Fps |
OLED-TVs sind an sich ja schon nicht günstig, aber wer ein ähnliches Display ohne Krümmung sucht, findet bereits mehrere 42 Zoll große OLEDs, wie etwa die direkte TV-Konkurrenz, den LG C2, den aktuelleren C3 oder einen Asus ROG Swift PG42UQ, einen der ersten OLED-Monitore. Beide deutlich günstiger als der LG OLED Flex, nur halt eben ohne Krümmung. Der 45-Zöller von Corsair mit manueller Krümmung ist weniger direkte Konkurrenz, ist aber ähnlich teuer und eben ein Monitor.

LG OLED42C37LA OLED evo TV gibt ?
Ich meine was kann dieser Monitor denn besser außer das er sich krümmen lässt ?
Wahrscheinlich ist das Panel sogar schlechter bzw reicht nicht an die Helligkeit des C3 42" Evo TV heran, bin mir aber da nicht 100% sicher.
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Damit der Kunde selbst entscheiden kann wie "FLEX" er sein Monitor haben möchte. Somit könnten einzel Serien (Krümmung oder gerade) komplett entfallen.
Das wäre sinnvoll.