LG OLED Flex 42LX3Q6LA im Test: Elektrisch krümmbar per Fernbedienung [Update]
Biegbare Displays zeigt LG schon seit Jahren auf jeder Elektronikmesse. Nur bislang kam kein entsprechendes Produkt auf den Markt. Mit dem LG OLED Flex 42LX3Q6LA gibt es nun einen 42 Zoll großen Gaming-Fernseher, der sich auf Knopfdruck biegen lässt. Killer-Feature oder sinnlose Spielerei?
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Aktualisierung vom 07.07.2023: Auf vielfachen Wunsch gibt es nun auch einen Videotest zum LG OLED Flex 42LX3Q6LA. Im Video zeigt sich auch erstmals unser neuer Kollege Felix.
LG ist bekannt für seine OLED-Fernseher in verschiedenen Größen und Formen, die so dünn werden können, dass sie sich biegen und krümmen lassen. Einige können sogar aufgerollt und in einer Schachtel verstaut werden. Aber was der LG OLED Flex 42LX3Q6LA kann, kann bislang noch kein anderer Fernseher - nämlich vom flachen in den gekrümmten Zustand wechseln, der bis zu 900R reicht. LG nennt die Funktion das "Shield Design" des Panels. Es handelt sich aber nicht um einen Monitor, auch wenn er als solcher verwendet werden kann, sondern um einen Fernseher mit α9-Gen-5-Prozessor von LG, webOS Smart Platform, eARC für Audio-Passthrough und Unterstützung aller Spielefunktionen bei 4K/UHD-Auflösung bei 120Hz mit HDMI 2.1-Bandbreite. Aus diesem Grund fehlen ihm auch einige Dinge, die normalerweise bei Monitoren zu finden sind, allen voran ein Displayport-Anschluss und eine höhere Bildwiederholfrequenz, aber mit der HDMI 2.1-Bandbreite kann er dennoch alle Vorteile aktueller Spielekonsolen PC-Grafikkarten nutzen. Dazu im Detail später mehr.
Unter den Monitoren aber gibt es bereits eine 45 Zoll großen 21:9-Ultrawide-Monitor, den man händisch mit Griffen an den Kanten biegen kann. Dort handelt es sich ebenfalls um ein LG-Display, das aber von Corsair im Xeneon Flex verbaut wird. LG (Electronics) nutzt das OLED-Panel von LG (Display) in einem (800R) statisch gekrümmten Monitor, dem Ultragear OLED 45GR95QE, der ansonsten mit der gleichen Bildqualität wie der Corsair-Monitor aufwartet und wegen der fehlenden Flexibilität dafür etwas günstiger ist. Abgesehen von der Biegbarkeit hat der Monitor von Corsair mit dem LG-Fernseher hier wenig gemein. Hier handelt es sich um einen Fernseher mit entsprechender, oben beschriebener Ausstattung und zudem um ein Panel mit 16:9-Seitenverhältnis.
Flach? Gekrümmt? Beides!
Der LG OLED Flex (42LX3) ist nicht so weich wie die rollbaren OLEDs, die wir auf früheren Messen gesehen haben, aber er hat eine andere besondere Eigenschaft: Er kann auf Knopfdruck zwischen einer flachen und einer gebogenen Form wechseln.
Das bedeutet, dass er sich in nur wenigen Sekunden von einem normalen OLED-Fernseher in einen vollwertigen, immersiven Gaming-Bildschirm verwandeln kann. Die Frage ist also: Wer braucht das? Und ist es den erheblichen Preisunterschied zu einem "normalen" Flachbildschirm wert? Abgesehen davon, dass die Bildschirmkrümmung an sich weder besser noch schlechter und daher nur Geschmacksache ist, versuchen wir nach unterem Testparcours, Antworten auf diese Fragen zu finden. Oder zumindest hiermit eine Hilfe zu geben, damit Sie für sich selbst das beurteilen können.
Ausstattung: TV-typisch eben, mit guter Software
Der LG OLED Flex ist mit der gleichen Magic Remote ausgestattet, die auch bei früheren LG-TVs zum Einsatz kam. Die Fernbedienung kann wie ein Mauszeiger verwendet werden und ermöglicht eine einfache Navigation durch die Menüs per Zeigen und Drücken. Die Magic Remote verfügt zudem über ein integriertes Mikrofon, aber auch am Fernseher befinden sich Mikrofone, die eine freihändige Sprachsteuerung ermöglichen. Die Sprachsteuerung funktioniert gut; Sie können damit Eingänge und Anwendungen wechseln. Sie können auch innerhalb von Apps suchen, nach Wetter-Updates fragen und einige Bildeinstellungen anpassen, wenn auch nicht alle Leider war bei unserem Testsample keine Fernbedienung dabei, sodass wir lediglich eine oberflächliche Erfahrung mit der Fernbedienung von einem Hands-on an einem Messeauftritt haben.
| Produkt;LG OLED Flex 42LX3Q6LA | |
|---|---|
| Diagonale;42"/107cm | |
| Auflösung | 3840x2160 |
| Panel | OLED, gebogen (0.9m Radius) |
| Hintergrundbeleuchtung | nein, Panel selbstleuchtend |
| HDR | Dolby Vision, Dolby Vision IQ, HDR, HDR10, HLG |
| Bildwiederholfrequenz | 100/120Hz nativ |
| Reaktionszeit | 0.1ms |
| 3D | nein |
| Tuner | 2x DVB-C/-T/-T2/-S/-S2 HEVC (H.265) MPEG-4 AVC (H.264) |
| Video-Anschlüsse | 4x HDMI 2.1 |
| Audio-Anschlüsse | eARC, 1x Digital Audio Out (optisch) |
| Weitere Anschlüsse | 4x USB-A, 1x RJ-45, 1x CI+ 2.0 |
| Wireless | Wi-Fi 6 (WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax), NFC, Bluetooth 5.0 LE |
| Prozessor | Quad-Core |
| Betriebssystem | WebOS 22 |
| Sprachassistenten | Amazon Alexa, Google Assistant (nicht in allen Ländern nutzbar) |
| Streaming Clients | Bildschirmübertragung (Apple AirPlay 2) |
| Wiedergabe | AVI, HEVC, MKV |
| Audio-Decoder | Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby Atmos |
| Audio-Gesamtleistung | 40W |
| Energieeffizienzklasse SDR | G (A bis G) |
| Energieverbrauch SDR | 52kWh/1000h |
| Energieeffizienzklasse HDR | G (A bis G) |
| Energieverbrauch HDR | 94kWh/1000h |
| Farbe | grau |
| VESA | nein |
| Standfuß | mittig |
| Besonderheiten | HbbTV, ALLM (Auto Low Latency Mode), VRR (Variable Refresh Rate), AMD FreeSync, Nvidia G-Sync, Filmmaker Mode, Galeriemodus, Sprachsteuerung, Gestensteuerung, USB-Recorder |
| Abmessungen mit Standfuß | 93.7x76.2x29.7cm (BxHxT) |
| Gewicht mit Standfuß | 22.60kg |
| Herstellergarantie | 2 Jahre in AT/DE/PL, ein Jahr in UK |
An der Unterseite des Fernsehers befindet sich in der Mitte eine einzige Taste. Sie können den Fernseher ein- und ausschalten, Eingänge oder Kanäle wechseln und die Lautstärke regeln. Sonderlich praktisch ist die Bedienung ohne die Magic Remote also nicht, was wir von einem Fernseher an sich nicht erwarten würden. Wohl aber von einem Gerät wie diesem hier, der klein genug für einen Schreibtisch als PC-Display ist. Zumindest lässt sich grundsätzlich auch alles am TV selbst regeln, was aber entsprechend weniger komfortabel ist.
Von Monitoren unterscheidet sich der Fernseher auch, dass typischerweise keine Videosignalkabel beiliegen. In das entsprechende HDMI-Kabel darf also zusätzlich investiert werden.
Bildergalerie
Alle vier HDMI-Eingänge sind 2.1-kompatibel, sodass moderne Spielekonsolen, Gaming-PCs und externe Soundbars mit eARC bei Bedarf angeschlossen werden können. Zudem unterstützt der Fernseher dynamische Bildwiederholraten ab ca. 40 bis zu 120 Hz und VRR-Formate wie G-Sync und Freesync. Die Unterstützung von wichtigen Videoformaten wie Dolby Vision HDR ist bei LG ebenso selbstverständlich. Als Betriebssystem ist der TV mit der WebOS 22-Benutzeroberfläche ausgestattet und verfügt über eine Vielzahl von Apps und Streaming-Diensten, wie man es von einem modernen Fernseher erwartet.
Der Fernseher verfügt über einen vollständig höhenverstellbaren Standfuß, der nicht abgenommen werden kann und in dem sowohl der Krümmungsmechanismus des Panels als auch die Fusion Lighting RGB-Hintergrundbeleuchtung von LG untergebracht sind. Weitere Merkmale, die bei Fernsehern weniger üblich sind und eher bei Monitoren zu finden sind, sind das integrierte Gaming-Mikrofon sowie eine vollständig anpassbare Benutzeroberfläche, mit der Sie Spiele auf kleineren Bildschirmen als den vollen 42 Zoll spielen oder den Bildschirm in zwei Hälften teilen können, um zwei separate Inhalte gleichzeitig zu sehen.

LG OLED42C37LA OLED evo TV gibt ?
Ich meine was kann dieser Monitor denn besser außer das er sich krümmen lässt ?
Wahrscheinlich ist das Panel sogar schlechter bzw reicht nicht an die Helligkeit des C3 42" Evo TV heran, bin mir aber da nicht 100% sicher.
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Damit der Kunde selbst entscheiden kann wie "FLEX" er sein Monitor haben möchte. Somit könnten einzel Serien (Krümmung oder gerade) komplett entfallen.
Das wäre sinnvoll.