Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 OLED im Test: Flach? Curved? Beides!

Corsair hat für Aufsehen gesorgt, als das Unternehmen auf der Gamescom den Xeneon Flex ankündigte. Wir waren sehr beeindruckt, als wir ihn vor Ort in die Hand nehmen - also das Panel tatsächlich biegen konnten. Knapp ein Vierteljahr später präsentieren wir unseren ausführlichen Test dieses bislang einzigartigen Bildschirms. Die technischen Daten sind mit einem 45 Zoll großen OLED-Panel von LG, einer UWQHD-Auflösung und einer Bildwiederholfrequenz von 240 Hz schon spektakulär genug. Wir haben nun getestet, was dieser Gaming-Monitor abgesehen von seiner Flexibilität noch so leistet. Hat ein 240-Hz-OLED-Monitor einen Vorteil gegenüber einem 4K-120-Hz-Fernseher? All das und mehr erfahren Sie in diesem Test.

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Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 OLED im Test: Flach? Curved? Beides!
Quelle: PC Games Hardware

Der Xeneon Flex 45WQHD240 OLED von Corsair, der in Zusammenarbeit mit LG entwickelt wurde, ist mit Sicherheit der interessanteste Gaming-Monitor, der 2022 vorgestellt wurde. Wir haben bereits erwähnt, dass er ein hochmodernes OLED-Panel bietet, das mit 240 Hz arbeitet und damit wohl einer der schnellsten OLED-Monitore auf dem Markt ist. Ansonsten hat Corsair einen Flex-Mechanismus entwickelt, mit dem Sie die Krümmung des Bildschirms manuell einstellen können, von flach bis zu einer 800R-Krümmung.

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Die OLED-Technologie von LG ist die nächste Hauptattraktion dieses Monitors. Es handelt sich um ein 45-Zoll-Panel, das für einen PC-Monitor riesig ist. Dank der 240 Hz Bildwiederholfrequenz und der für OLED charakteristisch schnellen Reaktionszeit ist er auch in Bewegtbildern ziemlich scharf und schlierenfrei. Mit nur 3.440 x 1.440 Pixeln ist die Auflösung für einen so großen Bildschirm allerdings nicht sonderlich hoch.

Natürlich ist so ein Monitor kein Schnäppchen: Er ist bereits auf dem Markt und wird anfangs 2.400 Euro kosten, wenn er nicht gerade wieder ausverkauft ist. Laut Corsair kommen zum Start "alle paar Tage neue Geräte" in den Handel.

Außerdem haben wir den Monitor mit aktueller Firmware getestet, welche gerade in Hinblick auf Bildqualität, genauer gesagt Farbtreue, Ausleuchtung und Helligkeit doch noch etwas mehr aus dem Monitor herausholt, wie wir in Vorher-Nachher-Messungen festgestellt haben. Ältere Tests zum Xeneon Flex, die bereits im Internet aufgeploppt sind, könnten daher nicht mehr aktuell sein.

Ausstattung: Massiver Standfuß mit USB vorne

Ansonsten gibt es eine gute Anschlussausstattung, einschließlich USB-C mit Power Delivery, Displayport und HDMI. Er ist also bereit, sowohl mit PCs als auch mit Konsolen zu rocken. Alles in allem ist dies kein schlecht getarnter OLED-Fernseher, was man wohl auch einigen anderen OLED-Monitoren mit großem Formfaktor vorwerfen könnte. Aber Corsair hat sich sehr viel Mühe gegeben, um dieses OLED-Panel zu einem richtigen PC-Monitor zu machen.

Die schiere Größe des Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 ist das Erste, was einem auffällt. Sicher, wir haben schon viele große Monitore gesehen, von denen viele sehr stark auf Fernsehern basieren. Das Besondere am Xeneon Flex ist, dass er die 45-Zoll-Diagonale mit einem 21:9-Ultrawide-Seitenverhältnis kombiniert, was man normalerweise nicht mit einem Gaming-Fernseher in Verbindung bringen würde.

Die "Flex"-Funktion

Und dann ist da noch die "Flex"-Funktion. Mithilfe von Griffen an jeder Seite des Panels können Sie den Bildschirm manuell in den von Ihnen bevorzugten Biegewinkel bringen. Offen gesagt, fühlt sich der Vorgang ein wenig unsicher an und der Mechanismus ist ein wenig zerbrechlich. Wenn Sie die volle Biegung erreicht haben, soll das Panel "einrasten", um sicherzustellen, dass Sie eine asymmetrische Biegung über das gesamte Panel erreichen. In der Praxis ist das alles etwas unsicher, was wir aber auf den Prototyp-Status unseres Exemplars schieben.

Ein Aspekt, der sicherlich willkommen ist, sind die Anstrengungen, die Corsair und LG unternommen haben, um die Langlebigkeit des OLED-Panels zu gewährleisten. Das Einbrennen von Pixeln ist die große Angst bei jedem OLED-Panel und Corsair hat als Reaktion darauf mehrere Abhilfemaßnahmen implementiert. Dazu gehört eine Full-Panel-Auflösung von 3.456 x 1.456 Pixeln, etwas mehr als die Display-Auflösung von 3.440 x 1.440, wodurch das Bild regelmäßig verschoben werden kann und ein persistentes Bild von jedem Pixel vermieden wird. Alles in allem unterstützt Corsair den Xeneon Flex mit einer dreijährigen Garantie, was tote Pixel oder Einbrennen betrifft.

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  1. Seite 1 Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 OLED im Test: Ausstattung und Biegefunktion
  2. Seite 2 Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 OLED im Test: Bildqualität und HDR
  3. Seite 3 Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 OLED im Test: Reaktionszeiten, Schlieren, G-Sync, Input Lag, Fazit
    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MountyMAX Software-Overclocker(in)
        Also ich finde die Idee mit dem manuellen biegen sehr interessant, meine Erfahrungen mit gebogenen Monitoren ist bisher so, das 1500R optimal ist (nutze ich seit ca. 2 Jahren), wenn man ihn als Allrounder nutzen möchte (Gaming, Film, Office), 1000R ist zwar noch besser fürs Gaming, aber Film/Office eher störend, so könnte man die Krümmung entsprechend anpassen.

        Bin durch Zufall auf diesen gestoßen, und auch der Preis kommt langsam in brauchbare Bereiche, was mich halt stört ist die Auflösung, 3440x1440 habe ich jetzt schon bei 34 Zoll und es ist gut, aber das auf 45 Zoll gestreckt ... hmm ..

        Weiß jemand zufällig ob VESA Mount möglich ist? Auf der HP oder in Preisvergleichsportalen steht dazu nichts und die Konstruktion sieht auch nicht so aus, dass es geht, allerdings bei Amazon in den Fragen hat der Support auf eine Frage zum VESA geantwortet, das dieser VESA 100x100 hat ... aber ehrlich gesagt gebe ich da nicht viel drauf, da die "Hersteller" auch viel Käse bei Amazon schreiben.
      • Von MountyMAX Software-Overclocker(in)
        Also ich finde die Idee mit dem manuellen biegen sehr interessant, meine Erfahrungen mit gebogenen Monitoren ist bisher so, das 1500R optimal ist (nutze ich seit ca. 2 Jahren), wenn man ihn als Allrounder nutzen möchte (Gaming, Film, Office), 1000R ist zwar noch besser fürs Gaming, aber Film/Office eher störend, so könnte man die Krümmung entsprechend anpassen.

        Bin durch Zufall auf diesen gestoßen, und auch der Preis kommt langsam in brauchbare Bereiche, was mich halt stört ist die Auflösung, 3440x1440 habe ich jetzt schon bei 34 Zoll und es ist gut, aber das auf 45 Zoll gestreckt ... hmm ..

        Weiß jemand zufällig ob VESA Mount möglich ist? Auf der HP oder in Preisvergleichsportalen steht dazu nichts und die Konstruktion sieht auch nicht so aus, dass es geht, allerdings bei Amazon in den Fragen hat der Support auf eine Frage zum VESA geantwortet, das dieser VESA 100x100 hat ... aber ehrlich gesagt gebe ich da nicht viel drauf, da die "Hersteller" auch viel Käse bei Amazon schreiben.
      • Von Luebke82 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Manu
        Es wird nichts verdoppelt oder verdreifacht und es gibt faktisch keine untere Grenze mehr.
        Wieso ist dann auf meinem HP Omen X65 Emperium mit Gsync Ultimate bis runter zu 30Hz/fps alles akzeptabel flüssig spielbar und auf dem Xeneon Flex ist es schon unterhalb von 45 Fps praktisch unspielbar. Die Eingabeverzögerung deutlich höher. Ab 50fps ist es dann erträglich auf einmal wo es auf dem HP Omen schon längst flüssig ist. Ich glaub ehrlichgesagt nicht dass die FPS-Anzeige einen hier in die Irre führt. Aber ich mag da jetzt auch nicht groß diskutieren weiter. Freue mich ansonsten sehr über den Test hier.

        Grüße, und ich freue mich auf ein neues Video mit dir und Raff wieder in der Zukunft.^^
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Wenn es so irrelevant ist, warum flackern Monitore dann teilweise am Übergang?
      • Von PCGH_Manu Software-Overclocker(in)
        Zitat von Luebke82
        Ja sicher ist das normal. Mit G-Sync-Modul liegt die Schwelle aber bei 30fps. Hier sind es 50fps (laut Geizhals soll es sogar 40 sein, was ich aber nicht bestätigen kann mit der Nvidia-Pendulum-Demo). Hier hätte man sich jedoch etwas genauer ausdrücken können. Es geht ja darum ab wann Frames gedoppelt oder verdreifacht werden, aber davon steht im Artikel ja nichts. Da ich einen Monitor mir G-Sync Ultimate habe und auch schon "normales" G-Sync vorher kann ich das ganz gut vergleichen. Das ist schon ein Unterschied der hätte genauer erwähnt werden können, mMn.
        Es wird nichts verdoppelt oder verdreifacht und es gibt faktisch keine untere Grenze mehr. Die 30 Fps sind nur die untere Grenze der Pendel-Demo und nicht die des Monitors. Das wirst du herausfinden, wenn du mal ein Spiel anschmeißt und ein Framelimit darunter setzt, also G-(und Free-)Sync faktisch schon ab 1 Fps funktioniert und eben bis hoch zur nativen Frequenz geht. Die Monitoranzeige ist dafür einfach nicht verlässlich genug und letztlich ist es auch irrelevant, ob der Scanout pro Frame mehrmals oder nur einmal geschieht.

        Der Effekt ist derselbe und deswegen unterscheide ich da nicht. Denn mit G-Sync geschieht der Scanout immer mit nativer Geschwindigkeit, also bei 240 Hz eben 1/240stel Sekunde schnell.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Da hat du recht.
        Gerade bei Monitoren mit mehr als 144Hz wird oft schon 50-60fps verdoppelt.
        Kommt aber auch auf den Treiber an.
      Direkt zum Diskussionsende
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