KTC M27T20 im Test: Bildqualität
Quelle: PC Games Hardware
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KTC M27T20 im Test: Bildqualität

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Bildqualität: Guter VA-Kontrast mit Farbenfülle, wenn auch nur auf 144 Hz

27 Zoll und die WQHD-Auflösung sind eine beliebte Kombination unter den Gaming-Monitoren, welcher einen guten Kompromiss aus Größe, Pixeldichte und auch Fps liefert. 4K/UHD gibt es zwar auch schon in 27 Zoll, aber braucht man damit eine umso stärkere Grafikkarte. Das VA-Panel ist das kontraststärkste unter den LCDs. Der Hersteller nennt hier ein natives, statisches Verhältnis von 4.000:1. Wir ermitteln bestenfalls ca. 2.400:1, was aber noch immer relativ hoch ist. Zum Vergleich: IPS und TN kommen auf circa 1.000:1 mit einem höheren Schwarzwert.

KTC M27T20 (12) Quelle: PC Games Hardware KTC M27T20 (12) Dieser ist hier trotz der hohen Maximalhelligkeit noch immer ziemlich niedrig. In der Spitze leuchtet das Panel selbst im SDR-Modus fast bis zu 500 cd/m², was fast schon zu viel des Guten ist. Denn in der Regel braucht man selbst in hellen Räumen höchstens ein halb so hohes Niveau der Leuchtdichte. Was etwas nervt, ist, dass beim Ändern der Bildschirmhelligkeit stets vor einem höheren Energieverbrauch gewarnt wird. Im OSD darf die dann jedes Mal extra weggeklickt werden. Da man die Helligkeit aber nicht ständig ändert, ist das nicht weiter wild.

Mit nur circa sechs Prozent Abweichungen ist das Panel auch ziemlich homogen ausgeleuchtet. Das kennen wir in der Preisklasse und erst recht bei so hellen Panels schon schlechter. Nicht unbedingt eine Stärke ist die Farbtreue: Wir messen Abweichungen im Durchschnitt mit einem Delta E von 4,8. Nun ist das für Gamer an sich irrelevant und nur eine wichtige Eigenschaft für farbkritische Fotobearbeitung. Subjektiv schlechter sieht das Bild dadurch nicht aus.

Dank der zusätzlichen Quantum-Dot-Schicht kommt das Panel auch auf einen riesigen Farbraum, der in weiten Teilen sogar den AdobeRGB-Raum abdeckt und - zumindest in HDR - eine hohe Farbtiefe von 10 Bit bietet.

HDR: Dank Mini-LED-Dimming richtig gut

HDR ist die Stärke des Monitors. Es dürfte aktuell keinen Monitor mit gleicher Qualität unterhalb der 500 Euro geben. Zugegeben ist die nächst teurere (IPS-)Konkurrenz mit ca. 600 Euro nicht wirklich weit weg und bietet ein vergleichbares Niveau. Hier dimmen die Mini-LEDs vollflächig (als FALD, Full Array Local Dimming) mit insgesamt 576 Zonen, genauso wie die IPS-Konkurrenz. An einen OLED-Kontrast kommt so ein LCD nach wie vor nicht ran, denn die Zonen sind zwar zahlreich genug, um nicht etwa große Kanten nachleuchten zu lassen, aber in Worst-Case-Testbildern sind dunklere Stellen innerhalb der Kanten von Objekten sichtbar. Was hier zählt, ist aber die Praxis - und in HDR-Videos oder Spielen dürfte das kaum auffallen. In unseren Praxis-Stichproben brillierte das Display und bot einen deutlich sichtbaren Mehrwert.

Dumm nur, dass man dann auf 144 Hz beschränkt ist, also wenn etwa HDR und/oder Freesync bzw. G-Sync aktiviert ist. Diese Differenz ist kaum dramatisch, aber damit erreicht der Monitor in der Praxis nur selten die beworbenen 165 Hz.

Bewegtbild: Schlieren bleiben eine VA-Schwäche

Kenner ahnen es bereits: Ein preiswertes VA-Panel mit guter Farbdarstellung und großer Kontrastspanne wird stets mit Bewegtbildschlieren erkauft - so auch hier: Das Panel hat technisch bedingt die übliche Schwäche von langsamen Farbwechseln in dunklen Kontrasten, weswegen etwa schwarze Kanten in Bewegung auf relativ dunklem Hintergrund einen sichtbaren Schweif hinter sich herziehen. Das zeigt stets unser Foto des Testufos, welches wir in Bewegung geschossen haben. Dazu sei gesagt, dass die Pixel-Reaktionszeit im Durchschnitt ganz brauchbar ausfällt und - im Schnitt eben - auch nicht schlechter ist als die eines mittelmäßigen IPS-Panels. Das ist deutlich, dass die Schlierenschwäche in helleren Farben einfach nicht oder, wenn überhaupt, nicht so stark auftritt.

KTC M27T20 (15) Quelle: PC Games Hardware KTC M27T20 (15) Jedoch ist die Herstellerangabe von 0,5 ms (MPRT!) nicht aussagekräftig. Was das angeht, wird branchenweit geschummelt, was PCGH bereits erklärt hat. Ob die dunklen Schlieren einen stören, ist höchst subjektiv. Wir möchten das an sich nicht negativ bewerten, aber stets erwähnen.

Der Monitor verfügt wie jeder ordentliche Gaming-Monitor über mehrere Overdrive-Stufen. Auch hier ist bei 144 Hz die mittlere die beste, welche die Schlieren minimal lindert, was aber bestenfalls beim direkten Umschalten auffällt. Die höchste OD-Stufe ist hier wie fast überall unbrauchbar, da sie ein kräftiges, störendes Ghosting verursacht. In mittlerer Stufe nehmen wir auch die für die Wertung relevante Reaktionszeitmessung vor.

KTC M27T20 (13) Quelle: PC Games Hardware KTC M27T20 (13) Der Monitor verfügt über eine Low-Motion-Blur-Funktion, die im OSD im Menüpunkt "MPRT" versteckt ist. Dabei handelt es sich um ein Flimmern synchron mit der Bildwiederholrate, die Schlieren werden also einfach ausgeblendet. Bei den besagten VA-Schlieren funktioniert das aber nur bedingt, denn statt des Schweifes gibt es dann einen leichten nachziehenden Schatten.

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  1. Seite 1 Einleitung und Ausstattung
  2. Seite 2 Bildqualität
  3. Seite 3 Free-/G-Sync, Input Lag und Fazit
    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Danke für die Info, ich möchte aber dennoch 2 Fragen nachfragen, Du hattest das Ding ja vor der Nase:

        1) Wie hoch ist der Monitor auf der niedrigsten Höhenverstellung? Will sagen: Wieviel cm ist der untere Rand vom Tisch entfernt?
        2) Bringen deiner Meinung nach Mini LED etwas, mal abgesehen von einer besser Nutzbaren HDR Funktionalität? Der Monitor hier hat halt VA, ist damit nicht so fix vs einem IPS Panel.

        Danke
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Danke für die Info, ich möchte aber dennoch 2 Fragen nachfragen, Du hattest das Ding ja vor der Nase:

        1) Wie hoch ist der Monitor auf der niedrigsten Höhenverstellung? Will sagen: Wieviel cm ist der untere Rand vom Tisch entfernt?
        2) Bringen deiner Meinung nach Mini LED etwas, mal abgesehen von einer besser Nutzbaren HDR Funktionalität? Der Monitor hier hat halt VA, ist damit nicht so fix vs einem IPS Panel.

        Danke
      • Von PCGH_Manu Software-Overclocker(in)
        Zitat von Mydgard
        @PCGH_Manu Was ist denn unter "Ansonsten verfügt der Monitor über alle üblichen Ergonomie-Funktionen" zu verstehen?

        Hat er eine Höhenverstellung? Wenn ja, wie hoch? Wie niedrig kann man ihn einstellen (wieviel cm sind dann noch Platz zwischen Tisch und Unterkante Displayrahmen? Hat der Monitor Pivot?
        Genau das ist damit gemeint. Also Pivot, neigbar und höhenverstellbar um 11 cm, steht in der Tabelle am Ende. Hatte mir die Details im Fließtext gespart.
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        Zitat von JoM79
        Micro LED gibts noch keine Monitore.
        Oder meinst du Mini LED?
        Ja Sorry meinte Mini LED
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Micro LED gibts noch keine Monitore.
        Oder meinst du Mini LED?
      • Von Mydgard Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Was ist denn unter "Ansonsten verfügt der Monitor über alle üblichen Ergonomie-Funktionen" zu verstehen?

        Hat er eine Höhenverstellung? Wenn ja, wie hoch? Wie niedrig kann man ihn einstellen (wieviel cm sind dann noch Platz zwischen Tisch und Unterkante Displayrahmen? Hat der Monitor Pivot?

        Danke

        PS: Mit Mini LED hatte ich bisher wenig Berührungspunkte ... wenn man OLED wegen einem möglichen Burn In auschließen möchte, wäre dann Mini LED zu bevorzugen vs einem normalen Monitor mit IPS/VA aber ohne Mini LED oder wäre so einer wie der hier besser?
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