AOC Agon Pro AG276QSG2 im Test: Monitor mit 27 Zoll, WQHD, Fast-IPS und Nvidia G-Sync Pulsar
Eben noch auf der CES, nun bereits bei PCGH: Mit dem Agon AG276QSG2 des Herstellers AOC hat der erste Monitor mit Support für Nvidias G-Sync Pulsar die Redaktionshallen erreicht. Wir testen den mit 360 Hz flink taktenden WQHD-Monitor auf "Hertz" und Nieren und fühlen Pulsar auf den Zahn.
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Nvidias G-Sync Pulsar geistert bereits seit geraumer Zeit durch News und Headlines. Tatsächlich konnte PCGH bereits im Jahre 2024 während der Gamescom erste Eindrücke anhand eines Asus-Monitors sammeln. Nun, Anfang 2026, stehen die ersten Bildschirme kurz vor dem Release. Vier Monitorhersteller gehören zu den ersten Adoptern, sie alle verbauen das gleiche 27-zöllige WQHD-Panel mit 360 Hertz. Neben Acer (Predator XB273U F5), Asus (ROG Strix Pulsar XG27AQNGV) und MSI (MPG 27QRF X36) bietet auch der taiwanesische Hersteller AOC mit dem Agon Pro AG276QG2 ein entsprechendes Gerät an. Erfreulicherweise konnte uns AOC bereits kurz nach der Vorstellung auf der CES als eine der ersten Redaktionen im DACH-Raum ein Testexemplar zur Verfügung stellen. Der AOC Agon Pro AG276QSG2 ist wie die anderen drei Geräte bisher nicht im Handel verfügbar, der Launch wird aber in Kürze erfolgen. Der Kostenpunkt für den AOC Agon Pro AG276QSG2 mit Nvidias neuer Pulsar-Funktion liegt bei 599 US-Dollar. Der Euro-Preis liegt bei einer UVP von 749 Euro.
Grundsätzlich handelt es sich bei dem Agon Pro AG276QSG2 um ein 27-Zoll-messendes "Fast"-IPS-Panel mit WQHD-Auflösung und 360 Hertz. Als Hintergrundbeleuchtung kommt Edge-Lit in Form von zwei LED-Strips am linken und rechten Rand des Panels zum Einsatz. Das IPS-Panel bietet eine maximale Peak-Helligkeit (sowohl SDR als auch HDR) von 500 cd/m² und bietet HDR10-Support, allerdings ohne entsprechendes VESA-Zertifikat (etwa DisplayHDR 400). Die maximale Farbtiefe liegt bei 8 Bit (16,7 Millionen Farben). Bei den Anschlüssen bietet der AOC Agon Pro AG276QSG2 einen Displayport 1.4 sowie zwei HDMI-Buchsen. Die offizielle Herstellerseite listet diese als TSDM 2.1 und HDMI 2.0. Der Monitor kommt mit einer stark matten "Anti-Glare"-Panelbeschichtung.
Anschlüsse, Design und Features
Was ist TSDM 2.1 HDMI 2.0? Es handelt sich um eine "Zwitterlösung": TSDM (Transition Minimized Differential Signaling) ist die alte, von HDMI 2.0 genutzte Übertragungstechnik samt 8b10-Codierung, FRC ist die ab HDMI 2.1 zum Einsatz kommende mit 16b18-Codierung und deutlich erhöhter Bandbreite. Das "TSDM 2.1" suggeriert, dass HDMI mit Features der 2.1-Generation, aber mit dem Bandbreiten-Angebot von HDMI 2.0 daherkommt. Immerhin bewirbt AOC diese Anschlüsse nicht mit "HDMI 2.1", obwohl dies - der Transparenz nicht zuträglich - möglich wäre; die Pulsar-Monitore von MSI und Acer tun dies, doch erlauben deren HDMI-2.1-Anschlüsse aufgrund des veralteten TSDM-Standards ebenfalls lediglich maximal 120 Hertz.
Kurzum: Die beiden HDMI-Anschlüsse bieten nicht genügend Bandbreite, um den Monitor mit vollen 360 Hz bei WQHD und 8-Bit-Farbtiefe und damit voller Pulsar-Güte zu befeuern; lediglich der Displayport 1.4a bietet dank DSC-Support volle Eignung. Die beiden HDMI-Anschlüsse sind eher dafür geeignet, dort Spielekonsolen anzuschließen, um in den Genuss von VRR bei 120 Hertz zu gelangen, während der Displayport für PC-Gaming bei 360 Hz und den Nutzen von G-Sync Pulsar präferiert werden sollte. Picture-in-Picture- und Picture-by-Picture-Funktionen werden nicht angeboten, wohl aber neben G-Sync und G-Sync Pulsar der offene VRR-Standard Adaptive Sync.
Quelle: PCGH
Die beiden HDMI-Anschlüsse des AOC Agon Pro AG276QSG2 bieten effektiv lediglich HDMI 2.0 sowie 120 Hertz. Lediglich der Displayport 1.4a samt DSC-Support verfügt über genügend Bandbreite für die vollen 360 Hertz bei 8 Bit Farbtiefe und somit die höchste Pulsar-Güte.
An der linken Monitorrückseite ist ein USB-Hub untergebracht. Dort finden Sie drei USB-A-Ports (5 Gbit/s), einer dient als Upstream, zwei als Downstream, einer davon mit Fast-Charging-Funktion. Zusätzlich bietet der HUB einen USB-B-Upstream sowie einen Micro-USB-Anschluss. Die Anschlüsse sind dank der praktischen Pivot-Funktion des Monitors gut zu erreichen. Der AOC Agon Pro AG276QSG2 lässt sich um 13 cm in der Höhe justieren, dank Gelenk an der oberen Ständeraufnahme beidseitig um 19° drehen und um -3,5°/+18,5° neigen. Die bereits erwähnte Pivot-Funktion erlaubt eine Rotation des Displays um 90° mit und gegen den Uhrzeigersinn.
Das Design des AOC Agon Pro AG276QSG2 bietet die gewohnt kantige, asymmetrische Formensprache des Herstellers. Der Standfuß ist aus massivem Metall gefertigt, mit Gummifüßchen unterlegt und bietet trotz verhältnismäßig kleiner, kompakter Standfläche guten stabilen Halt. Allerdings sollte der Untergrund eben sein, denn aufgrund des flächigen Aufliegens des Standfußes ist er für Unebenheiten anfälliger als Monitore mit mehrbeinigem Fuß. Der ebenfalls kantige Ständer im Gunmetal-Look ist aus Kunststoff gefertigt, jedoch im Inneren metallverstärkt und gut gelagert. Das eigentliche Gehäuse ist aus mattschwarzem, widerstandsfähig wirkendem Plastik. An der Rückseite sorgen abermals asymmetrisch kantige Akzente und einige Elemente im Alu-Look für optische Auflockerung. Um diese Elemente an der Rückseite ist außerdem ein schmaler LED-Strip für die RGB-Beleuchtung untergebracht, welche Sie auf Wunsch zuschalten und im OSD des Monitors anpassen können. An der rechten Seite des Monitors sowie am Ständer des Geräts sind Halterungen für ein Headset untergebracht, die Sie ausklappen respektive per Druck ausfahren können.
Quelle: PCGH
Das kantige, asymmetrische Design zeigt sich neben dem Ständer und dessen Metallfuß auch an der Monitorrückseite sowie dem optional vielfarbig leuchtenden RGB-Streifen.
Dem Lieferumfang liegt überdies ein VESA-Adapter bei. An der Oberseite des Monitorgehäuses ist zudem, gut sichtbar, der Sensor für die optionale Farb- und Helligkeitsanpassung für G-Sync Pulsar Ambient Adaptive angebracht.
OSD, Gaming-Features und G-Sync Pulsar
Das OSD wird über einen kleinen Joystick an der Rückseite des Monitorgehäuses gesteuert. Das Navigieren geht generell gut von der Hand, das OSD ist zudem trotz Optionsvielfalt übersichtlich. Ein wenig Eingewöhnung ist dennoch gefordert, da der Joystick gut rastet, doch sehr leichtgängig ist und schon kleine Bewegungen als Eingabe registriert. Neben den üblichen Optionen, Gaming-Features wie einer Hertz-Einblendung oder einem Fadenkreuz, sowie typischen Farb- und Kontrasteinstellungen und einer Profilwahl für unter anderem einen Energiespar-Modus, einen "Calibrated"- sowie einen Nvidia-E-Sports-Modus, ist insbesondere der Menü-Punkt "G-Sync Processor" spannend. Unter diesem Menü finden Sie die Option für G-Sync Pulsar - doch nur im Falle, dass Sie eine Nvidia-Grafikkarte nutzen. G-Sync Pulsar setzt obendrein voraus, dass Sie G-Sync in Ihrem Nvidia-Treiber respektive der Nvidia-App aktiviert haben. Wie die Technik funktioniert und ob Pulsar tatsächlich für ein besonders klares, schlierenfreies Bild sorgt, das klären wir auf der folgenden Seite.

Willst du möglichst wenig Bewegtbildunschärfe, dann ist der genau das richtige.
Monitor A für 600€ = zu teuer
Monitor B für 1000€ = viel zu teuer
Klar, wenn man das feature unbedingt haben möchte, kann es einem den Preis wert sein.
Ich finde nur 600€ für einen Monitor mit so eklatanten Bildqualitätsschwächen abseits von Pulsar schlicht viel zu viel.
Andere IPS Geräte können das ja auch besser.
Ich setze den Monitorpreis in Kontext zu mir bekannten Alternativen die mit ULMB2/Dyac2 aufwarten, und stelle fest das 600 EUR nicht teuer sind, zumal Pulsar anscheindend deutlich besser funktioniert als ULMB2/Dyac2. Übersehe ich etwas?
Schon bei meinem, im Vergleich, lahmen LG C5 merkt man, wie abhängig der z. B. von fps ist.
Ab 75+ geht die Bewegtschärfe sichtbar nach oben.
Es gibt sicher auch Nutzer, die mal gerne schnelle shooter spielen und anschließend dann ruhige Spiele.
Dafür bräuchte man dann idealerweise zwei Monitore für den optimalen Genuß, was allerdings mit mehreren Nachteilen daherkommt.