Asus ROG Strix XG27AQDPG im Test: Rasantes QD-OLED mit 500 Hertz und hoher Leuchtkraft

Mit dem ROG Strix XG27AQDPG bietet Asus einen neuen 27 Zoll messenden QD-OLED-Monitor der vierten Generation an. Neu sind in dieser Auflösung und Generation die erhöhte Leuchtkraft dank nun fünf OLED-Layern sowie die maximale Refreshrate von 500 Hertz. Wir laden zum Einzeltest.

41
Test Philipp Reuther Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Asus ROG Strix XG27AQDPG im Test: Rasantes QD-OLED mit 500 Hertz und hoher Leuchtkraft
Quelle: PCGH

Asus ist offenkundig darauf bedacht, neue Technik bereits früh zu adaptieren und hardwareaffinen Interessenten zu offerieren. So ist es auch bei Monitoren. Der taiwanesische Hersteller gehört zu den frühen Anbietern von QD-OLED-Monitoren der vierten Generation. Unter den ersten Modellen befand sich etwa der Asus ROG Swift OLED PG27UCDM, ein 27-zölliger 4K-Monitor mit 240 Hertz. Diese hohe Pixeldichte ist Panel-Hersteller Samsung erst mit der aktuellen, vierten QD-OLED-Generation gelungen.

Obendrein wurde die Effizienz der Panels erhöht, unter anderem durch ein fünftes, blaues OLED-Layer, welches die namensgebenden Quantum Dots erregt. Kühlung sowie OLED-Care-Paket wurden mit Gen 4 der Samsung-Panels ebenfalls stark verbessert, was obendrein abermals der Lebenszeit zugutekommen soll. Vorweg: 3 Jahre Garantie gibt es bei Asus erfreulicherweise trotzdem weiterhin. Der Asus ROG Strix OLED XG27AQDPG sollte ursprünglich 1.149 Euro kosten (UVP), ist aktuell indes für ab rund 930 Euro in unserem Preisvergleich gelistet.

WQHD mit 500 Hertz und stark erhöhter Leuchtkraft

Diese erhöhte Herstellungspräzision sowie die verbesserte Effizienz der vierten QD-OLED-Generation erlauben allerdings nicht nur erstmals 4K-Auflösung auf 27 Zoll. Dank der Verbesserungen bei der Effizienz kann Samsung die eingesparte Energie an anderer Stelle gewinnbringend nutzen: Der ROG Strix OLED XG27AQDPG kann nicht nur mit 500 Hertz geschwinder takten als je zuvor, sondern als einer der ersten PC-Monitore mit OLED-Technik zudem heller strahlen.

Mit DisplayHDR 500 True Black kann der Asus-Monitor mit einer deutlich höheren Gesamtleuchtkraft aufwarten, als es PC-OLED-Displays bisher gestattet wurde. Selbst in SDR erstrahlt der Asus ROG Strix OLED XG27AQDPG mit deutlich über 500 cd/m² heller als viele andere Monitore in HDR. Und auch bei den restlichen Messwerten erzielt Asus' neues "WQHD-Schätzchen" Traumwerte. Doch dazu später mehr. Beginnen wir mit den Äußerlichkeiten, der Ausstattung und den Features.

Design, Ausstattung und Eigenschaften

Wenn man den Asus ROG Strix OLED XG27AQDPG mit einigen anderen Offerten vergleicht, darunter den bereits genannten ROG Swift OLED PG27UCDM oder den ROG Swift PG27AQDM, so springt gegenüber diesem das etwas rustikalere Design des XG27AQDPG ins Auge. Der ROG Strix XG27AQDPG kommt nicht nur mit dem bekannt kantigen Strix-"Eulenaugen"-Design, sondern wirkt zudem darauf ausgelegt, dass er einen rauen Spielealltag auch dann übersteht, wenn man ihn nicht immer ganz behutsam handhabt. Das Panel ist mit einer "Anti-Glare"-Oberfläche ausgestattet, allerdings nicht matt, bei Lichteinfall ist mit Reflexionen zu rechnen.

So bietet der XG27AQDPG zwar ebenfalls das bei OLED-Monitoren häufig anzutreffende "randlose" Design, das Gehäuse, in dem das 4th-Gen-QD-OLED-Panel sitzt, ist allerdings mit 0,8 cm Dicke verhältnismäßig üppig. Die Beschichtung des Gehäuses ist zudem rau und wirkt bewusst dick sowie entsprechend weniger schlaggefährdet als bei sehr zierlichen Modellen. Der XG27AQDPG verbaut obendrein viel mattschwarzes Plastik und nutzt eine eher schlichte Gestaltung für den Ständer sowie einen einfachen Metallfuß. Nett: Abermals legt Asus dem XG27AQDPG neben einem 100x100-VESA-Adpater obendrein eine Kabeltasche samt allen benötigten Kabeln bei.

Der ROG Strix XG27AQDPG wirkt designtechnisch etwas weniger hochwertig als die 'high-endigen' PG-Modelle. Dafür wirkt der Monitor allerdings auch etwas weniger filigran und im Angesicht aufreibender Gaming-Sessions vielleicht auch etwas widerstandsfähiger, falls die Handhabe des Nutzers gelegentlich etwas ins Rustikale zu tendieren droht. Quelle: PCGH Der ROG Strix XG27AQDPG wirkt designtechnisch etwas weniger hochwertig als die "high-endigen" PG-Modelle. Dafür wirkt der Monitor allerdings auch etwas weniger filigran und im Angesicht aufreibender Gaming-Sessions vielleicht auch etwas widerstandsfähiger, falls die Handhabe des Nutzers gelegentlich etwas ins Rustikale zu tendieren droht. Immerhin, die Ergonomie ist gut. Neben einer Höhenverstellung im mit 11 cm üblichen Rahmen sowie einer Neigbarkeit um -5 bis +20 ° kann der XG27AQDPG um jeweils 45 ° nach links und rechts verdreht werden und kommt mit einer praktischen Pivot-Funktion. Dennoch: Ganz so hochwertig wie einige High-End-Modelle aus eigenem Hause wirkt der Asus ROG Strix OELD XG27AQDPG optisch wie haptisch nicht.

Der "Kasten" für die Elektronik an der Rückseite wirkt ebenfalls etwas weniger elegant als bei den genannten PG-Modellen. Und auch bei den Anschlüssen und bezüglich einiger weniger Gaming-orientierter Features bleibt Asus' ROG Strix OLED XG27AQPDG ein wenig hinter diesen zurück. Dies ist nicht ganz unerwartet, sind die XG-Modelle gegenüber den PG-Varianten doch zumeist etwas mehr auf Gaming und Performance und etwas weniger auf High-End-Allroundtauglichkeiten inklusive gehobenem Design und besonders reichhaltigem Feature-Angebot ausgelegt.

Schlicht, aber funktional. Der Standfuß ist ein einfaches Stück Metallblech, unter dem einige Gummifüßchen für satten Halt sorgen. Der Ständer ist ebenfalls eher simpel gestaltet und großzügig mit mattschwarzem Plastik umhüllt. Justierbarkeit und Ergonomie stehen dabei dennoch nicht zurück. Quelle: PCGH Schlicht, aber funktional. Der Standfuß ist ein einfaches Stück Metallblech, unter dem einige Gummifüßchen für satten Halt sorgen. Der Ständer ist ebenfalls eher simpel gestaltet und großzügig mit mattschwarzem Plastik umhüllt. Justierbarkeit und Ergonomie stehen dabei dennoch nicht zurück. So bietet der XG27AQDPG etwa keine PiP/PbP-Funktionen und keinen zusätzlichen USB-Anschluss mit DP-Alt-Mode. Die regulären Anschlüsse sind mit 2 × HDMI 2.1 und einem Displayport 1.4 ebenfalls nicht allzu reichhaltig. Mit 500 Hertz, 10 Bit Farbtiefe und WQHD-Auflösung sowie einem Bedarf von knapp 56 Gbit/s sprengt der XG27AQDPG obendrein bei unkomprimierter Übertragung die Bandbreite beider Verbindungen, der Nutzen des VESA-Standards DSC (Display Stream Compression) ist demnach in beiden Fällen nötig (und wird von beiden Verbindungen unterstützt). Schade, dass Asus sich die Dreingabe einer DP-2.1-Verbindung mit bis zu 80 Gbit/s (DP 80) gespart hat. Eine solche hätte dem Monitor angesichts der maximalen Leistung gut zu Gesicht gestanden.

Bei den Anschlüssen und eher weniger 'Gaming'-spezifischen Eigenschaften - etwa PiP- oder PbP-Funktionen oder zusätzlichen USB-Anschlüssen mit DP-Alt-Mode - steht der XG27AQDPG ein wenig zurück. Dafür gibt es ein nettes Kabeltäschchen samt aller nötigen Strippen, einen VESA-Adapter sowie Gaming- und KI-Features satt. Quelle: PCGH Bei den Anschlüssen und eher weniger "Gaming"-spezifischen Eigenschaften - etwa PiP- oder PbP-Funktionen oder zusätzlichen USB-Anschlüssen mit DP-Alt-Mode - steht der XG27AQDPG ein wenig zurück. Dafür gibt es ein nettes Kabeltäschchen samt aller nötigen Strippen, einen VESA-Adapter sowie Gaming- und KI-Features satt.

Bei den weiteren Dreingaben muss sich der Asus ROG Strix dagegen nicht verstecken. Mit QD-OLED der vierten Generation ist das OLED Care 2.0 eingezogen. Dieses OLED-"Wartungspacket", welches die Langlebigkeit der Panels erhöhen sowie das noch immer gefürchtete Einbrennrisiko deutlich verringern soll, kommt mit einigen neuen Fähigkeiten wie einer Taskleisten‑, Bildrand- sowie Logo‑Erkennung. Ist die Schutzfunktion für diese Elemente aktiv, so kann das Display betreffende, häufig statische Inhalte dimmen, um das Risiko des Einbrennens zu minimieren.

Asus selbst steuert einige weitere OLED-Care-Funktionen bei, darunter eine "Global"- sowie "Target Dimming Control". Erstere reduziert den Gesamtinhalt des Bildschirms in der Helligkeit, um potenzielles Burn-in zu minimieren. Letztere Funktion dimmt den gesamten Bildschirm bis auf das gerade aktiv geschaltete Fenster. Ferner verbaut Asus auch beim XG27AQDPG den "Neo Proximity Sensor". Dies ist ein Bewegungssensor, der optional genutzt werden kann, um zu erkennen, ob Sie sich vor dem Monitor befinden. Stehen Sie auf und entfernen sich von dem Gerät, schaltet sich der Monitor auf Wunsch in den Stand-by. Nehmen Sie darauf wieder vor dem Bildschirm Platz, schaltet sich der Monitor abermals zu.

Die Bedienung mit der an der Rückseite untergebrachten Monitor-Kontrolle gelingt dank sauber bedienbarem Joystick und mechanischen Schaltern gut. Auf Wunsch können Sie aber auch die Software Asus DisplayWidget Center nutzen und die Monitorfunktionen über diese bequem mit der Maus bedienen. Quelle: PCGH Die Bedienung mit der an der Rückseite untergebrachten Monitor-Kontrolle gelingt dank sauber bedienbarem Joystick und mechanischen Schaltern gut. Auf Wunsch können Sie aber auch die Software Asus DisplayWidget Center nutzen und die Monitorfunktionen über diese bequem mit der Maus bedienen. Weiterhin rüstet der Hersteller den Asus ROG Strix XG27AQDPG mit dem hauseigenen Flimmerschutz OLED Anti-Flicker 2.0 aus. Dieses kann in bestimmten Situationen bei OLED-Bildschirmen (und auch einigen Mini-LED-FALD-Displays!) bei sehr niedrigen oder extrem fluktuierenden Bildraten auftreten und wird laut Asus mit OLED-Anti-Flicker-2.0 insbesondere in dunklen Bildbereichen wirksam unterdrückt. Auf der folgenden Seite kommen wir zum Eingemachten.

41
  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Viel Gaming, Top-Performance
    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Zitat von rhalin
        Ich habe ehrlich gesagt bis jetzt nichts negatives diesbezüglich bemerkt.
        Er läuft im Moment mit 180 Hz , Freesync ist an.
        Ich sehe aber immer zu, das ich stabile Bildraten in Spielen habe (meist gecapt) so das es keine wilden Frameratensprünge gibt, ich mag das nicht.
        OLED-Anti Flicker ist ausgegraut, vermutlich weil Freesync an ist?
        Müsste ich mal testen , wie er sich verhält wenn die FPS schnell wechseln.
        Das Problem hatte ich bei meinem auch. Ich musste die Frequenz auf 240Hz einstellen, erst dann konnte ich Anti-Flicker aktivieren. Und das funzt auch gut, seit dem hab ich endlich Ruhe.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Zitat von rhalin
        Ich habe ehrlich gesagt bis jetzt nichts negatives diesbezüglich bemerkt.
        Er läuft im Moment mit 180 Hz , Freesync ist an.
        Ich sehe aber immer zu, das ich stabile Bildraten in Spielen habe (meist gecapt) so das es keine wilden Frameratensprünge gibt, ich mag das nicht.
        OLED-Anti Flicker ist ausgegraut, vermutlich weil Freesync an ist?
        Müsste ich mal testen , wie er sich verhält wenn die FPS schnell wechseln.
        Das Problem hatte ich bei meinem auch. Ich musste die Frequenz auf 240Hz einstellen, erst dann konnte ich Anti-Flicker aktivieren. Und das funzt auch gut, seit dem hab ich endlich Ruhe.
      • Von Dutch Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von JoM79
        Ah verdammt, ich hab nur auf die hinteren Buchstaben geachtet.
        Hab sogar noch WOLED und 480Hz gelesen und mich gewundert .
        Solltet ihr aber dazu schreiben, das ihr bei 5% messt und nicht bei 100%.
        Bei LCDs hast du eigentlich keine grossen Unterschiede in der Helligkeit,zumindest in SDR nicht.
        Stimmt, muss man sogar! Denn "normalerweise" wird (auch bei SDR) die maximale Leuchtkraft bei 2 % Fenstergröße und die typische jetzt halt bei deren 100 % gemessen. Alles andere verwirrt jetzt nur, meiner Meinung nach! 😊
        Und bei beiden Werten sind ja mittlerweile die aktuellen WOLEDs jetzt (auch) führend – im Vergleich zu den adäquaten QD-OLEDs!
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Ah verdammt, ich hab nur auf die hinteren Buchstaben geachtet.
        Hab sogar noch WOLED und 480Hz gelesen und mich gewundert .
        Solltet ihr aber dazu schreiben, das ihr bei 5% messt und nicht bei 100%.
        Bei LCDs hast du eigentlich keine grossen Unterschiede in der Helligkeit,zumindest in SDR nicht.
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        5 Prozent.
        Und stimmt, bei vollem, weißen Bild bekommst du auch in SDR nicht die volle Leuchtstärke, sondern die "typische". Im Übrigen nicht nur bei OLEDs.

        Das da ist allerdings nicht das gleiche Modell
        (Und ja, mich nervt auch, dass viele fast identische Namen haben.)

        Der Swift PG27AQDP ist ein W-OLED mit 480 Hz.
        Der Strix XG27AQDP ist ein QD-OLED mit 500 Hz.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Gruß,
        Phil
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Habe da noch mal ne Frage zu dem Helligkeitswert.
        Zitat

        17–522,9 cd/m²
        Bei welcher Fenstergrösse habt ihr das gemessen?
        Weil 100% können es ja nicht, da das Panel in anderen Monitoren um die 300 cd/m² und bei einem direkten Test vom Asus sogar unter 300 cd/m².
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk