Monitore mit hoher Pixeldichte vorgestellt
Eine hohe Auflösung und eine hohe Bildwiederholrate müssen heutzutage kein Widerspruch mehr sein. Es gibt zahlreiche Formate, Kombinationen und Varianten - auch spieletaugliche Fernseher.
Aktuelle 4K-UHD-Modelle: Hochauflösend muss nicht teuer sein
Mittlerweile gibt es viele Auflösungs-Frequenz-Kombinationen. Dass man sich nicht unbedingt für ein Extremum entscheiden muss, zeigt beispielsweise der erste Monitor mit 4K/UHD und 240 Hz: der Samsung Odyssey Neo G8. Eine derartige Nonplusultra-Ausstattung kostet auch ordentlich. Deutlich günstiger ist hier etwa ein Gigabyte M28U, der mit gleicher 4K-Auflösung, 144 Hz kleineren 28 Zoll aber noch immer zum High-End-Segment zählt. Für einen Preis von aktuell unter 500 Euro ist er unschlagbar preiswert und stellt damit ähnliche Modelle mit gleichem Panel in den Schatten.
Mittlerweile schmilzt die Grenze zwischen Monitoren und Fernsehern. Der Unterschied ist oft nur die Anschlussausstattung: Fernseher haben immer einen (DVB-)Tuner, aber der wird oft nicht mehr gebraucht, da heutzutage jeder Netflix, Amazon Prime oder sonst irgendeinen Video-Streamingdienst nutzt. Nach 32 Zoll großen Monitoren ist 42 Zoll die nächste (Monitor-)Diagonale. Hier gibt es etwa den Asus ROG Swift PG42UQ, ein guter, aber sündhaft teurer OLED-Monitor. Größer und auch günstiger sind die 48 Zoll großen OLED-Panels, die es etwa von Gigabyte mit dem FO48U als Monitor oder von LG mit dem G2 auch als Fernseher gibt. Unterschiede auch hier: Monitore bieten zusätzlich Displayport 1.4, Fernseher einen TV-Tuner, dafür ausschließlich HDMI 2.1.
8K: Wann ist es so weit?
Hochauflösender geht es immer, und zwar mit bis zu 8K/UHD. Dank HDMI 2.1 sind auch hier 60 Hz möglich - aber aktuell nicht mehr. 8K120 ist noch Zukunftsmusik. Außerdem ist 8K noch ziemlich teuer: Als Monitor ist nur ein einziges Modell gelistet. Der Dell UP3218K braucht zwei Displayport-1.4-Anschlüsse dafür, hat auch noch kein HDMI 2.1, da seit 2017 auf dem Markt. 8K wird eher bei High-End-Fernsehern gehyped: Es gibt zwar deutlich mehre Modelle, aber auch die sind noch eine ziemlich kleine Nische. Die ersten (LCD-)Panel gehen hier ab 1.400 Euro los. Diese können zwar schon 120 Hz, aber der Flaschenhals ist hier noch der Anschluss.
Hochauflösend muss nicht unbedingt 4K oder 8K bedeuten. Unter den Gaming-Monitoren gibt es schließlich andere GPU-Leistung-fressende Formate. UWQHD auf 34 Zoll ist unter den Ultrawides aktuell den Mainstream und entspricht in der Pixeldichte den 27-Zöllern mit WQHD. Das nächstgrößere Format ist QHD+ (3.840 x 1.600 px) auf 38 Zoll mit circa 117 ppi. LG ist hier Pionier mit diesem Format und bietet auch 160 Hz mit dieser Auflösung im Ultragear 38GN950-B. Dieser kostet knapp 950 Euro und es gibt ein paar weitere Modelle, auch von Acer und MSI, die je nach Ausstattung gut auf den doppelten Preis hier anwachsen können.
Es geht aber noch breiter, etwa mit dem 32:9-Format, das in der Auflösung mittlerweile aufs doppelte WQHD angewachsen ist, also auf 5.120 x 1.440 Pixel. Das Format wurde von Samsung gegründet und der Hersteller bietet mit dem Odyssey Neo G9 auch ein Gaming-Monitor mit bis zu 240 Hz für circa 950 Euro.
Größe und Format bleiben Geschmacksache, Auflösung ist eine Geldfrage
Die Wahl der Monitor-Größe richtet sich zum einen nach dem Arbeitsplatz, der für den Monitor vorgesehen ist. Ist der Platz sehr eingeschränkt, fallen viele Bildschirmgrößen gleich aus dem Suchraster. Abseits dieser und preisliche Überlegungen sind Monitor-Größe und -Format Geschmackssache. Während einige Spieler sich am liebsten in der Mitte von WQHD-Displays wiederfinden, genießen andere eine hohe Auflösung, eine hohe Bildwiederholrate oder beides zusammen - je nach Budget eben.
Die Entscheidung für die richtige Auflösung lässt sich auch nur mit Blick auf das eigene Budget und das zur Verfügung stehende Gaming-System beantworten. Es macht keinen Sinn einen 4K-UHD-Monitor aufzustellen, wenn der eigene Rechner mit der Auflösung überfordert ist. Die Preis-Leistungs-Überlegung sollte also auch die eigene Hardware berücksichtigen. Optisch ist eine höhere Auflösung jedoch immer ein Vorteil.
Die Pixeldichte-Entscheidung ist nicht unbedingt eine bewusste. Die Pixeldichte ist viel mehr ein Resultat, welches sich aus der Wahl der richtigen Monitor-Größe und dessen Auflösung ergibt. Dies macht auch eine Pixeldichte-Empfehlung überflüssig, denn jeder Mensch hat eine andere Schmerzgrenze. Was wir nur empfehlen können, ist, diese eigene Schmerzgrenze herauszufinden.

Hab auch einen mit 28''
Erste ist für mich besser zum spielen wegen 165Hz.