Mordor: Schatten des Krieges gespielt - übertrifft den Vorgänger in nahezu jeder Hinsicht
Mittelerde: Mordors Schatten mauserte sich vom Geheimtipp zu einem der größten Hits des Jahres 2014. Wir spielten auf der E3 2017 den Nachfolger Mordor: Schatten des Krieges mit deutlich erweitertem Nemesis-System, Nebenquests und Festungseroberungen.
Worum es in Mittelerde: Mordors Schatten geht, müssen wir drei Jahre nach dem ersten Teil nur denjenigen erklären, die einen Dauerurlaub auf einer einsamen Südseeinsel ohne Internetanschluss gemacht haben. Aber nun gut: Der im Kampf gegen Saurons Schergen gefallene gondorische Waldläufer Talion wird von Celebrimbor wiederbelebt, dem Geist eines uralten Elbenfürsten und Schmied der Ringe der Macht. Gemeinsam ziehen die zwei nach Mordor, um dort Rache an Sauron und seinen Gefolgsleuten zu nehmen.
In Mordor: Schatten des Krieges geht der Rachefeldzug der zwei ungleichen Gefährten weiter. Celebrimbor hat einen neuen Ring der Macht geschmiedet, mit dem er und Talion in Form des "Bright Lord" ganze Regionen samt Festungen auf ihre Seite bringen wollen. Jede Region unterscheidet sich nicht nur optisch von den anderen, sondern besitzt auch ihre ganz eigenen Nebenquests. Zwei davon können wir uns auf der E3 2017 in Los Angeles vor dem Sturm auf eine Festung ansehen.
Beweglich wie ein Assassine
Wir wählen zum Start die Mission, die unserem Ausgangspunkt am nächsten liegt. Unsere Aufgabe klingt einfach: Wir müssen ein Lager infiltrieren und dort Orks "befragen", was die Nazgûl mit den Palantíri planen - den sehenden Steinen, mit denen man entweder über große Distanzen kommunizieren oder weit entfernte Szenen beobachten kann.
Mit einem Geschick, mit dem wir vermutlich sofort in die örtliche Loge der Assassinen aufgenommen werden würden, springen, klettern und schleichen wir uns an unsere Zielpersonen an. Neu: Talion kann jetzt von der Wand wegspringen und dabei mit dem Bogen schießen sowie bei weiten Sprüngen einen Doppelsprung in der Luft durchführen. Dadurch überwinden wir breitere Abgründe und können uns schneller fortbewegen.
Wo ist die Nebenquest?
Natürlich warten die Orks nicht untätig auf uns. Teilweise sind sie in einer Gruppe anderer Schergen unterwegs, die wir nun mit einem herzhaften Schwung einer Elfensense umsäbeln können. Vorsichtigeren Naturen steht natürlich auch der Einsatz von Pfeil und Bogen frei - oder die Beherrschung eines nicht weiter benötigten Ganoven, der daraufhin in unserem Namen gegen seine alten Kollegen kämpft.
Allerdings müssen wir aufpassen, dass bei dem entstehenden Chaos nicht zu viele unsere eigentlichen Ziele das Zeitliche segnen. Sonst können wir sie nicht mit dem bewährten Beherrschungsgriff unter unsere Kontrolle bringen und eine kurze Szene anschauen, die uns über die Pläne der Bösewichte aufklärt. Nach getaner Arbeit wollen wir die zweite Mission ausprobieren, eine Spurensuche im Wald. Doch merkwürdigerweise fehlt von ihr selbst jede Spur. Wir haben es eben noch mit einer nicht finalen Fassung des Spiels zu tun, das kann durchaus mal passieren - unser Spielbegleiter von Monolith Productions entschuldigt sich dennoch wortreich dafür.
Zusammen stürmt sich's besser
Auf geht es also zur Festung. Vor dem Sturm wählen wir per Nemesis-System besonders starke Angreifer aus, die wir uns zuvor gefügig gemacht haben. Dabei lohnt sich ein Blick auf die Spezialfähigkeiten der Verteidiger: Jeder unserer schweren Jungs besitzt bis zu drei Fähigkeiten, die diese kontern könnten - wobei in jeder Schlacht nur eine zum Einsatz kommt.
Anschließend geben wir das Zeichen zum Angriff, dann geht es rund. Während unsere Gefolgsleute das Tor durchbrechen und sich zum ersten von drei Kontrollpunkten durchkämpfen, kraxeln wir die Festungsmauer empor, um dort oben mächtige Monster auszuschalten - per gut gezieltem Elfenschuss auf Munitionspakete, die die Unholde praktischerweise bei sich tragen.
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Feuer vom Himmel
Unseren Gefährten am Boden ergeht es nicht ganz so gut: Sie werden im Kampf verwundet und erleiden Blutungsschaden. Den wir, wir müssen es zugeben, nicht schnell genug stillen können. Erst verlieren wir einen, dann etwas später den zweiten und noch später den dritten starken Helfer im Kampf gegen die Festungsverteidiger. Die sehen es nämlich gar nicht gerne, wenn wir unseren Verbündeten aufhelfen wollen, sondern verstärken dabei noch ihre Attacken.
Beherzt beherrschen wir einen Drachen, um mit ihm den Verteidigern im wahrsten Sinne des Wortes aus der Luft einzuheizen. Doch die Steuerung des fliegenden Ungetüms ist nicht ganz trivial - vor allem nicht, im richtigen Winkel auf die Bodentruppen zuzusausen und dann im richtigen Moment eine Feuersalve auszuspeien. Wir steigen schließlich ab, indem wir dem Drachen die Klinge in den Hals stoßen. "Ihr hättet auch mit ihm in die Menge stürzen können", erklärt uns der Monolith-Designer.
Fast am Ziel
Mit Geschick und Elfenpfeilen gelingt es uns tatsächlich, im Alleingang zwei der drei Kontrollpunkte einzunehmen. Dabei zielen aus der Luft immer wieder neue Drachen auf uns, deren Angriffe mit einem roten Kreis auf dem Boden markiert werden und denen wir tunlichst ausweichen sollten - so uns das beim Gerangel mit den gegnerischen Fußtruppen möglich ist. Darunter befindet sich ein starker Captain, der dummerweise gegen Elfenbogenschüsse immun ist. Wir zündeln daher mit Fässern, Insektenschwärmen und einem Schuss in den Schmiedeofen herum.
Fast haben wir auch den dritten Kontrollpunkt eingenommen und freuen uns schon darauf, in den letzten Kampf gegen den Festungsherrn vorzurücken - da erweist sich die feindliche Übermacht dann doch zu stark. Wir haben einmal zu oft einen tödlichen Schlag abgewehrt, so dass jetzt kein Weiterspielen mehr drin ist. Der Angriff ist fehlgeschlagen: Unser Gegner steigt ein paar Stufen auf, unsere Schergen liegen tot am Boden. Nun gilt es, per Nemesis-System neue Gefolgsleute zu rekrutieren, damit der nächste Sturm besser gelingt.
E3-Fazit: Mordor: Schatten des Krieges
Umfangreicher, schicker, durchaus schwieriger und mit neuen Heldenfähigkeiten - Mordor: Schatten des Krieges übertrifft den Vorgänger in nahezu jeder Hinsicht. Da man schon in den Dutzende von Stunden versenken konnte, mache ich mir beim Nachfolger keine Illusionen: Schatten des Krieges wird zu einem Dauergast auf meiner Festplatte beziehungsweise SSD werden. Und ich bin gespannt, was die Entwickler sich in Sachen Nebenquests alles einfallen lassen - und ob beziehungsweise wie die sich auf die Hauptgeschichte auswirken.

Irgendwie war im ersten Teil ab der Hälfte für mich die Luft komplett raus, habs nie zu Ende gespielt. Da ich das Setting aber gerne mag geb ich dem zweiten Teil gerne noch ne Chance
Wird doch wieder alles zerpflückt und rausgeschnitten für die zig Editionen (SILBER gibts auch noch..) und in ein paar Monaten kommt die GOTY die man bei den Keyshops für 20-30 Tacken kaufen kann. 50 ist mir persönlich da zu viel , aber bitte soll jeder sein Geld dafür ausgeben wofür er will !!
Die Waffen trägt man meist nur wenige Minuten, Haustiere und die oft zeitlich extrem knappen Collectors-DLCs sind kein Geld wert.
Anders sieht es bei den physischen Sammlereditionen aus, die manchmal mit tollen Figuren und echten Lederkarten daherkommen. Da juckt mir dann bei bestimmten Serien schon mal der Finger.
Aber sonst reicht das Basisspiel und da ich auch morgen noch gute Spiele am PC erstehen möchte, sind 50€ nicht zu viel verlangt.
Wenn man immer nur beim 5€-Deal (oder ähnlich) kauft, muss man sich nicht wundern, wenn der Markt immer "Call of Duty"er wird.
Aber wie Du schon sagst: Ist eine freie Welt, kann jeder selbst entscheiden.
Ich werde es mir definitiv bald nach Release zulegen.
Freu mich. Wenn es so wird, wie hier beschrieben, dann kann ja nichts mehr schief gehen
49,99€
Welche Frechheit siehst Du da genau?
Wird doch wieder alles zerpflückt und rausgeschnitten für die zig Editionen (SILBER gibts auch noch..) und in ein paar Monaten kommt die GOTY die man bei den Keyshops für 20-30 Tacken kaufen kann. 50 ist mir persönlich da zu viel , aber bitte soll jeder sein Geld dafür ausgeben wofür er will !!
Also ich weiß, was ich spielen werde im Oktober (!)