[19/09/2014] Das Raytracing-Frühlingserwachen mit Metro Exodus EE und Resident Evil 8 ... hat mich positiv überrascht. Nicht wegen der RT-Grafikqualität – wie gut eine globale RT-Beleuchtung aussehen kann, hat schon das normale Metro Exodus gezeigt und Resident Evil 8 zeigt eher, dass man Level weiterhin auch ohne RT ansehnlich beleuchten kann. Bei den Spiegelungen ist es sogar nur ein weiteres Beispiel für Raytraycing-Entwicklungen, deren RT-Pfad praktisch nichts darstellt, was nicht schon vor Jahren auf ressourcenschonenderem Wege gezeigt wurde, aber deren Rasterizer-Pfad so weit hinter dem technisch Möglichen hinterherhinkt, dass man trotzdem deutliche Qualitätsunterschiede sieht. Nein, die positive Überraschung ist die Performance: Beide Titel laufen mit RT auch in QHD und zum Teil sogar UHD flüssig auf aktuellen Oberklasse-Grafikkarten. Gut, zugegeben – die aktuelle Oberklasse kostet auch 1.500 bis über 2.000 Euro. Wer „nur“ eine RTX 3060 oder RX 6700 XT zu klassischen „Enthusiast“-Preisen um die 900 Euro kauft, kann flüssiges Raytraycing weiterhin vergessen. Trotzdem hätte ich größere Performance-Probleme erwartet. Bauchschmerzen bereiten dafür weiterhin die temporalen Effekte. Da muss ich sagen: Sorry – aber wenn Teile der Szene erst mit einigen Frames Verzögerung korrekt dargestellt werden, dann ist das kein „Echtzeit“-Raytraycing und stört meine Immersion wesentlich mehr, als wenn mal der Schattenwurf einer nicht mehr im Bild befindlichen Lichtquelle fehlt. (Torsten Vogel)