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Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Intel: Sockel 2066

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Intels Enthusiast-Plattform hört auf den Namen LGA2066; die CPUs heißen Skylake X und Cascade Lake X - und wir erklären Plattform und Mainboards.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Übersicht: Sockel 2066

In der 10000er-Generation bieten Intels "Workstation/Enthusiast"-CPUs 10 bis 18 CPU-Kerne, Quad-Channel-DDR4 und 48 PCI-Express-3.0-Lanes. Kommt bekannt vor? Kein Wunder, trotz neuem Codenamen (Cascade Lake) unterscheidet sich das aktuelle Angebot quasi nur durch halbierte (!) Preise, vier zusätzliche PCI-E-Lanes (bislang 44) und dem am unteren Ende zusammengestrichenen Portfolio von den 9000ern alias Skylake-X-Refresh. Wie der Name schon andeutet, waren diese ihrerseits ein kaum verändertes Update gegenüber den Core i9-7900-Modellen. Nur die Wärmeableitung im Package wurde mittlerweile verbessert und im Laufe der vierjährigen Produktionszeit natürlich auch die Fertigung optimiert, sodass Takt und Effizienz besser ausfallen. Sonst sind auch neue Sockel-2066-Prozessoren technisch auf dem Niveau von 2017. Aber Vorsicht: In der breit aufgestellten ersten Sockel-2066-Generation bot Intel mit den Core i7-7800X und -7820X auch auf 28 Lanes beschnittene SKUs an und mit den Core i5/i7 7700X alias "Kaby Lake X" sogar Quad-Cores mit 16 Lanes und Dual-Channel-Speicherinterface.

Insbesondere mit Letzteren liegen große Teile der Mainboard-Ausstattung mangels Ressourcen brach; vergleichbare Prozessoren bilden heute zusammen mit passenden Platinen die Sockel-1200-Einsteigerklasse. Aufgrund der für hohe Kernzahlen optimierten Cache-Struktur sind übrigens auch die kleineren Cascade-Lake-Modelle in Anwendungen oft und in Spielen immer langsamer als ihre Mainstream-Verwandten mit gleicher Kernanzahl oder AMDs Ryzen-3000-Gegenstücke im Sockel AM4. Das Letztere mit bis zu 16 Kernen näherungsweise das gesamte Sockel-2066-Einsatzgebiet abdecken und Ryzen 5000 sogar absolut mehr Leistung bietet, macht Intels offizielle Enthusiast-Plattform trotz stark gesenkter Preise obsolet.
Als Abgrenzung zu den Mainstream-Sockeln können LGA-2066-Mainboards nur noch die reichhaltige CPU-PCI-Express-Ausstattung der "X"-Prozessoren in zusätzliche Grafikkarten- und M.2-Steckplätze investieren, wobei die Beschränkung auf PCI-Express 3.0 dem High-End-Bereich mittlerweile nicht mehr würdig ist. Weitere Ressourcen stellt seit 2017 der X299-I/O-Hub bereit. Bis auf zwei zusätzliche SATA-Optionen ist er baugleich mit dem über vier Jahre alten Sockel-1151-PCH Z270, verfügt also über maximal 24 zusätzliche PCI-Express-3.0-Lanes. Mainboard-Hersteller nutzen aber einen Teil der flexibel einsetzbaren X299-HSIO-Ports für SATA und zusätzliche USB-3.0-Ports; typischerweise 14 bis 16 verbleibende PCI-E-HSIOs reichen immer noch für ein bis zwei weitere M.2-Steckplätze, Onboard-Controller und ein bis drei Erweiterungs-Slots - mehr werden durch fehlenden Platz verhindert, denn die bis zu acht RAM-Bänke respektive vier CPU-versorgte PCI-Express-Steckplätze verbrauchen viel Platinenfläche. Letzterer Trend hat sich in den jüngeren Generationen noch verschärft: Als Reaktion auf die teilweise sehr hohe Leistungsaufnahme der CPUs versuchen die Hersteller Spannungswandlerbereiche und -Kühlkörper zu vergrößern und sparen dafür Erweiterungs-Steckplätze ein. Von einem Nach- in einen Vorteil wandelt sich in der dritten Mainboard-Generation das niedrige Integrationsniveau des alten X299-I/O-Hubs. Da USB jenseits von 3.0 ohnehin als Zusatzcontroller ergänzt werden muss, wird oft direkt USB 3.2 mit 20 GBit/s verbaut. Auch LAN mit mehr 1 Gigabit ist üblich.

(Kein) Zukunftspotenzial bei Sockel 2066

Gerüchte zu einem Intel X399-PCH (auch X499, Z399 und Z490 genannt und nicht mit AMDs X399, den Gerüchten um einen AMD Z490 oder dem Intel Z490 für Sockel 1200 zu verwechseln) als X299-Nachfolger können mittlerweile als veraltet gelten. Der X299 wird bis zum Dienstende des LGA2066 im Einsatz bleiben. Dieses liegt möglicherweise noch in weiter Ferne, auch wenn eine vierte (Refresh-)CPU-Generation nie erschienen ist. Intels 2020er Server-Prozessoren Cooper Lake (14 nm) sowie die 2021er Ice-Lake-SP-Modelle (10 nm) werden nur für den monströsen Sockel 4189 angeboten. Eine andere erwartete Enthusiast-Ablöse mit Skylake A im Sockel 3647 wurde nicht als Desktopprozessor mit 28 Kernen vermarktet, sondern nur als Workstation-Xeon W-3175X. Passende Endkunden -Mainboards für sehr gut betuchte Heimanwender gab es dennoch, mehr Spiele-Leistung als mit einem Sockel-1200-System bieten diese aber nur in wenigen, gut mehrkernoptimierten Titeln, in denen dann auch der modernere Threadripper 3000 punkten kann. Derweil zirkulieren erste Sichtungen des Ice-Lake-SP-Nachfolgers Sapphire Rapids, dessen kleinste Server-Ausbaustufe mutmaßlich 24 native Kerne hat, also in leicht beschnittener Form die Grundlage für eine neue Enthusiast-Plattform im Jahr 2022 bilden könnte. Laut Intel jedenfalls ist "HEDT nicht tot", auch wenn das Leistungsspektrum der alten Sockel-2066-CPUs komplett vom kommenden LGA1700-Mainstream abgedeckt werden dürfte.

Spannungswandler auf Mainboards: Temperatur-Tests mit Ryzen 5 1600 und i7-7820X mit je 4 CPU-Kühlern

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PCGH Plus: Nicht erst seit Skylake X machen sich PC-Schrauber und Übertakter um die Temperatur der Spannungswandler Gedanken: PCGH untersucht, welchen Einfluss CPU-Kühler und Gehäuselüfter haben. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2018.

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Keine Kauftipps für Sockel-2066-Mainboards

Ähnlich wie für AMDs TRX4 und TR4 gilt auch für Intels Enthusiast-Programm: Die gesamte Plattform ist aus Sicht von PC Games Hardware bestenfalls in Spezialfällen interessant. Zwar liegen Absolutleistung und Preise der Intel-Prozessoren in einem für Desktop-Nutzer interessantem Fenster, vier Jahre modernere Ryzen-9-Systeme machen aber beinahe alles besser. Insbesondere Spieler sollten letztere bevorzugen, weswegen PCGH nach 2017 auf Tests von Mainboards für Skylake X und Cascade Lake X verzichtet hat.

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  1. Seite 1 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Beratung für alle Plattformen anhand von PCGH-Testergebnissen
  2. Seite 2 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Intel: Sockel 1700
  3. Seite 3 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Intel: Sockel 1200
  4. Seite 4 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Intel: Sockel 1151 (CFL)
  5. Seite 5 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - AMD: Sockel TR4
  6. Seite 6 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - Intel: Sockel 2066
  7. Seite 7 Mainboard-Kaufempfehlungen 2026 - AMD: Sockel AM4
    • Kommentare (644)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Besser ist das
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Besser ist das
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Möge dieser Thread hier in Frieden ruhen.
        Soll ich zumachen?
      • Von garfield36
        Meiner Ansicht nach gehört zu den empfehlenswerten Boards auch das Gigabyte X570S Aorus Master. Ihm fehlt gegenüber dem Unify zwar ein PCIe x1 Steckplatz, aber dafür hat es 12 externe USB-Anschlüsse. Einer davon ist sogar als 3.2 2x2 ausgeführt. Der ist zwar nicht so schnell wie theoretisch möglich, aber sequentiell sind schon 1600 MB/s möglich.
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      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Update: Mittlerweile ist auch die eigenständige AMD-Kaufberatung live.
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        Möge dieser Thread hier in Frieden ruhen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Hinweis: Da der Mainboard-Kaufberatungs-Artikel mitlerweile Ausmaße eines kleinen Nachschlagewerks angenommen hat und trotzdem nicht genug Platz bietet, um Besitzern älterer Plattformen noch einen Orientierungspunkt zu geben, werden wir 2022 einen Split in AMD und Intel vornehmen. Da es an der Ryzen-Front gerade nichts neues zu vermelden gibt, starten wir mit den Sockel-1700-Empfehlungen in einem eigenen Artikel:
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